Die Entwicklung von Leistung und Erfolg im Wettkampfsport der Medialen Moderne: Ein Vergleich mit den Prinzipien der Ökonomie

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Die Entwicklung von Leistung und Erfolg im Wettkampfsport der Medialen Moderne – Ein Vergleich mit den Prinzipien der Ökonomie
Die Einflussnahme externer Interessen auf den (post-)modernen Wettkampfsport wächst. Zugleich ist die Akzeptanz unfairer Verhaltensweisen zu beobachten. Stehen diese Entwicklungen für einen Wandel dessen, was als der Witz sportlichen Handelns in der Moderne gilt? Hat sich also der Maßstab gewandelt, anhand dessen unfaire Verhaltensweisen zu beurteilen sind und wie wäre ein solcher Wandel in gesellschaftlicher und sportlicher Hinsicht einzuordnen?
Die mögliche Tendenz einer Entwicklung des Wettkampfsports weg von einem Leistungs- hin zu einem Erfolgsprinzip wird vor dem gesellschaftstheoretischen Hintergrund Mediale Moderne analysiert. Mit der Entwicklung der Theorie indirekter Strukturanalogien wird die besondere Bedeutung des Verhältnisses zwischen Leistung, Erfolg und Fairness im Sport in Bezug auf die Gesamtgesamtgesellschaft verdeutlicht und zum anderen dieses (besondere) Verhältnis im Sport in Beziehung zu dem Verhältnis der Trias in der Ökonomie gesetzt. Anhand der Liberalisierung der Amateurbestimmungen in der Olympischen Charta wird aufgezeigt, dass sich im Wettkampfsport der Medialen Moderne – in indirekter Analogie zur Ökonomie – der Status der Fairness erheblich gewandelt hat. Anstelle des konstitutiv an die Fairness gebundenen Leistungsprinzips tritt die Fokussierung des ergebnisbasierten Erfolgsprinzips. Infolge der Unterstützung des Erfolgsprinzips als maßgebliches Motiv der Olympischen Idee speist sich Unfairness im Wettkampfsport nicht länger primär aus einer übertriebenen Fokussierung des Erfolges, sondern besteht in der Verletzung einzelner Regeln, die dann moralisch verurteilt wird (bzw. werden kann).
Competitive Sports in Medial Modernity – The Development of Endeavour and Success, Compared to Principles of Economy
(Post-)Modern competitive sports are increasingly influenced by external interests. At the same time, various types of unfair behaviour seem more and more acceptable to many. Do these developments represent a change in the meaning of modern sports? That is, have the standards changed according to which we judge (un-)fairness, and if so, how could we interpret such a change as far as society and sports as a whole are concerned?
I analyse the development of competitive sports as moving away from a principle of endeavour and towards a principle of success, using the social theory of Medial Modernity as a background. By means of indirect structural analogies, I first explain the particular social importance of the relation between endeavour, success, and fairness in sports, and secondly compare it to the respective relation in economy. The liberalization of the Olympic Charter’s amateur paragraphs shows that fairness in competitive sports in Medial Modernity has assumed – indirectly analogous to economy – an altogether different meaning. A principle of success, focused on results, replaces the principle of endeavour, essentially linked to fairness. As success has been adopted as an essential principle of Olympism, unfairness in competitive sports does no longer spring from an exaggerated focus on success as its primary cause; rather, unfairness is understood as a violation of single rules that may be liable to moral condemnation.
OriginalspracheDeutsch
ErscheinungsortBerlin
Herausgeber/inLehmanns Media
Seitenumfang223
ISBN (Print)9783865418029
PublikationsstatusVeröffentlicht - 2016

Publikationsreihe

NameReflexive Sportwissenschaft
Band4

Bibliographische Notiz

zugl. Dissertation der Deutschen Sporthochschule Köln, 2015.

ID: 1686137

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