Einflusssemantiken polizeilicher Führung: Einsichten aus einigen systemtheoretischen Überlegungen

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Abstract

Der vorliegende Beitrag untersucht polizeiliche Einflusssemantiken aus einer systemtheoretischen Perspektive. Ausgangspunkt unserer Überlegungen ist die Beobachtung, dass polizeiliche Führung sowohl Personen als auch Strukturen zugeschrieben werden kann. Unter Verwendung von Luhmanns Theorie der Einflussgeneralisierung analysieren wir drei polizeiliche Führungssemantiken: Tradition, Best Practice und evidenzbasierte Praxis. Unsere Analyse zeigt, dass Begründungssemantiken primär Semantiken sind. Sie sind funktional, insofern sie die Einflusserwartung generalisieren können. Die tatsächliche Stichhaltigkeit eines Arguments spielt dabei eine untergeordnete Rolle. Es geht vorrangig um Einfluss. Die Einsicht in diese Mechanismen ermöglicht eine Steuerung auf der Ebene der Führung. Eine „Führung der Führung“ ermöglicht Einsichten zum Einflussanspruch der Begründungssemantiken und macht damit Alternativen denkbar.
OriginalspracheDeutsch
PublikationsstatusVeröffentlicht - 2025

Zitation