Safe Sport - Schutz von Kindern und Jugendlichen im organisierten Sport in Deutschland - Analyse von Ursachen, Präventions- und Interventionsansätzen bei sexualisierter Gewalt

Projekt: Finanziert durch Drittmittel

Forschungsziel

Der Forschungsstand zum Kinderschutz und zu sexualisierter Gewalt im Sport war in Deutschland lange Zeit defizitär. Durch einen multidisziplinären Zugang von Sportsoziologie und Geschlechterforschung (Dt. Sporthochschule Köln) sowie der Kinder- und Jugendpsychiatrie (Universitätsklinikum Ulm) wurden in dem Verbundprojekt Erkenntnisse zu Entstehungsbedingungen, Prävalenz und Formen sexualisierter Gewalt sowie deren Prävention im Sport generiert. Hierauf aufbauend wurden in enger Kooperation mit dem organisierten Sport (Deutsche Sportjugend) Handlungsempfehlungen für die unterschiedlichen Typen von Sportorganisationen formuliert (siehe Dokumente). Neben diesen transfer- bzw. praxisorientierten Veröffentlichungen entstanden aus dem Projekt zahlreiche nationale und internationale Fachpublikationen (siehe Publikationen).

Methode

Zur Erhebung der Daten wurden quantitative und qualitative Erhebungsformen kombiniert. Mit Hilfe einer Online-Befragung wurden Daten zu Erfahrungen sexualisierter Gewalt bei Kaderathlet/-innen in Deutschland generiert (n = 1.799). Darüber hinaus wurden die Mitgliedsorganisationen des DOSB/der dsj (Landessportbünde, Spitzverbände, Verbände mit besonderen Aufgaben) per Online-Fragebogen (n = 77) und mithilfe von Interviews (n = 74) zur Prävention sexualisierter Gewalt befragt. Zudem wurden Sportvereine im Rahmen des Sportentwicklungsberichts gebeten, ihre Präventionsaktivitäten in Bezug auf sexualisierte Gewalt darzulegen (n = 8.571). Eine weitere Studie hat das von der dsj entwickelte Fortbildungsmodul zur Qualifizierung von Funktionsträger/-innen bezüglich der Effekte auf die Teilnehmenden untersucht.
StatusAbschlussdatum
Laufzeit01.10.1431.12.17

ID: 425013

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