Auswirkungen einer Ernährungsumstellung während Schwangerschaft und Stillzeit auf die Nachkommen übergewichtiger Mütter.

Publikationen: Beitrag in Buch/Bericht/KonferenzbandKonferenzbeitrag - Abstract in KonferenzbandForschungBegutachtung

AutorInnen

  • Ruth Koschewski
  • Inga Bae-Gartz
  • C. Vohlen
  • Jörg Dötsch
  • Nina Ferrari
  • Christine Graf
  • Eva Rother

Forschungseinrichtungen

Details

Die Zahl übergewichtiger Kinder hat in den letzten Jahren weltweit dramatisch zugenommen. Ein
Haupt-Risikofaktor für kindliches Übergewicht ist das Übergewicht der Mutter während der Schwangerschaft.
Die Nachkommen übergewichtiger Mütter sind oft überdurchschnittlich groß, weisen ein erhöhtes
Maß an Körperfett auf und haben ein gesteigertes Risiko im späteren Leben ebenfalls übergewichtig
zu werden und am metabolischen Syndrom zu erkranken. Es ist deshalb von großem Interesse, gezielte
und effektive Gegenmaßnahmen zu entwickeln, um damit das Risiko für ein metabolisches Syndrom in
den Nachkommen zu verringern. Um die Auswirkungen einer Nahrungsumstellung zu erfassen, wurde
bei übergewichtigen Mäusen mit Beginn der Schwangerschaft und für die Dauer der Stillzeit die zuvor
gefütterte fettreiche Kost durch eine ausgewogene Mischkost ersetzt. Obwohl die Nachkommen dieser
Interventionsgruppe ein höheres Geburtsgewicht aufwiesen als die der HFD-Gruppe, nahmen sie im
Verlauf der Stillzeit deutlich weniger an Körpergewicht zu (19% weniger als die HFD-Gruppe (p<0,001)
am postnatalen Tag (P) 21). Auch die epigonadalen Fettdepots waren an P21 bei Interventionstieren
deutlich reduziert (73% weniger, verglichen mit der HFD-Gruppe (p<0,001)). Glukosetoleranz-Tests an
P21 ergaben zudem eine leichte Verbesserung in der Glukoseverwertung. Diese Ergebnisse zeigen eindrucksvoll,
dass eine einfache Nahrungsumstellung der Mutter deutlich sichtbare Auswirkungen auf das
Körpergewicht und die Körperfettmasse hat. Eine detaillierte metabolische Charakterisierung der Nachkommen
bis ins Erwachsenenalter und die Auswertung der entnommenen Gewebe- und Blutproben
sind weiterhin notwendig, um die zugrunde liegenden Mechanismen zu entschlüsseln. Die gewonnenen
Ergebnisse werden zeigen, ob diese Art der Intervention zu einer signifikanten Risikoreduktion in den
Nachkommen im Hinblick auf Übergewicht und den damit assoziierten Folgeerkrankungen führt.
OriginalspracheDeutsch
Titel13. Jahrestagung der Gesellschaft für Pädiatrische Sportmedizin : Abstracts
Seitenumfang1
Band64
Herausgeber/inDeutsche Zeitschrift für Sportmedizin
Erscheinungsdatum2013
Auflage5
Seiten141-146
PublikationsstatusVeröffentlicht - 2013
VeranstaltungJahrestagung der Gesellschaft für Pädiatrische Sportmedizin - Köln, Deutschland
Dauer: 08.03.201309.03.2013
Konferenznummer: 13

ID: 278389

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