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Mens Creator In Corpore Sano! Diversification Enhances Motor and Figural Creativity in University Sports Students

Publikation: Buch/BerichtDissertationsschrift

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Abstract

In der Hochschulbildung kommt der Entwicklung von Kreativität große Bedeutung zu, da sie essentiell für die Fähigkeit der Studierenden ist, sich an die rasch verändernden sozialen und wirtschaftlichen Anforderungen der heutigen Gesellschaft anpassen zu können. Studiengangskoordinator*innen scheinen sich einig zu sein, dass Schulen und Hochschulen neu gestaltet werden müssen, um Kreativität zu fördern und Studierende stärker zu kreativem und innovativem Handeln zu erziehen. Obwohl zahlreiche Studien die Trainierbarkeit von Kreativität im und durch Sport belegen, hat sich die Forschung jahrzehntelang hauptsächlich mit sportbezogenen Interventionen zur Modifizierung oder Förderung vermeintlich kognitiver Aspekte der Kreativität (z. B. kognitive Inhibition oder divergentes Denken) beschäftigt. Hierbei wurde die Bedeutung des Körpers als Ressource für kreative Leistungen deutlich unterschätzt. In dieser Arbeit wurde speziell der Einfluss von Lernumgebungen auf die Kreativitätsentwicklung von Studierenden untersucht und zwar am Beispiel von zwei unterschiedlichen Kontexten: einem divergent orientierten Studienprogramm (DOSP) und einem konvergent orientierten Studienprogramm (COSP). Die Einflüsse der beiden Lernumgebungen auf die motorische und figurale Kreativität der Studierenden wurden über einen Zeitraum von zweieinhalb Jahren untersucht. Insgesamt 33 COSP-Studierende und 31 DOSP-Studierende nahmen zu Beginn und am Ende ihres Sportstudiums an einer umfassenden Kreativitätsmessung teil. Die motorische Kreativität wurde mit einer modifizierten Version der BAST®-Bewegungsanalyse beurteilt, während die figurale Kreativität mit dem TTCT erfasst wurde. Obwohl beide Gruppen zu Beginn des Studiums ein vergleichbares Niveau von motorischer und figuraler Kreativität aufwiesen, übertrafen die DOSP-Studierenden am Ende des Studiums die COSP-Studierenden hinsichtlich der motorischen Kreativität (z.B. Fluidität, Elaboration und Originaltiät). Darüber hinaus zeigten die DOSP-Studierenden im Vergleich zu den COSP-Studierenden auch signifikante Verbesserungen bei Aspekten der figuralen Kreativität. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass Lernumgebungen, die auf Diversifizierung ausgerichtet sind und divergentes Denken der Studierenden unterstützen, die Kreativitätsentwicklung positiv beeinflussen. Darüber hinaus fördern diese Bedingungen exekutive Strategien der Studierenden, die es ihnen ermöglichen, bestimmte Aspekte der Kreativität (z. B. Fluidität, Originalität oder Elaboration) zu verbessern. DOSP-Studierenden entwickelten zudem eine akuratere Bewegungsselbstwahrnehmung, die nicht nur eine Grundvoraussetzung für das Erreichen einer hohen sportbezogenen Kompetenz ist, sondern auch eine wichtige Rolle bei der Steigerung der Kreativität von Sportstudierenden spielt. Diese Verbesserung erfolgt durch die Erweiterung des körperlichen Bewegungsrepertoires und die Umsetzung dieser neuen körperlichen Erfahrungen in kreative Ausdrucksformen im figuralen Bereich. Diese Ergebnisse unterstützen zudem die Annahme einer supramodalen Basis für motorische und figurale Kreativität.
OriginalspracheEnglisch
ErscheinungsortKöln
VerlagDeutsche Sporthochschule Köln
Seitenumfang48
PublikationsstatusVeröffentlicht - 2024

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Zitation