Motivation und Bewegungsförderung (Schulsport2020; BMBF)

Projekt: Finanziert durch Drittmittel

Forschungsziel

Bewegung und sportliche Aktivität besitzen ein entscheidendes Potenzial für die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen. Körperliche Aktivität im Schulalter wirkt sich nicht nur positiv auf die physische und psychische Gesundheit aus (Iannotti et al., 2009), sondern steht auch mit der schulischen und kognitiven Leistungsfähigkeit (Martínez-Gómez, 2011) sowie mit der späteren Aktivität im Erwachsenenalter in einem positiven Zusammenhang (Hallal et al., 2006). Kinder und Jugendliche verbringen – wie auch ihre Lehrkräfte – durch die Entwicklungen der letzten Jahre z. B. hinsichtlich der Etablierung von Ganztagsschulen in vielen Regionen Deutschlands, einen großen Teil ihres Tages in der Schule (Albert et a. 2011, S80; Hurrelmann, Andresen & Schneekloth 2013, S119). Die Schule als entwicklungsfördernde Institution hat somit die Aufgabe – aber auch die Möglichkeit – Bewegung und sportliche Aktivität zu fördern und hiermit Entwicklungsprozesse positiv zu beeinflussen.

Das Teilprojekt setzt daher an der Rolle der Sportlehrkraft mit einem dualen Ansatz an: Zum einen wird die Sportlehrkraft in ihrer Funktion im Sportunterricht auf motivationale Faktoren hin betrachtet (Fokus sind die psychosozialen Grundbedürfnisse und das Selbstvertrauen von Schüler/-innen); zum anderen sollen die Möglichkeiten der Sportlehrkraft als Koordinator/-in für Bewegungsförderung im Gesamtsystem Schule untersucht werden (Angebote hierzu können von Mitgliedern der Schulgemeinschaft oder von schulexternen Anbietern initiiert und umgesetzt werden).

Die übergreifenden Zielstellungen des vorliegenden Teilprojektes sind:

1. Die Funktion der Sportlehrkraft als „Motivator/-in im Sportunterricht“ und als „Koordinator/-in für Bewegungsförderung im System Schule“ zu erfassen,
2. ein bedarfsgerechtes Konzept zur Vermittlung der hierfür notwendigen Kompetenzen in der Sportlehrer/-innen(aus-)bildung zu entwickeln und
3. diese in das bestehende (Aus-)Bildungssystem zu implementieren.

Bei der Betrachtung der Sportlehrkraft als „Motivator/-in im Sportunterricht“ liegt ein Schwerpunkt auf der Einschätzung der Schüler/-innen über sich und ihrer Einschätzung über das Lehrer/-innenhandeln. Bei der Betrachtung der Sportlehrkraft als „Koordinator/-in für Bewegungsförderung im System Schule“ soll der Fokus auf der Ermöglichung von Bewegung außerhalb des Sportunterrichts liegen.

Methode

Die beiden Kernthemen der „Motivation“ im Schulsport und der „Koordination von Bewegungsförderung im System Schule“ werden zum Teil in gemeinsamen Erhebungen, an einzelnen Stellen jedoch durch die unterschiedlichen Bezugsgrößen getrennt, erfasst.

Mit Hilfen einer Literaturrecherche werden Konzepte der Motivation durch den Sportlehrer/die Sportlehrerin sowie zur Funktion des Sportlehrers/der Sportlehrerin bei der Koordination von Bewegungsförderung im System Schule zusammengetragen. Diese dienen als Grundlage für das weitere Vorgehen, wie z. B. die Fragebogenzusammenstellung/-entwicklung. Anschließend erfolgen Fragebogenerhebungen und Interviews.
Auf Grundlage bisheriger Forschungs- und Konzeptionsarbeiten, der Modulhandbuchanalyse und der Erhebungsergebnisse sollen im Projektverlauf bedarfsgerechte Konzepte für die Qualifizierung der Sportlehrer/-innen entwickelt werden, deren Umsetzung anschließend erprobt und evaluiert wird.
StatusLaufend
Life span01.01.1630.06.19

ID: 2982224

Beziehungsdiagramm anzeigen