Smartphones: Fluch oder Segen des Stressmanagements. Eine Interventionsstudie zur Überprüfung der Wirksamkeit einer Anti-Stress-App auf psychologischen und physiologischen Stress

Projekt: Hochschulinterne Forschungsförderung

Forschungsziel

Der Erhalt körperlicher und geistiger Gesundheit ist zentrale Aufgabe der Sportwissenschaft mit großer gesellschaftlicher Relevanz. Der Stressreport der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin berichtet, dass das subjektive Stresserleben im letzten Jahr um erneut 43% im Vergleich zu den zwei Jahren davor zugenommen hat (Lohmann-Haislah, 2012; S.84). Die Entwicklung neuer Wege, um mit Stress im Sport, im Beruf und im Alltag umgehen zu können, ist also eine beständige Aufgabe. Seit Kurzem werden in dem Bereich der Stressintervention Smartphone Applikationen, sogenannte Apps eingesetzt, da diese die zeitliche und örtliche Flexibilität für den Anwender nicht einschränken und deutlich günstiger als bewehrte Face-to-Face Stressinterventionen sind (Boorman, 2009). Erste Ergebnisse zeigen, dass Anti-Stress-Apps eine positive Wirkung auf das subjektive Stressempfinden haben (z.B. Ly, Asplund & Andersson, 2014). Allerdings fehlen Untersuchungen, die die physiologischen Stressreaktionen integrieren, welche von besonderer Bedeutung sind, da zum einen nur so Stress multidimensional erfasst werden kann und zum anderen Stresshormone, wie zum Beispiel Cortisol, negative Folgen auf das Immunystem haben (Kropiunigg, 1993). Ziel des Projektes ist es zu überprüfen, wie wirksam Anti-Stress-Apps zur chronischen und akuten Stressreduktion, sowohl auf physiologischer (messbar durch das Stresshormon Cortisol), als auch auf psychologischer Ebene (Ermittlung durch Fragebögen) sind. Auch die Wirksamkeit dieser Apps im Vergleich mit bewehrten Face-to-Face Methoden soll untersucht werden. Dazu werden drei Gruppen (App- vs. Face-to-Face- vs. Wartekontrollgruppe) an einer 7-wöchigen Intervention teilnehmen. Der Unterschied zwischen den beiden Interventionsmethoden (App vs. Face-to-Face) liegt ausschließlich in der Art der Vermittlung der Interventionsinhalte.

Methode

Pre-post-Design mit 3 Gruppen (F2F, App, Wartekontrol).
TSST-G als Stressinduktion mit Speichelabhanme (Cortisol=Stresshormon) zur Messung der Reaktion auf aktuen Stress. Morgencortisol (direkt nach dem Aufstehen 5 Messungen) zur Messung von akutem Stress.
Vergleich von subjektiven und objektiven Stresswerten vor und und nach Stressintervention.
StatusNicht begonnen

ID: 706308

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