Ziel des Projektes ist es, das metabolische Beanspruchungsprofil in der Para Dressur anhand eines experimentellen Prä-Post-Studiendesigns mit dem Deutschen Nachwuchskader vertiefend in den Blick zu nehmen. Hierdurch soll konkret eruiert werden, inwiefern die individuelle Leistungsfähigkeit der Reiter*innen durch spezifische Trainingsempfehlungen im Hinblick auf einen langfristigen Leistungsaufbau optimiert werden kann. Weiterführend wird die Effektivität der trainingsbezogenen Maßnahmen anhand einer anschließenden Ergebnismessung kritisch betrachtet.
Konkret werden innerhalb von zwei Lehrgängen (am Anfang und am Ende der Saison) zwei umfängliche Leistungsdiagnostiken mit dem aktuellen Nachwuchskader durchgeführt, bei welcher sowohl Untersuchungen zur Ausdauerleistungsfähigkeit und motorischen Leistungsfähigkeit (mit Testitems zu Kraftausdauer, Koordination und Beweglichkeit) durchgeführt werden, als auch ein Fragebogen zum Belastungs- und Erholungsempfinden beantwortet wird. Geplant sind die Erhebungen am Anfang und am Ende der Saison 2023. Implikation und individualisierte Hinweise zur Belastungssteuerung und Trainingsempfehlungen werden nach der ersten Diagnostik im Hinblick auf Mittel-/Höhepunkte der Saison (z.B. Europameisterschaft 2023 in Deutschland als Qualifikationsveranstaltung für die Paralympischen Spiele in Paris 2024) in enger Absprache mit den Bundestrainern gegeben. Nach der Saison wird überprüft, ob und inwiefern die Empfehlungen zur Trainingssteuerung zur Steigerung der sportartspezifischen Leistungsfähigkeit der Athlet*innen beitragen konnten. Es wird zudem untersucht, inwiefern die Profilierung der Beanspruchung im leistungssportlichen Saisontraining in das Saisontraining 2024 überführt werden kann.