AdipoR-Agonisten in der präventiven Dopingforschung: Synthese, Metabolismus und Nachweis

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Ziel dieser Arbeit war es im Rahmen der präventiven Dopingforschung Nachweismethoden für die beiden bisher bekannten AdipoR-Agonisten AdipoRon und 112254 aus verschiedenen, dopingrelevanten Matrizes zu entwickeln. Bei diesen Substanzen handelt es sich um Mimetika des Adiponektins, ein Protein, welches in Fettzellen gebildet wird. Im Körper reduziert Adiponektin, und damit auch die AdipoR-Agonisten, den Triglycerid- und Glukosegehalt in Zellen und erhöht damit die Insulinsensitivität. Dies macht diese Substanz-Klasse pharmazeutisch hinsichtlich der Behandlung von Diabetes mellitus Typ 2 interessant. Des Weiteren führt Adiponektin durch Eingriff in den AMPK-PPAR-Signalweg zu einem erhöhten Mitochondrien-Gehalt in Muskeln. Dieser sogenannte pseudo-exercise-Effekt kann von Athleten missbraucht werden um die körperliche Leistung bei geringerem Trainingsaufwand zu verbessern. Deshalb haben die AdipoR-Agonisten im Rahmen der präventiven Dopingforschung Beachtung gefunden haben. Zum Nachweis dieser Substanzen wurden sowohl in der Dopinganalytik lang etablierte als auch modernste massenspektrometrische Verfahren genutzt. Als Matrizes wurden humanes Blutplasma, Urin und Vollblut in Form von Dried Blood Spots genutzt. Während es sich bei humanem Plasma und Urin um klassische Matrizes in der Dopinganalytik handelt, ist die DBS-Analytik eine neue, einfache und vielversprechende Art der Probenahme und Analytik. Um einen umfassenden Nachweis, besonders aus Urin, zu ermöglichen, mussten zusätzlich Studien zum Metabolismus von AdipoRon und 112254 durchgeführt werden. Hierzu wurden sowohl in vitro als auch in vivo-Studien durchgeführt. Somit wurde im Rahmen der vorgelegten Dissertation ermöglicht die beiden Vertreter der neu aufkommenden Substanzklasse der AdipoR-Agonisten AdipoRon und 112254 in der Dopinganalytik aus verschiedenen, relevanten Matrizes zu detektieren. Die Validität der entwickelten Methoden wurde nach den Richtlinien der WADA geprüft. Dies ermöglicht der Dopinganalytik schon vor einer potentiellen Markteinführung Sportlern, welche zu Dopingzwecken auf neue, bislang wenig erforschte Substanzen zurückgreifen wollen, zuvorzukommen. Zusätzlich werden durch diese Arbeit sowohl Sportler geschützt, welche ohne verbotene Hilfsmittel antreten wollen, als auch die Integrität des Sports gewahrt.
OriginalspracheDeutsch
ErscheinungsortKöln
Herausgeber/inDeutsche Sporthochschule Köln
Seitenumfang126
PublikationsstatusVeröffentlicht - 23.02.2018

ID: 3251065

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