Soziale Konstruktion von Geschlechterverhältnissen in der Sportberichterstattung

Projekt: Finanziert durch Drittmittel

Forschungsziel

Die Sportberichterstattung in den Printmedien, im Fernsehen und in den Neuen Medien prägt das Bild des Sports in der Öffentlichkeit. Verschiedene Studien im angloamerikanischen Bereich zeigen, dass über Sportlerinnen in den Medien seltener berichtet wird und in anderer Form. Die Marginalisierung von Sportlerinnen wird – so die Befunde – von einer ‚Entsportlichung‘ im Rahmen der Berichterstattung begleitet, die das Typische am Sport, die Leistung und die Erfolge in den Hintergrund stellen. In Deutschland gibt es hierzu fast keine empirische Studien, so dass die zentrale Forschungsfrage des Projektes ist, inwiefern diese Befunde auch für die Berichterstattung in Deutschland zutreffen oder ob die Sportberichterstattung in Deutschland ein anderes Profil hat und wenn ja, warum.
Dem empirischen Vorgehen liegen Theoriekonzepte des Konstruktivismus, der Geschlechterforschung sowie der soziologischen Kommunikationsforschung zugrunde.

Methode

Für die Analyse der Printmedien wurde ein inhaltsanalytisches Instrumentarium entwickelt, das ursprünglich auf der Studie von Klein (1986) basiert und dem Forschungs- und Theoriestand entsprechend aktualisiert wurde. Auf dieser Basis sind quantifizierende Inhaltsanalysen der tagesaktuellen Sportberichterstattung in verschiedenen Printmedien (Frankfurter Rundschau, Frankfurter Allgemeine Zeitung, Die Welt, Bild) durchgeführt worden - sowohl für die Texte als auch die Bilder.
Darüber hinaus wurden Interviews mit Redakteur/-innen der Sportressorts verschiedener Tageszeitungen durchgeführt, um die sozialen Mechanismen der Reproduktion traditioneller Geschlechtsrollenbilder zu erkennen.
StatusAbschlussdatum
Laufzeit01.09.9931.03.02

ID: 1569388

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