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Abstract
Einleitung
Aufgrund der gering ausgeprägten Mitgliederzahlen im Hallenhandball ist das Ziel des BISp-
Projekts (in Kooperation mit dem Deutschen Handballbund), Mechanismen der Vereinspartizipation
von Jugendlichen zu analysieren, um Handlungsempfehlungen abzuleiten. Theoretisch wird
angenommen, dass Motive (z. B. Bedürfnisbefriedigung; Deci & Ryan, 1985) zur Vereinspartizipation
in Einklang mit dem Image des Handballsports stehen müssen, damit Jugendliche für den
Sport motiviert sind. Ziel der qualitativen Teilstudie ist es, die Unterschiede in vereinsbezogenen
Motiven und dem Image zwischen Jugendlichen der drei Phasen der Vereinspartizipation (nicht
Aktive, Aktive, nicht-mehr Aktive) zu analysieren.
Methode
Es wurden 23 halbstrukturierte Interviews mit Jugendlichen geführt (13-18 Jahre, nicht Aktive, Aktive,
nicht-mehr Aktive). Die Interviews wurden gemäß der qualitativen Inhaltsanalyse sowohl induktiv
(Kuckartz, 2016) als auch deduktiv aufgrund der Theoriebildung (Gründe für/gegen Vereinspartizipation,
Image Handballsport) mit MAXQDA ausgewertet.
Ergebnisse
Aus der induktiven Analyse ergeben sich sowohl für als auch gegen die Vereinspartizipation sechs
Hauptaspekte (soziale, emotionale, körperliche, leistungsbezogene, strukturelle, sportartspezifische).
Der soziale Aspekt ist sowohl bei Aktiven als auch bei nicht-mehr Aktiven und nicht Aktiven
(bzgl. ihrer Sportart) am stärksten ausgebildet. Der deduktive Schritt zeigt, dass sich die theoretischen
Konstrukte (z. B. Bedürfnisbefriedigung) in diesen Hauptaspekten systematisch abbilden,
jedoch auch Lücken in der theoretischen Konstruktion offenbaren. Beispielsweise findet sich die
Befriedigung körperlicher Bedürfnisse im Theoriemodell (Selbstbestimmungstheorie) nicht unmittelbar
wieder. Während das Image von Aktiven und nicht-mehr Aktiven durch eigene Spielerfahrungen
und soziale Medien geprägt ist, erhalten nicht Aktive ihr Bild über den Sport auch durch
Erzählungen von Bekannten.
Diskussion
Die fehlende theoretische Sättigung des induktiven Kategoriensystems zeigt, dass aus theoretischer
Sicht Motiv-Modelle angepasst bzw. erweitert werden müssen. Aus Sicht des Images sind
zusätzlich verschiedene Phasen der Vereinspartizipation mit verschiedenen Quellen des Images
verbunden. Das zeigt, welche Quellen hinsichtlich der Ansprache und Werbung von Jugendlichen
besondere Relevanz haben. Die vorliegenden Ergebnisse gehen in die Konstruktion einer quantitativen
Analysephase des Projekts ein und sollen abschließend zu differenzierten Handlungsempfehlungen
führen.
Aufgrund der gering ausgeprägten Mitgliederzahlen im Hallenhandball ist das Ziel des BISp-
Projekts (in Kooperation mit dem Deutschen Handballbund), Mechanismen der Vereinspartizipation
von Jugendlichen zu analysieren, um Handlungsempfehlungen abzuleiten. Theoretisch wird
angenommen, dass Motive (z. B. Bedürfnisbefriedigung; Deci & Ryan, 1985) zur Vereinspartizipation
in Einklang mit dem Image des Handballsports stehen müssen, damit Jugendliche für den
Sport motiviert sind. Ziel der qualitativen Teilstudie ist es, die Unterschiede in vereinsbezogenen
Motiven und dem Image zwischen Jugendlichen der drei Phasen der Vereinspartizipation (nicht
Aktive, Aktive, nicht-mehr Aktive) zu analysieren.
Methode
Es wurden 23 halbstrukturierte Interviews mit Jugendlichen geführt (13-18 Jahre, nicht Aktive, Aktive,
nicht-mehr Aktive). Die Interviews wurden gemäß der qualitativen Inhaltsanalyse sowohl induktiv
(Kuckartz, 2016) als auch deduktiv aufgrund der Theoriebildung (Gründe für/gegen Vereinspartizipation,
Image Handballsport) mit MAXQDA ausgewertet.
Ergebnisse
Aus der induktiven Analyse ergeben sich sowohl für als auch gegen die Vereinspartizipation sechs
Hauptaspekte (soziale, emotionale, körperliche, leistungsbezogene, strukturelle, sportartspezifische).
Der soziale Aspekt ist sowohl bei Aktiven als auch bei nicht-mehr Aktiven und nicht Aktiven
(bzgl. ihrer Sportart) am stärksten ausgebildet. Der deduktive Schritt zeigt, dass sich die theoretischen
Konstrukte (z. B. Bedürfnisbefriedigung) in diesen Hauptaspekten systematisch abbilden,
jedoch auch Lücken in der theoretischen Konstruktion offenbaren. Beispielsweise findet sich die
Befriedigung körperlicher Bedürfnisse im Theoriemodell (Selbstbestimmungstheorie) nicht unmittelbar
wieder. Während das Image von Aktiven und nicht-mehr Aktiven durch eigene Spielerfahrungen
und soziale Medien geprägt ist, erhalten nicht Aktive ihr Bild über den Sport auch durch
Erzählungen von Bekannten.
Diskussion
Die fehlende theoretische Sättigung des induktiven Kategoriensystems zeigt, dass aus theoretischer
Sicht Motiv-Modelle angepasst bzw. erweitert werden müssen. Aus Sicht des Images sind
zusätzlich verschiedene Phasen der Vereinspartizipation mit verschiedenen Quellen des Images
verbunden. Das zeigt, welche Quellen hinsichtlich der Ansprache und Werbung von Jugendlichen
besondere Relevanz haben. Die vorliegenden Ergebnisse gehen in die Konstruktion einer quantitativen
Analysephase des Projekts ein und sollen abschließend zu differenzierten Handlungsempfehlungen
führen.
| Originalsprache | Deutsch |
|---|---|
| Titel | Sportwissenschaft: Vielfalt und Nachhaltigkeit!? |
| Herausgeber*innen | Bernd Strauß, Maike Tietjens, Edda van Meurs, Lena Henning |
| Seitenumfang | 1 |
| Band | 304 |
| Herausgeber (Verlag) | Deutsche Vereinigung für Sportwissenschaft (dvs) |
| Erscheinungsdatum | 2025 |
| Seiten | 536 |
| Publikationsstatus | Veröffentlicht - 2025 |
| Veranstaltung | 27. sportwissenschaftlicher Hochschultag der Deutschen Vereinigung für Sportwissenschaft (dvs) Sportwissenschaft: Vielfalt & Nachhaltigkeit!?: Vielfalt & Nachhaltigkeit!? - Münster Dauer: 16.09.2025 → 19.09.2025 https://www.uni-muenster.de/Sportwissenschaft/dvs-hochschultag/index.html |
Projekte
- 1 Abgeschlossen
-
„Motiv-Image-Passung im Kontext der Entscheidung/Bindung für/an die Sportart Handball bei Kindern und Jugendlichen“
Kleinert, J. (Projektleiter*in), König, S. (Projektleiter*in), Boss, M. (Projektleiter*in), Hartmann, U. L. (Projektmitarbeiter*in), Uhl, E. (Projektmitarbeiter*in) & Braun, A. (Projektmitarbeiter*in)
01.04.24 → 31.03.26
Projekt: Finanziert durch Drittmittel
Zitation
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