Fußball und die Nichtexistenz der sozialen Distinktion zur Populärkultur: Zur Genese des struktursoziologischen Ansatzes als alternatives Forschungskonzept für die empirische Kultursoziologie

Oliver Fürtjes

Publikation: Beitrag in FachzeitschriftZeitschriftenaufsätzeForschungBegutachtung

Abstract

In diesem Beitrag wird der struktursoziologische Ansatz als alternatives Forschungskonzept für die empirische Kultursoziologie vorgestellt. Kulturtheoretische Implikationen sind die historisch überdauernde Nichtexistenz der sozialen Distinktion oberer Klassen zum populären Geschmack und die soziale Reproduktion kultureller Praktiken unter Berücksichtigung sozialstruktureller Veränderungsprozesse in postmodernen Gesellschaften. Betrachtungsgegenstand ist die Populärkultur Fußball, die sich aufgrund der Kennzeichnung als Proletariersport in der Vergangenheit sowie ihrer gegenwärtigen klassenübergreifenden Beliebtheit in besonderer Weise als Analysefeld kultursoziologischer Gegenwartstheorien und der dort begründeten mutmaßlichen Grenzüberschreitung zwischen hochkulturellem und populären Geschmack im Zuge umgreifender kultureller Wandlungsprozesse in postmodernen Gesellschaften eignet. Folglich kann aufgezeigt werden, dass der struktursoziologische Ansatz fruchtbare Erkenntnisse für die empirische Kultursoziologie generell verspricht.
OriginalspracheDeutsch
ZeitschriftSociologia Internationalis
Jahrgang52
Ausgabenummer2
Seiten (von - bis)275-306
Seitenumfang32
DOIs
PublikationsstatusVeröffentlicht - 12.2014

Zitation