Mobilisierungsassistent für Patienten mit Demenz und deren Angehörige (MobiAssist)

Projekt: Finanziert durch Drittmittel

Forschungsziel

Das zugrundeliegende Konzept des Verbundprojektes MobiAssist ist die Stärkung der Selbstpflegefähigkeit in Hinblick auf Bewegung und Mobilisation. Die betroffenen Personen aber auch deren Angehörige und der professionelle Pflegedienst werden hierbei durch MobiAssist begleitet und unterstützt. Durch eine innovative Mensch-Technik-Interaktion und gezielt entwickelte Trainingseinheiten, welche inhaltlich und technisch auf dem EU-Projekt iStoppFalls aufbauen, werden motorische, kognitive und sozial-kommunikative Kompetenzen individuell und kontinuierlich geschult und ebenso die zwischenmenschliche Interaktion und die Teilhabe der Patienten gefördert, dies gilt gleichermaßen für den privaten als auch für den Tagespflege-Bereich. Für die pflegenden Angehörigen als auch für die professionellen Kräfte in der Tagespflege bedeutet dies, dass sie im Pflegealltag Entlastung finden als auch neue Unterstützungswerkzeuge bekommen, um die Pflegequalität von Demenzerkrankten zu steigern. Im Rahmen des Verbundprojektes entstehen also Lösungen, die individuell anpassbar auf das jeweilige ambulante Pflegesetting und die tatsächlichen Aktivitäten des täglichen Lebens der Patienten und Angehörigen, bzw. auf die Tagespflegerischen Bedarfe umgesetzt werden können.

Methode

Die Realisierung des MobiAssist Systems erfolgt durch ein Kinect 2.0 basiertes Trainings- und Informationssystem am Fernseher, das cloud-basiert mit verschiedenen Endgeräten und unauffälligen Sensoren zum Aktivitätsmonitoring kommuniziert und so alle Beteiligten im Pflege-Haushalt bzgl. Patienten-Mobilisierung in den verschiedenen Phasen der Demenz unterstützt. Für das Tagespflegesetting ermöglicht das System neuartige individuelle, aber auch gruppenbasierte Maßnahmen zur Mobilisierung. Die Funktionalitäten von MobiAssist werden durch ein Informations- und Ausbildungssystem mit relevanten Inhalten abgerundet, das auch für die Konzipierung von Schulungen genutzt werden kann.
Die Entwicklung des System und ihrer Komponenten erfolgt in enger Zusammenarbeit in Living Labs. Diese Prototypen werden in kleineren Pilotstudien auf Umgang, Durchführbarkeit und Akzeptanz des Systems und der Trainingsumsetzung geprüft. Als Abschluss wird in einer Evaluationsstudie die Effektivität auf Alltagskompetenz und Pflegebelastung, die Usability und die Praxistauglichkeit im Pflegesetting untersucht. Geplant ist die Einbindung von je 15 Paare (Demente/r und pflegende Angehörige/r) in den Studienzentren Köln, Berlin und Siegen.
StatusAbschlussdatum
Laufzeit01.11.1531.10.18

ID: 1267875

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