Projects per year
Project details
Research objective
Der Umgang mit geschlechtlicher Vielfalt im organisierten Wettkampf- und Leistungssport wird zunehmend virulent, was sich immer wieder durch kontroverse Medienberichte zeigt. Zugleich legt die gesellschaftliche Debatte nahe, dass besonders im sogenannten „Frauensport“ die Chancengleichheit in Gefahr sei. Die binäre Geschlechterkategorisierung des Sports führt insgesamt zu besonderen Herausforderungen im Umgang mit geschlechtlicher Vielfalt, z.B. zu erschwerten Zugangsbedingungen für trans*, inter* und nicht binäre Personen und sie bietet zugleich einen besonderen Nährboden für kontroverse Gender-Debatten. Auch wenn der Sport im historischen Vergleich inklusiver geworden ist, ist es noch nicht gelungen, einen systematisch gelingenden Umgang mit geschlechtlicher Vielfalt zu entwickeln. Vor dem Hintergrund der jüngsten gesellschaftlichen, gesetzlichen und politischen Veränderungen ist der Sport jedoch mehr denn je gefordert, sich mit geschlechtlicher Vielfalt auseinander zu setzen und den Sport im Sinne des Paradigmas ‚Sport für alle‘ zu öffnen und dabei gerechte Teilhabe für Alle zu ermöglichen. Dieses Projekt zielt darauf ab, diese Thematik zu untersuchen und Antworten auf die Frage zu finden, wie der Umgang mit geschlechtlicher Vielfalt im organisierten Wettkampf- und Leistungssport vor dem Hintergrund des Anspruchs an Inklusion, Fairness und Chancengleichheit geregelt werden kann. Hierzu wird ein mehrperspektivischer Forschungsansatz verfolgt, der die Zusammenarbeit von Stakeholdern aus Sportverbänden, der tin*-Community und der Wissenschaft einschließt. Das übergeordnete Ziel besteht darin, praxistaugliche und innovative Handlungsempfehlungen für den Umgang mit und die Inklusion von tin* Athlet*innen im organisierten Sport zu entwickeln.
Research method
Das vom BISp finanzierte Projekt GenderDivers gliedert sich in fünf Teilprojekte (TP).
Im Rahmen eines systematischen Forschungsreviews (TP 1.1) wird zunächst der sportmedizinische Erkenntnisstand zur interindividuellen Leistungsstreuung und Überschneidung der Leistungsfähigkeit von tin* Athlet*innen gesichert. Zudem werden mittels einer Dokumentenanalyse die aktuellen Regelungen für die Partizipation von tin* Personen in den vorhandenen Wettkampf- und Spielordnungen von nationalen und internationalen Sportverbänden analysiert (TP 1.2).
Mittels qualitativer Interviews werden anschließend sowohl die Perspektiven von tin* Athlet*innen aus dem Wettkampf- und Leistungssport als auch jene von sportbezogenen tin* Interessensvertretungen erhoben und systematisch in das Projekt eingeflochten (TP 2).
Im dritten Teilprojekt werden die Wahrnehmungen, Einstellungen, Bedenken und Erfahrungen im Hinblick auf geschlechtliche Vielfalt von Kaderathlet*innnen (A bis D) aus dem Wettkampf- und Leistungssport im Rahmen eines quantitativen Online Surveys möglichst breit und umfassend untersucht (TP 3).
Alle bisher erhobenen Perspektiven werden dann im Rahmen von Fokusgruppendiskussionen mit Funktionär*innen aus Sportverbänden und Profiligen diskutiert und um die wahrgenommenen Probleme, Herausforderungen und Potenziale bei der Inklusion von tin* Personen in den Wettkampf- und Leistungssport aus Sicht der Funktionär*innen ergänzt (TP 4).
Abschließend werden die Erkenntnisse aus den Teilprojekten 1 bis 4 zusammengeführt und die Perspektiven der unterschiedlichen Akteur*innen abgeglichen. Im Rahmen eines partizipativen Prozesses wird in zwei Workshops ein praxisorientierter Handlungsleitfaden zum Umgang mit geschlechtlicher Vielfalt im organisierten Sport gemeinsam erarbeitet und verabschiedet (TP 5).
Im Rahmen eines systematischen Forschungsreviews (TP 1.1) wird zunächst der sportmedizinische Erkenntnisstand zur interindividuellen Leistungsstreuung und Überschneidung der Leistungsfähigkeit von tin* Athlet*innen gesichert. Zudem werden mittels einer Dokumentenanalyse die aktuellen Regelungen für die Partizipation von tin* Personen in den vorhandenen Wettkampf- und Spielordnungen von nationalen und internationalen Sportverbänden analysiert (TP 1.2).
Mittels qualitativer Interviews werden anschließend sowohl die Perspektiven von tin* Athlet*innen aus dem Wettkampf- und Leistungssport als auch jene von sportbezogenen tin* Interessensvertretungen erhoben und systematisch in das Projekt eingeflochten (TP 2).
Im dritten Teilprojekt werden die Wahrnehmungen, Einstellungen, Bedenken und Erfahrungen im Hinblick auf geschlechtliche Vielfalt von Kaderathlet*innnen (A bis D) aus dem Wettkampf- und Leistungssport im Rahmen eines quantitativen Online Surveys möglichst breit und umfassend untersucht (TP 3).
Alle bisher erhobenen Perspektiven werden dann im Rahmen von Fokusgruppendiskussionen mit Funktionär*innen aus Sportverbänden und Profiligen diskutiert und um die wahrgenommenen Probleme, Herausforderungen und Potenziale bei der Inklusion von tin* Personen in den Wettkampf- und Leistungssport aus Sicht der Funktionär*innen ergänzt (TP 4).
Abschließend werden die Erkenntnisse aus den Teilprojekten 1 bis 4 zusammengeführt und die Perspektiven der unterschiedlichen Akteur*innen abgeglichen. Im Rahmen eines partizipativen Prozesses wird in zwei Workshops ein praxisorientierter Handlungsleitfaden zum Umgang mit geschlechtlicher Vielfalt im organisierten Sport gemeinsam erarbeitet und verabschiedet (TP 5).
| Short title | GenderDivers |
|---|---|
| Status | Active |
| Effective start/end date | 01.01.26 → 31.12.28 |
Collaborative partners
- German Sport University Cologne (lead)
- German Volleyball Association (Project partner)
- Deutscher Basketball Bund (DBB) (Project partner)
- Deutscher Eishockeybund (Project partner)
- German Olympic Sports Confederation (Project partner)
- Athleten Deutschland e.V. (Project partner)
- Bundesverband trans* (Project partner)
- Intergeschlechtliche Menschen e.V. (Project partner)
- dgti (Project partner)
- Seitenwechsel e.V. (Project partner)
- SC Janus (Project partner)
- LSVD (Project partner)
UN Sustainable Development Goals
In 2015, UN member states agreed to 17 global Sustainable Development Goals (SDGs) to end poverty, protect the planet and ensure prosperity for all. This project contributes towards the following SDG(s):
-
SDG 3 Good Health and Well-being
-
SDG 5 Gender Equality
-
SDG 10 Reduced Inequalities
Projects
- 4 Finished
-
PLUSS: LGBTIQ+ Policy and Leadership in Sport and Society
Hartmann-Tews, I. (Project manager) & Braumüller, B. (Project manager)
01.02.23 → 31.01.26
Project: Funded by third parties
File -
Alliance for Improving LGBT+ Inclusion in sports to win together
Braumüller, B. (Project manager) & Hartmann-Tews, I. (Project manager)
01.06.22 → 30.11.24
Project: Funded by third parties
File -
SGS: Sport for all Genders and Sexualities
Braumüller, B. (Project manager) & Hartmann-Tews, I. (Project manager)
01.04.22 → 30.09.24
Project: Funded by third parties
File