Das Fitts’sche Gesetz in der Partnerinteraktion: Emergente Koordinationsmuster und systematische Interaktionseffekte beim Lösen kooperativer Aufgaben

Publikationen: Buch/BerichtDissertationsschriftForschung

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Die vorliegende Arbeit untersucht die Hypothese, dass sich die Koordinationsmuster zweier Partner beim Lösen kooperativer Aufgaben über das Fittssche Gesetz (Fitts, 1954) abbilden lassen. Dazu wurde in drei Experimentalreihen die Komplexität der Aufgaben sukzessive erhöht. Versuchspaare führten gemeinsam eine einfache Objektmanipulation (Scheiben-transferaufgabe; Experimente 1-3), eine Objektmanipulation mittlerer Komplexität (Wurfauf-gabe; Experimente 4-6) und eine komplexe sportspielspezifische Fertigkeit (Basketballpass-aufgabe; Experimente 7-9) aus. Die experimentellen Randbedingungen der Aufgaben wurden so manipuliert, dass deren Anforderungen über eine Spanne unterschiedlicher Schwie-rigkeitsindizes variierten. Die Ergebnisse zeigen hypothesenkonform, dass die Koordinati-onsmuster der Partner sowohl beim wechselseitigen Transfer von Scheiben, beim wechsel-seitigen Werfen von Bällen als auch bei der isolierten Betrachtung der drei Raumdimensionen „Breite“, „Höhe“ und „Tiefe“ beim Passen eines Basketballs durch die experimentellen Randbedingungen bestimmt werden und sich quantitativ über das Fittssche Gesetz abbilden lassen: Mit steigenden Aufgabenanforderungen gingen längere Bewegungszeiten und mehr Bewegungsfehler einher. Weiterhin fanden sich emergente Interaktionsmuster zwischen den Partnern, die sich in längeren Bewegungszeiten (d.h. Interaktionskosten) in Paarbedingungen im Vergleich zu Einzelbedingungen äußerten. Bei der Ausführung Handlungen unter-schiedlicher Schwierigkeit ließen sich insofern gerichtete Interaktionseffekte nachweisen, als dass sich der Partner mit der leichteren Aufgabe an die Anforderungen des Partners mit der schwereren Aufgabe anpasste.
OriginalspracheDeutsch
Herausgeber/inUniversitätsverlag
Seitenumfang237
PublikationsstatusVeröffentlicht - 01.07.2014

ID: 530187

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