Leistungsreserrve Faszien: Bedeutsamkeit von Mobilisations- und Stabilisationstraining im Eishockey

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Oliver Jan Quittmann - Vortragende/r

Nach dem ersten erfolgreichen Sportabend im Mai 2016 konnte der KEV 1981 mit Oliver Jan Quittmann einen weiteren hochkarätigen Referenten für den Sportabend 2017 gewinnen. Am 28.04.2017 ging es um 18.00 Uhr in der Stadiongaststätte der Rheinlandhalle um die Bedeutsamkeit von Mobilisierungs- und Stabilisationsübungen im Eishockey. Nicht nur für das Eislaufen, sondern auch für andere Sportarten werden solche Trainingsformen immer populärer. Auch für den breitensportlichen Sportler wird diese wissenschaftliche Sicht auf das Thema von Interesse sein. Anstelle eines bloßen Vortrages war es auch dieses Mal wieder ein interaktiver Austausch mit großen praktischen Anteilen.

Anhand von Videomaterial und vielen Grafiken und Illustrationen leitete der Master of Science flüssig durch die Veranstaltung. Zunächst erfuhren die Zuhörer allgemeine Informationen zum Thema Faszien. Hierbei handelt es sich um das Bindegewebe, welches den gesamten Körper durchzieht und unter anderem auch die "Hülle" der Muskulatur bildet. Damit die Muskeln optimal arbeiten, muss auch das Faszien- oder Bindegewebe trainiert" werden. Hierzu gab Oliver Quittmann Ratschläge, erklärte den Verlauf der hauptfaszialen Schlingen im Körper und bezog dies auf den Eishockeysport. Am Ende mussten auch einige der Zuhörer ran und und wurden in ein Training integriert. Marlon kam plötzlich mit den Händen auf den Boden, Kilian machte ein Training im Schnelldurchlauf mit und Pascal zeigte, wie man sich auf der Blackroll sachgemäß bewegt. Nach Ende des Vortrages nutzten noch einige Zuhörer das Angebot, mit dem Dozenten direkt zu sprechen.

Mit Oliver Jan Quittmann (Master of Science, M. Sc.) kam erneut ein Absolvent und Dozent der Deutschen Sporthochschule Köln (DSHS) nach Krefeld. Als wissenschaftlicher Mitarbeiter des Instituts für Bewegungs- und Neurowissenschaft widmet er sich dem Paralympischen Sport. Im Rahmen seiner Promotion beschäftigt er sich mit der „leistungsphysiologischen und biomechanischen Diagnostik im Handcycling“. Dabei sollen für die Leistungsfähigkeit relevante Kenngrößen aus unterschiedlichen Disziplinen und mit verschiedenen Methoden identifiziert werden. Begleitend dazu betreut er seit 2014 einen Kaderathleten der Sportart Paratriathlon, der sich in der Vorbereitung auf die Paralympics in Tokyo 2020 befindet. An der DSHS doziert er in den Bereichen „Diagnostik und Steuerung von Ausdauersportarten“ und „Bewegungs- und trainingswissenschaftliche Aspekte im Gesundheits- und Breitensport“, die als praktische Übungen angelegt sind.

Der gebürtige Dortmunder machte in seiner Heimatstadt Abitur. Danach zog es den begeisterten Triathleten in die Domstadt und an die Deutsche Sporthochschule Köln. Hier schloss er im Jahre 2014 den Bachelor of Science (B. Sc.) „Sport und Leistung“ als bester Absolvent des Jahrgangs ab. Seinen M. Sc. im Bereich „Exercise Science and Coaching“ beendete er 2016 mit einer Abschlussnote von 1,0. Seit Oktober 2016 promoviert der Wahlkölner am Lehrstuhl „Paralympischer Sport“.

Neben seinem wissenschaftlichen Hintergrund ist Oliver Jan Quittmann unter anderem Indoorcycling-Instructor, ausgebildet im klassischen Tapen und in Sportmassage. Zudem ist der 25-Jährige Faszientrainer Basic und Advanced und damit auch praktisch mit Mobilisations- und Stabilisationstraining vertraut. In seiner Freizeit treibt er selbstverständlich auch selbst viel Sport und ist begeisterter Triathlet. So nahm er bereits dreimal am Hamburg Triathlon teil und lief 2013 den „Rhein Energie“ Halbmarathon in Köln.
28.04.2017

ID: 3565781

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