Einfluss visuo-motorischer Vorerfahrung auf die Beurteilungsqualität und -sicherheit von Kampfrichtern und Kampfrichterinnen beim „Volzing“ im Stabhochsprung

Publikation: Beitrag in FachzeitschriftZeitschriftenaufsätzeForschungBegutachtung

Abstract

Seit 1998 ist es Stabhochspringern und Stabhochspringerinnen nicht länger erlaubt, die Sprunglatte während der Lattenüberquerung mit der Hand zu stabilisieren. Kampfrichter und Kampfrichterinnen sind seitdem gefordert zu beurteilen, ob ein entsprechender Regelverstoß vorliegt. Die aktuelle Studie geht im Rahmen der Embodiment-Forschung der Frage nach, welchen Einfluss visuo-motorische Vorerfahrung auf perzeptuelle Urteile hat. Zu diesem Zweck wurde im Rahmen einer Online-Studie die Beurteilungsqualität und -sicherheit von Athleten und Athletinnen, Zuschauern und Zuschauerinnen sowie Kampfrichtern und Kampfrichterinnen bezüglich des Regelverstoßes erfasst. Die Ergebnisse zeigen, dass Athleten und Athletinnen sowie Kampfrichter und Kampfrichterinnen ähnlich gute und sichere Leistungen erbringen, wohingegen Zuschauer und Zuschauerinnen schlechter abschneiden und sich unsicherer zeigen. Korrelationsanalysen belegen zudem, dass größere motorische Vorerfahrungen mit einer besseren Beurteilungsqualität und -sicherheit einhergeht. Die Ergebnisse werden vor dem Hintergrund der Embodiment-Forschung und resultierender Praxisempfehlungen diskutiert.
OriginalspracheDeutsch
ZeitschriftZeitschrift für Sportpsychologie
Jahrgang21
Ausgabenummer3
Seiten (von - bis)95-103
Seitenumfang9
ISSN1612-5010
DOIs
PublikationsstatusVeröffentlicht - 2014

Zitation