Subjektive Theorien von Sportlehrkräften zur Inklusion – Wo stehen die Akteure in NRW?

Projekt: Hochschulinterne Forschungsförderung

Forschungsziel

Ausgelöst durch die Ratifizierung Deutschlands der UN-Behindertenrechtskonvention im Jahr 2009 und die sukzessive Umsetzung inklusiven Unterrichts an allgemeinen Schulen ist im deutschen Erziehungs- und Bildungssystem eine breite Debatte um die Umsetzung von Inklusion an Schulen entflammt. Deutlich wird in dieser Debatte, dass die Haltungen von Lehrkräften und ihre fachlich-praktische Perspektive neben zweifellos ebenfalls wichtigen strukturellen Bedingungen für eine gelingende Inklusion von besonderer Bedeutung sind. So müssen auch didaktische Vorschläge zu dem Umgang mit Heterogenität im Sportunterricht zweifellos berücksichtigen, dass Lehrkräfte Heterogenität möglicherweise nicht immer offen begegnen. Vielmehr ist davon auszugehen, dass Sportlehrkräfte vielfach, u.a. im Rahmen der beruflichen Sozialisation, subjektive Theorien verinnerlicht haben, die Diskriminierungen begünstigen. Im Sportunterricht tritt Heterogenität durch den direkten körperlichen Bezug und den unmittelbar erfahrbaren Leistungsvergleich in besonderer Weise zutage. Ein Erforschen tief sitzender Dispositionen von Sportlehrkräften in NRW, insbesondere der subjektiven Theorien, die auf einer vorreflexiven Ebene als handlungsleitend anzusehen sind, ist Inhalt des Forschungsprojektes. Anhand leitfadenorientierter Interviews und Videographie mit „stimulated Recall“ Verfahren werden subjektive Theorien von Sportlehrkräften zu zentralen Aspekten ihres Bildungsverständnisses bezogen auf Heterogenität erforscht. Im Zentrum der Analysen stehen der Umgang mit dem menschlichen Körper und Leistung bzw. Leistungsbewertung sowie der Umgang mit Herausforderungen, die aus Heterogenität resultieren.

Methode

Leitfadenorientierte Interviews, Videographie mit „stimulated Recall“ Verfahren, qualitative Inhaltsanalyse
StatusAbschlussdatum
Laufzeit01.01.1431.12.14

ID: 492126

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