Selected Aspects of Physical and Psychosocial Health in the Context of Childhood Obesity and Weight Management Programs

Publikation: Buch/BerichtDissertationsschrift

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Abstract


Adipositas im Kindesalter ist ein weltweit anerkanntes Gesundheitsproblem, das mit diversen körperlichen und psychosozialen gesundheitlichen Beeinträchtigungen verbunden ist. Zu den wirksamsten Strategien zur Bekämpfung von Adipositas gehören multidisziplinäre Gewichtsmanagementprogramme, die auf mehreren Komponenten aufbauen und so die multifaktorielle Natur des Problems berücksichtigen. Dennoch bleibt der Kampf gegen Adipositas bei Kindern eine Herausforderung, was sich auch daran zeigt, dass es nach Programmabschluss häufig zu erneuter Gewichtszunahme kommt.
Angesichts der anhaltend hohen Adipositasraten bei Kindern, der Schwierigkeiten bei der Erzielung langfristiger Erfolge von Gewichtsmanagementprogrammen, des komplexen Ursache-Wirkungs-Gefüges, das der Entstehung von Adipositas zugrunde liegt, einschließlich aktueller Herausforderungen durch die Coronavirus-Pandemie (COVID-19), zielt diese kumulative Dissertation darauf ab, Implikationen für die Optimierung bestehender Programme und die Nachhaltigkeit ihrer Gesundheitsergebnisse aufzuzeigen.
Vor diesem Hintergrund analysierten die vier dissertationsrelevanten Artikel die Anpassungen von Gewichtsmanagementprogrammen während der COVID-19- Pandemie sowie die Determinanten der psychosozialen Gesundheit und der langfristigen BMI-SDS-Reduktion im Kontext der kindlichen Adipositas, wobei auch die potenzielle Bedeutung der körperlichen Fitness berücksichtigt wurde. Die Studien 1, 2 und 4 konzentrierten sich dabei auf die statistische Analyse von Daten aus einem Kölner multidisziplinären Gewichtsmanagementprogramm namens Children's Health InterventionaL Trial (CHILT) III. In Studie 3 wurden Daten aus 14 verschiedenen Programmen in Deutschland untersucht.
Zu den wichtigsten Ergebnissen der Studien 1 und 2 gehörte die Herausstellung der entscheidenden Rolle der körperlichen Fitness im Kontext der Adipositas bei Kindern. In einer Querschnittsstudie war die körperliche Fitness positiv mit dem Selbstkonzept und der gesundheitsbezogenen Lebensqualität von Kindern mit Adipositas verbunden (Studie 1), im Längsschnitt mit einer Verringerung des adjustierten BMI-SDS von vor bis nach der Intervention und sogar auch noch ein Jahr später (Studie 2). Gleichzeitig wurde außerdem die psychosoziale Gesundheit als Determinante für eine langfristige BMI-SDS-Reduktion ermittelt. Die körperliche Fitness sollte daher in noch viel stärkerem Maße als direktes Interventionsziel anerkannt werden, da sie nicht nur in sich, sondern auch zur Förderung der psychosozialen Gesundheit und (somit) zur kurz- und längerfristigen Senkung des BMI-SDS wichtig ist.
Darüber hinaus zeigte diese Arbeit in Studie 3, dass sich deutsche Gewichtsmanagementprogramme zur Zufriedenheit der teilnehmenden Familien schnell an die Pandemie-Situation anpassten und dass diese Anpassungen den Erfolg des CHILT III Programms nicht beeinträchtigten (Studie 4). Dementsprechend ist ein kombinierter Ansatz für das Gewichtsmanagement, der sowohl traditionelle Face-to- Face-Komponenten als auch neu entwickelte digitale Einheiten umfasst, wirksam und könnte in Zukunft breiter eingesetzt werden. Allerdings sollten sowohl die Vorteile von Digitalisierungsstrategien (z. B. Personalisierung, Zugänglichkeit, Flexibilität) als auch potenzielle Risiken (Rolle digitaler Medien für körperliche Aktivität und psychosoziale Gesundheit) berücksichtigt werden.
OriginalspracheEnglisch
ErscheinungsortKöln
VerlagDeutsche Sporthochschule Köln
Seitenumfang152
PublikationsstatusVeröffentlicht - 2023

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