MAG-Schweißer

Projekt: Finanziert durch Drittmittel

Forschungsziel

Ziel dieser Forschungsarbeit ist, die Bewegungen und Muskelaktivitäten von Schweißanfängern und erfahrenen Schweißern beim Schweißen in bestimmten Schweißpositionen aufzunehmen, zu quantifizieren und zu vergleichen. Die Daten werden hinsichtlich unterschiedlichem Bewegungsverhalten und den daraus resultierender Muskelaktivitäten analysiert. Aus den Ergebnissen der biomechanischen Beanspruchung wird ein Ausblick für die Implementierung eines Präventions-Konzepts für die Ausbildung zum Schweißer abgeleitet.

Methode

Die Bewegungsausführung wurde mit Hilfe eines Oberflächen-Elektromyographie-Systems (Noraxon U.S.A. Inc) und eines optischen Infrarot-Kamerasystems (Qualisys) an einer virtuellen Schweißstation (Lincoln Electric, VRTEX 360) untersucht. Seit mehreren Jahren kommt dem virtuellen Schweißen eine immer größere Bedeutung zu. Besonders zu Beginn der Schweißerausbildung lässt sich das „Virtual Welding“ gut in den Unterricht integrieren, um diesen so modular zu erweitern.

Zentrale Ergebnisse

Die vorliegenden Studienergebnisse, die Literaturanalyse und die praktischen Beobachtungen zeigen, dass es aufgrund der hohen körperlichen Beanspruchung beim Schweißen langfristig oft zu gesundheitlichen Einschränkungen kommen kann. Zur Erhaltung der Arbeitskraft ist es sinnvoll, die Themen „Gesundheit“ und „Bewegungsqualität“ schon in der Ausbildung mit einfließen zu lassen. So kann frühzeitig eine Sensibilität erreicht werden.
Bei der Implementierung eines Gesundheitskonzepts in die Ausbildung ist eine zielgruppenspezifische Ansprache und Umsetzung zwingend erforderlich. Es hat sich als wertvoll erwiesen, auf die Kompetenzen der Ausbilder zurückzugreifen und diese als Coaches in das Gesamtkonzept zu integrieren.
StatusAbschlussdatum
Laufzeit01.10.0901.10.11

ID: 434543

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