GEK-Fitnesstest

Projekt: Finanziert durch Drittmittel

Forschungsziel

Die vorliegende Pilotstudie gliederte sich in die Arbeitsschritte (1) Entwicklung, (2) Erprobung und (3) Evaluation des GEK Fitness- und Gesundheitstests.

Methode

(1) Das Hauptziel der Entwicklungsphase bestand darin, ein Messinstrument zu entwickeln, welches möglichst viele Facetten der Gesundheit beleuchtet und valide und reliable Daten zum Gesundheits- und Fitnesszustand der Testperson liefert. Eine möglichst weit reichende (körperlich, psychisch und sozial orientierte) Definition von Gesundheit (vgl. WHO, 1948) und dem Einbezug objektiver und subjektiver Größen in die Bewertung von Gesundheit sind hierbei arbeitsleitende Prinzipien. Die einzelnen Elemente des Tests sollten schließlich in Bezug auf ihre Relevanz für die Gesundheit gewichtet und in das Smile Punkte Bonussystem der GEK integriert werden können.
(2) Ein vorrangiges Ziel der Testerprobung war es den GEK Fitness- und Gesundheitstest in unterschiedlichen Testinstitutionen einzusetzen, um den Standardisierungsgrad des Tests, also die Unabhängigkeit von äußeren Bedingungen, zu prüfen und zu gewährleisten. Das wichtigste Kriterium hierfür war die Orientierung an einem Testmanual und die vorherige Schulung von Testleitern.
(3) Schließlich hatte die Evaluationsphase zum Ziel den GEK Fitness- und Gesundheitstest (bzw. seine Anteile) auf Güte, Machbarkeit und Ökonomie und Akzeptanz zu überprüfen. Schlussfolgernd aus dieser Evaluation wurden die bei der Durchführung und Auswertung aufgedeckten Schwachstellen des GEK Fitness- und Gesundheitstests (inkl. der Schulung und des Testmanuals) durch notwendige Maßnahmen und Änderungen optimiert. Abschließend sollen Konsequenzen für eine mögliche bundesweite Ausdehnung des Testangebots abgeleitet werden, die in einer Veränderung (z.B. Vereinfachung) des Tests sowie in organisatorischen Verfahrensweisen (z.B. Ausbildung und Zertifizierung von Testzentren) liegen.

Zentrale Ergebnisse

Der GEK Fitness- und Gesundheitstest wurde als ganzheitlich (biopsychosozial) konzipiertes Messinstrument zur objektiven, validen und reliablen Erfassung wesentlicher biomedizinischer und psychosozialer Gesundheitsfaktoren entwickelt. Trotz des Anspruchs der Berücksichtigung wissenschaftlicher Prinzipien der Entwicklung und Umsetzung gesundheitlicher diagnostischer Verfahren ist ein hoher Grad an Umsetzbarkeit und Akzeptanz des Verfahrens in der Praxis ein entscheidender Punkt aller Bemühungen gewesen.
Zentrale Ergebnisse:
- Fast 2.000 GEK-Versicherte, also 5 % aller angeschriebenen Mitglieder wollten einen Termin für den Test vereinbaren - 1.754 wurden schließlich getestet. Eine genauere Analyse dieser im Vergleich mit ähnlichen Kassenmaßnahmen hohen Anmeldungsrate zeigt, dass insbesondere ältere Versicherte das Angebot des GEK-Tests in Anspruch genommen haben. Trotz der großen Streuung (Teilnehmer sind zwischen 17 und 80 Jahre alt) sind die meisten Testprobanden im Alter zwischen 50 und 60 Jahren. Auffälligkeiten hinsichtlich des Geschlechts sind geringer (etwas mehr Männer als Frauen), so dass als Fazit geschlossen werden muss, dass trotz der sehr guten Resonanz Gründe für die nicht zufriedenstellende Akzeptanz bei den jüngeren Versicherten gefunden und bei der zukünftigen Anwendung des Konzepts berücksichtigt werden müssen.
- Es melden sich mehr aktive als inaktive Versicherte für den Test an. Dieses Ergebnis kommt dem ursprünglichen Zweck des GEK-Tests, nämlich der Belohnung einer aktiven Verhaltensweise, entgegen. Trotzdem ist deutlich, dass auch viele Versicherte mit einer eher ungesunden, inaktiven Lebensweise an der Maßnahme teilnehmen, um im Sinne einer Verbesserung ihrer Lebenssituation zu profitieren.
- Der GEK-Test wird von den teilnehmenden Mitgliedern hinsichtlich der Organisation, der Aussagekraft und des subjektiv erlebten Nutzens als (sehr) positiv bewertet. Diese hohe Akzeptanz und positive Bewertung des Tests durch die Teilnehmenden bietet die entscheidende Grundlage der weiteren Durchführung und Optimierung des GEK-Tests.
- Die eingesetzten Verfahren konnten sich überwiegend als reliabel erweisen. Darüber hinaus ergaben sich Hinweise für eine angemessene Validität in Hinsicht auf die Erfassung eines ganzheitlichen (biomedizinischen, psychischen und sozialen) Gesundheitsbegriffs. Nichtsdestotrotz müssen einzelne Parameter im Sinne einer Optimierung der Aussagekraft und insbesondere der Ökonomität des GEK-Tests nachjustiert werden.
- Der GEK-Fitness- und Gesundheitstest zieht eine signifikante, teils hoch signifikante Verbesserung der Fitnesswerte und der gesundheitlichen Situation der Teilnehmer nach sich. Zwei Drittel der teilnehmenden Versicherten verbesserten zum zweiten Messzeitpunkt ihren objektiven Fitnesswert. Weiterhin ergeben sich nach dem Test vielfältige signifikante Verbesserungen der subjektiven gesundheitlichen Situation. Dies betrifft sowohl die Bereiche Wohlbefinden, Soziales Leben, die Gesundheitseinstellung als auch das Verhalten in den Lebensbereichen Bewegung, Ernährung, Alkoholverzicht und Schlaf.
StatusNicht begonnen

ID: 425735

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