Sonja Gaedicke

Person

Am Sportpark Müngersdorf 6

Gebäude: IG II und IG III

50933 Köln

Deutschland

Forschungsprofil

Einen Forschungsschwerpunkt stellt die Untersuchung von Nähe-Distanz-Beziehungen zwischen Trainer*innen und Athlet*innen im Verbundsystem Nachwuchsleistungssport dar. Der Fokus liegt auf der Analyse von Leitfaden-gestützten Interviews von Athlet*innen und Trainer*innen, um Trainer*innen als zentrale Akteur*innen in der Prävention sexualisierter Gewalt im Sport zu unterstützen.

Ein weiterer Forschungsschwerpunkt liegt im Bereich der Stadt- und Raumsoziologie und hier speziell in der Analyse urbaner Angsträume unter feministisch-intersektionaler, postkolonialer Perpsektive. Im Rahmen dieses Dissertationsprojekts werden sogenannte Angsträume in Köln und Berlin mithilfe der Situationsanalyse nach Adele Clarke beleuchtet und die exkludierenden Mechanismen von Angstraum-Diskursen - insbesondere unter berücksichtigung der sozialen Dimensionen "Geschlecht" und "nationale Herkunft" - beleuchtet.

Wissenschaftlicher Werdegang

seit Juli 2019 Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Soziologie und Genderforschung, Deutsche Sporthochschule Köln

 

2013 - 2019 Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehr- und Forschungsgebiet für Gender und Diversity Studies in den Ingenieurwissenschaften, RWTH Aachen University

 

Akademische Ausbildung

2002 - 2007 Magisterstudium der Soziologie, Politischen Wissenschaft, Anglistischen Literaturwissenschaft, RWTH Aachen University

Methoden-Expertise

Methodisch nutze ich größtenteils qualitative Ansätze der Datenerhebung und -auswertung wie Grounded Theory, Situationsanalyse, wissenssoziologische Diskursanalyse und ethnographische Verfahren.

Dissertationsthema

In dem Promotionsvorhaben werden der Bahnhofsvorplatz in Köln sowie das Kottbusser Tor in Berlin im Hinblick auf ihre soziale Konstruktion als „Angsträume“ und die darin verwobenen Machtstrukturen analysiert.

„Angsträume“ werden insbesondere aus Sicht feministischer Analysen kritisch beleuchtet. Dabei wird der Ansatz kritisiert, dass Gewalt und Übergriffe ein räumliches Problem seien, dem mit städtebaulichen Maßnahmen, wie bspw. mehr Beleuchtung, beizukommen wäre. Feministische Ansätze der Stadt- und Raumforschung nehmen hingegen Machtstrukturen in den Blick, die in (öffentlichen) Räumen wirksam werden und weisen auf strukturelle Ursachen von Kriminalität hin. Ob die mediale Konstruktion von urbanen Räumen als "Angsträume" und die damit möglicherweise einhergehenden Sicherheitsmaßnahmen Ausschlussmechanismen - insbesondere aufgrund von Geschlecht und nationaler/kultureller Zugehörigkeit - hervorbringt, soll in dieser Arbeit erhellt werden.

 

Diesen Fragen wird mit Hilfe von qualitativen Forschungsverfahren nachgegangen. Beobachtungsprotokolle, Zeitungsartikel und informelle Gespräche werden unter Anwendung der Situationsanalyse nach Adele E. Clarke analysiert.

Die Ergebnisse werden mit Raumtheorien verknüpft, um das „Angstraum“-Phänomen (be)greifbarer zu machen und die Machtmechanismen, die über Raumaneignung und –nutzung verhandelt werden und diese beeinflussen, aufzuzeigen.

 

ID: 4330710

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