Sequenzentscheidungen im Beachvolleyball: Ein integrativer Ansatz psychologischer Forschung und Spielbeobachtung

Projekte: ProjektFinanziert durch Drittmittel

Forschungsziel

Für das Arbeitsvorhaben sind vier zentrale Ziele relevant:
1. Gibt es den Hot Hand Glauben im Beachvolleyball und worauf beruht dieser Glaube?
2. Wie konstant bzw. variabel sind die Basisraten innerhalb und zwischen Spielern?
3. Wie sensitiv nehmen am Sportler Basisraten, deren Differenzen und deren Veränderungen wahr?
4. Wann ist der Glaube an die Hot-Hand adaptiv und wann nicht?

Forschungsmethodik

Zur Klärung der Forschungsfragen werden Big Data Analysen mit realen Wettkampfdaten von den Olympischen Spielen in Tokio 2020 ausgewertet, Trainerinterviews durchgeführt und Videoexperimente mit Kaderathleten angesetzt.

Zentrale Forschungsergebnisse

Es konnte zunächst gezeigt werden, dass Athleten bei der Entscheidung, auf wen sie aufschlagen, sensibel auf gegnerische Basisraten reagieren und ihre Strategien jeweils an diese Leistungen anpassen. Unsere Daten beschreiben einen Schwellenwert, ab dem die Spieler ihre ursprünglichen Strategien ändern und die aktuellen Basisraten verwenden, um den schwächeren Spieler zu treffen und somit größere Chancen auf den Sieg zu haben (Link & Raab, 2021). In einer Interview-Studie mit deutschen Nationalmannschafts-Trainern wurde ein erster Einblick in den Glauben an die Hot Hand im Beachvolleyball geschaffen und grundsätzliche Aufschlagstrategien gesammelt, die von deutschen Athleten im nationalen und internationalen Wettbewerb genutzt werden. Die Ergebnisse bezüglich der Hot Hand und der Aufschlagstrategien variieren über die verschiedenen Trainer, was auf eine nicht eindeutige Strategie im deutschen Beachvolleyball in Bezug auf diese beiden Themen schließen lässt.

Start-Up-Finanzierung

BISP Projekt mit Förderkennzeichen 2521BI1007 und Aktenzeichen ZMV4-071007/21-23
AkronymBeachHotHand
StatusLaufend
Laufzeit01.05.2031.12.23

ID: 6549244

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