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Aquatic Literacy For All Children – Erste Ergebnisse aus dem (inter)nationalen Vergleich der Souveränität von Kindern im Bewegungsraum Wasser

Publication: Chapter in Book/Report/Conference proceeding › Conference contribution - Published abstract for conference with selection process › Research › peer-review

Abstract

Hinführung
Aquatic Literacy beschreibt einen dynamischen, individuellen Zustand, der ein lebenslanges, freiwilliges und sicheres Bewegen im, am und unter Wasser ermöglicht (Mekkaoui et al., 2022). Grundlage für das Konzept der Aquatic Literacy sind die Water Competences nach Stallman et al. (2017) und das Konzept der Physical Literacy (Whitehead, 2001). Das Projekt Aquatic Literacy For All Children zielt darauf ab, das Niveau der Aquatic Literacy bei Kindern im Alter von sechs bis zwölf Jahren in den Bereichen Motorik, Psychosoziales und Kognition zu messen und in Europa zu
vergleichen. Im Rahmen dieses Beitrages werden die ersten europaweiten Ergebnisse vorgestellt.

Methode
Insgesamt nehmen N = 2.418 Kinder teil (47.80 % Mädchen; 48.00 % Jungen, 4.20 % o. A.; MAlter = 9.12, SD = 1.74). Die Untersuchung unterteilt sich in eine Eltern- und Kinderbefragung, neun Aufgaben zu schwimmerischen Grundlagen und einen Parcours (komplexe Schwimmfähigkeit), der eine Mindestanforderung voraussetzt. Die Datenerhebung erfolgt in den Ländern Belgien, Frankreich, Norwegen, Portugal, Polen und Deutschland.

Ergebnisse
Zwischen den Ländern gibt es einen signifikanten Unterschied im Hinblick auf den Score der schwimmerischen Grundlagen (H(5) = 343.96, p < .001) und der komplexen Schwimmfähigkeit (H(5) = 62.06, p < .001). Vor allem Portugal zeigt einen niedrigeren Score z. B. im Vergleich zu Deutschland (Bonferroni Post-hoc-Test, p < .001). Kinder, die sich nicht für den Parcours qualifizieren, da sie die Mindestanforderungen nicht erreichen (62.45 %), zeigen deutliche Schwächen im Tauchen. Auch der Einstieg ins Wasser sowie der Ausstieg über eine erhöhte Matte stellen eine Herausforderung dar.

Diskussion
Der europäische Vergleich zeigt weitere aufschlussreiche Erkenntnisse, die derzeit ausgewertet werden. Es gilt zudem zu überprüfen, wie die Schwimmausbildung in den einzelnen Ländern erfolgt, um Stärken und Schwächen der beteiligten Länder zu dentifizieren.

Literatur
Mekkaoui, L., Schnitzler, C., Sidney, M., Gandrieau, J., Camporelli, F., & Potdevin, F. (2022). Building the Foundation of Aquatic Literacy in 4-6 Years-Old Children: A Systematic Review of Good Pedagogical Practices for Children and Parents. International Journal of Environmental Research and Public Health, 19(10), 6180. https://doi.org/10.3390/ijerph19106180

Stallman, R. K., Moran, K., Quan, L., & Langendorfer, S. (2017). From Swimming Skill to Water Competence: Towards a More Inclusive Drowning Prevention Future. International Journal of Aquatic Research and Education, 10(2). https://doi.org/10.25035/ijare.10.02.03

Whitehead, M. (2001). The concept of physical literacy. European Journal of Physical Education, 6(2), 127–138. http://dx.doi.org/10.1080/1740898010060205
Original languageGerman
Title of host publicationSportwissenschaft: Vielfalt und Nachhaltigkeit!? : Kongress der Universität Münster anlässlich des 27. Hochschultages der Deutschen Vereinigung für Sportwissenschaft Münster · 16. – 19. September 2025
EditorsBernd Strauß, Maike Tietjens, Edda von Meurs, Lena Henning
Volume304
Place of PublicationHamburg
PublisherFeldhaus, Edition Czwalina
Publication date2025
Pages139
ISBN (Print)978-3-88020-728-8
Publication statusPublished - 2025

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