Taktische Determinanten im Wettkampfmodus der Deutschen Turnliga: Zur Relevanz der Schwierigkeits- und Ausführungsnoten im männlichen Bereich

Publikation: Beitrag in FachzeitschriftZeitschriftenaufsätzeTransferBegutachtung

Abstract

Anders als in alternativen Individualsportarten (Schwimmen, Leichtathletik, etc.), in denen objektive Parameter wie Höhen, Weiten und Zeiten gemessen werden, hält im leistungsorientierten Gerätturnen bei der Vergabe einer Punktzahl die Subjektivität zwangsläufig Einzug in die Leistungsbewertung. In Addition ergeben Schwierigkeits- und Ausführungsnote die entscheidende Endnote und damit das Kriterium zur Bemessung der sportlichen Leistung.
Die Deutsche Turnliga (DTL) der Herren pflegt seit einigen Jahren mit dem Score-System einen speziellen Wettkampfmodus, der sich über „Mann gegen Mann“-Duelle definiert. Die Differenz der erturnten Endnoten zweier Einzelturner wird in s.g. Score Points umgerechnet, die dem Team des jeweiligen Duell-Siegers gutgeschrieben werden. Dieser Modus offeriert einen taktischen Spielraum in Anbetracht der Leistungsfähigkeit der verfügbaren Athleten.
Der vorliegende Beitrag untersucht den taktischen Einfluss innerhalb des Score-Systems im Hinblick auf eine mögliche Verzerrung der sportlichen Leistung. Ein spezieller Fokus liegt dabei auf dem Stellenwert von Schwierigkeitsgrad und Ausführungsqualität. Auf Basis dieser Gegenüberstellung im Kontext weiterer Einflussfaktoren kann für taktische Offerten im Score-System sensibilisiert und der Strategie-Pool für die taktische Ausrichtung im Wettkampf erweitert werden.
OriginalspracheDeutsch
ZeitschriftLeistungssport
Jahrgang47
Ausgabenummer3
Seiten (von - bis)37-43
Seitenumfang7
ISSN0341-7387
PublikationsstatusVeröffentlicht - 2017

Zitation