Project details
Research objective
Im Rahmen des erziehungswissenschaftlichen Inklusionsdiskurses geraten aktuell vermehrt die Haltungen bzw. Einstellungen schulischer Akteure in den Blick, denen es schließlich obliegt, einen angestrebten gesellschaftlichen Wandel (hin zu einer inklusiven Gesellschaft) in der Schule anzubahnen bzw. zu ermöglichen. Entsprechend sind derzeit vermehrt Forschungsbemühungen zu Haltungen und Einstellungen im Zusammenhang mit Inklusion zu verzeichnen; Fachspezifitäten geraten dabei jedoch weniger in den Fokus als vielmehr übergeordnete Aspekte. Für das Fach Sport, dem als handlungs- und körperorientierten Fach im Kanon der schulischen Unterrichtsfächer zweifellos eine Sonderrolle zukommt, existieren zwar bereits Untersuchungen zu den Haltungen von Sportlehrkräften und Lehramtsstudierenden, die Perspektiven der Schülerinnen und Schüler bleiben in den bisherigen Studien jedoch weitgehend unberücksichtigt. Dass bezüglich inklusiven Schulsports mit äußerst vielfältigen Lerngruppen ein Einnehmen der Perspektiven von Lernenden – nicht zuletzt solchen mit Behinderungen – aber nicht nur bereichernd sondern notwendig ist, wird spätestens mit Blick auf die Disability Studies deutlich. So geht die Konstruktion der Belange, Bedürfnisse und Voraussetzungen von Schülerinnen und Schülern in inklusivem Schulsport aus der Perspektive Nicht-Betroffener (z.B. durch Lehrkräfte, Hochschullehrende etc.) möglicherweise nicht immer mit adäquaten Normalitätsanforderungen einher; für evtl. ungerechtfertigte Anforderungen sensibilisieren die Disability Studies und schärfen den Blick für die Betroffenen-Perspektive: „Erkundigt Euch doch mal bei uns, wie wir eigentlich leben möchten!“ (Mürner & Sierck, 2013, S. 100). Dieses Anliegen aufgreifend strebt das Forschungsprojekt an, die individuellen Konstruktionen zentraler Aspekte inklusiven Schulsports seitens der Lernenden anhand qualitativer Studien zu rekonstruieren.
Research method
Leitfadeninterviews mit insgesamt 41 Schülerinnen und Schülern (Interviews in Tandems) diverser Schulformen in NRW aus den Jahrgansstufen sieben und acht, die inklusive Lerngruppen besuchen. Die Interviews behandeln zentrale Aspekte von Sportunterricht und werden inhaltsanalytisch ausgewertet.
| Status | Finished |
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| Effective start/end date | 01.01.17 → 31.12.17 |
Publications
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Fragt doch mal uns! Potenziale und Herausforderungen im inklusiven Sportunterricht aus Schülerperspektive
Ruin, S. & Meier, S., 2018, In: Leipziger Sportwissenschaftliche Beiträge . 59, 1, p. 67-87 21 p.Publication: Contribution to journal › Journal articles › Research › peer-review
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„Fragt doch mal uns!“: Wie Schülerinnen und Schüler inklusiven Sportunterricht erleben
Ruin, S. & Meier, S., 2018, Sportwissenschaft in pädagogischem Interesse. Balz, E. & Kuhlmann, D. (eds.). Feldhaus, Edition Czwalina, p. 83-85 3 p. (Schriften der Deutschen Vereinigung für Sportwissenschaft; vol. 269).Publication: Chapter in Book/Report/Conference proceeding › Conference contribution - Article for conference › Research › peer-review
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Enough space for individuality? Students’ individual constructions of the body in inclusive PE
Ruin, S., 2017, Cultures, disciplines, interactions: contextualizing diversity in physical activities and physical education; proceedings of the conference. Université de Antilles, p. 124 1 p.Publication: Chapter in Book/Report/Conference proceeding › Conference contribution - Published abstract for conference with selection process › Research › peer-review
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Kölner Tag des Schulsports & Wissenschaftliches Symposium
Ruin, S. (Speaker)
19.09.2018Activity: Participating in or organising an event › Participation in conferences › Research
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AIESEP World Conference
Ruin, S. (Speaker)
25.07.2018 → 28.07.2018Activity: Participating in or organising an event › Participation in conferences › Research
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IFO 2018. 32. Internationale Jahrestagung der Inklusionsforscher_innen
Ruin, S. (Speaker)
21.02.2018 → 24.02.2018Activity: Participating in or organising an event › Participation in conferences › Research