Psychosozialer Stress am Arbeitsplatz: Indirekte Unternehmenssteuerung, selbstgefährdendes Verhalten und die Folgen für die Gesundheit

Projekt: Finanziert durch Drittmittel

Mitantragsteller/in

  • GKM-Institut für Gesundheitspsychologie
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Projektpartner/in

  • Barmer GEK
  • Bertelsmann Stiftung
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Forschungsziel

Nachdem zahlreiche Studien in den letzten Jahren die zunehmende Verbreitung von psychomentalen und sozio-emotionalen Belastungen im Arbeitskontext sowie deren Kosten für Unternehmen untersucht haben, stellt sich die Frage, inwieweit ergebnisorientierte (indirekte) Steuerungsformen diese Prozesse begünstigen.
Für den Gesundheitsmonitor 2015 (Barmer GEK und Bertelsmann Stiftung) wird untersucht, inwieweit 1) Merkmale indirekter Unternehmenssteuerung in Deutschland verbreitet sind, 2) diese zusammenhängen mit psychischen und physischen Beanspruchungssymptomen von abhängig Beschäftigten und 3) welche Rolle selbstgefährdendes Verhalten der Beschäftigten (z.B. überlanges Arbeiten, keine Pausen, Arbeiten bei Krankheit etc.) in diesen Prozessen spielt.

Methode

Repräsentative Befragung

Zentrale Ergebnisse

Indirekte Steuerungsformen sind bereits relativ weit verbreitet. Rund 40 Prozent der Vollzeit-Beschäftigten arbeiten unter regelmäßigen Zielvorgaben und unterliegen dynamisierten Leistungssteigerungen. Selbstgefährdendes Verhalten und Beanspruchung werden besonders durch dynamisierte Leistungsvorgaben (Zielspiralen) begünstigt und durch vergrößerte Handlungsspielräume vermindert. Selbstgefährdendes Verhalten hat außerdem einen unabhängigen Einfluss auf psychische und physische Beanspruchung. Das heißt, ergebnisorientierte Steuerungsformen beeinflussen die Beanspruchung der Beschäftigten nicht nur direkt, sondern auch indirekt über das selbstgefährdende Verhalten der Beschäftigten.
StatusNicht begonnen

ID: 636503

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