Gesellschaftsnutzen und Gesellschaftsverträglichkeit formaler Organisationen (des Sports)

Projekt: Profilschwerpunkt

Forschungsziel

Organisationen sind heute stärker denn je gefordert, ihre Nützlichkeit für die Gesellschaft herauszustellen. Dies umfasst sowohl ihre positiven Beiträge für die Gesellschaft als auch die aktive Eindämmung möglicher negativer Einflüsse auf die Gesellschaft. Der Sport und seine formalen Organisationen sind hiervon in besonderer Weise betroffen, da er zum einen öffentliche Förderung erhält und auf diese angewiesen ist und zum anderen in besonderem Maße legitimieren muss, gesellschaftsverträglich sowie nutzenstiftend zu operieren. Dabei stellt ehrenamtliches und freiwilliges Engagement einen zentralen Produktionsfaktor des Sports dar und dieses ist maßgeblich mit der Motivation, „etwas Gutes zu tun“, verknüpft. Aufgrund dieser Spezifität eignet sich der Sport in besonderer Weise als Forschungsfeld, um der allgemeinen Frage nach (der Produktion von) Gesellschaftsverträglichkeit und Gesellschaftsnutzen in formalen Organisationen nachzugehen.
In diesem Profilschwerpunkt der DSHS werden regelmäßige und längsschnittliche Analysen zur Entwicklung formaler Organisationen des Sports und ihrer gesellschaftlichen Funktionen durchgeführt (Sportentwicklungsberichte), z. B. zu den Integrationspotenzialen des organisierten Vereinssports und ihren Bedingungen. In weiteren Studien werden Inklusions- und Exklusionsprozesse des Sports analysiert, insbesondere im Hinblick auf soziale Vielfalt im Sport. Des Weiteren stehen Strategien von Good Governance, Chancengleichheit und Gewaltprävention im organisierten Sport im Fokus der Studien, um Bedingungen von Gesellschaftsnutzen und -verträglichkeit formaler Sportorganisationen zu analysieren.
StatusNicht begonnen

ID: 5224120

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