Auf den Spuren der Botenläufer der Inka : ein Laufexperiment in den südamerikanischen Anden

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Nach der Eroberung des Inkareiches durch die spanischen Konquistadoren im 16. Jahrhundert berichteten Chronisten von einem einzigartigen Nachrichtensystem, welches von den Inka in Südamerika errichtet worden war. Sie berichteten von Botenläufern, chasquis, die Nachrichten per Staffellauf über eine Strecke von bis zu 400 km am Tag transportierten. Diese Boten liefen entlang eines ausgedehnten Straßennetzes quer durch das Inkareich, welches sich entlang des Hauptkammes der südamerikanischen Anden vom Äquator bis tief ins heutige Chile und vom Pazifik bis in die Urwälder Amazoniens erstreckte. Die chasqui liefen jeweils Abschnitte von einigen Kilometern und übergaben dann ihre Nachricht oder Sendung an den nächsten bereitstehenden Läufer. Die Nachrichtenübermittlung war so schnell und effizient, dass sie entlang der Hauptverbindungen von den Spaniern bis ins 18. Jahrhundert aufrecht erhalten wurde. Das Straßen- und Botensystem der Inka war eines der effektivsten historischen Postsysteme und der Nachrichtenübermittlung in Europa im späten Mittelalter haushoch überlegen. Verf.-Referat
OriginalspracheDeutsch
ZeitschriftForschung Innovation Technologie : das F.I.T.-Wissenschaftsmagazin der Deutschen Sporthochschule Köln
Jahrgang13
Seiten (von - bis)4-11
Seitenumfang8
ISSN1434-7776
PublikationsstatusVeröffentlicht - 2008

ID: 188906

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