Die Besonderheiten der Ernährung im Leistungssport – von Freizeit- bis zu Hochleistungsaktivitäten

Hans Braun

Publication: Contribution to journalJournal articlesResearchpeer-review

Abstract

Die Ernährung hat erheblichen Einfluss auf die körperliche
und mentale Leistungsfähigkeit und ist
für Leistungssportler eine wichtige trainingsbegleitende
Maßnahme. Es handelt sich dabei jedoch
nicht um eine Ernährungsform, die für alle Sportler
in jeder Situation gültig ist. Die Frage nach der optimalen
Ernährung benötigt eine Auseinandersetzung
mit der Sportart, der aktuellen Trainingsphase,
den individuellen Bedürfnissen und Zielen der
Athleten. Die Umsetzung braucht Zeit, die Eigenmotivation
der Sportler und des Fachpersonals,
das sich intensiv mit den Ernährungsbedürfnissen
von Sportlern auseinandersetzt. Neben einer bedarfsgerechten
Energiezufuhr kommt es darauf
an, die Energie sinnvoll auf die Energieträger Kohlenhydrate,
Fette und Protein zu verteilen. Der erhöhte
Proteinbedarf bei Leistungssportlern kann
in der Regel mit der normalen Ernährung gedeckt
werden; Supplemente sind nur in Ausnahmefällen
erforderlich. Studien zufolge sind kleine Mengen
von 15 – 25 g Protein nach dem Krafttraining sinnvoll,
um die Muskelproteinsynthese anzuregen.
Der Bedarf an Kohlenhydraten steigt dynamisch
mit der Intensität und Dauer der körperlichen Belastung.
Eine ausreichende Versorgung ist entscheidend,
um maximale Leistung abrufen zu können.
Low Carb-Diäten sind für Leistungssportler
eher ungeeignet. Dagegen kann ein sog. Low-Glykogen-Training
in ausgewählten Trainingsphasen
zu verbesserten Anpassungsprozessen führen und
die Leistungsfähigkeit steigern.
Original languageGerman
JournalSportverletzung-Sportschaden
Volume30
Issue number3
Pages (from-to)149-153
Number of pages5
DOIs
Publication statusPublished - 2016

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