Effekte einer interdisziplinären Intervention auf den BMI-SDS sowie die Ausdauerleistungsfähigkeit adipöser Kinder – das CHILT III-Projekt

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Die Prävalenz von Übergewicht und Adipositas steigt bereits im Kindesalter
an. Zur Therapie von Adipositas in dieser Altersgruppe dienen
interdisziplinäre Programme, bestehend aus Bewegung, Ernährungsschulung
sowie psychologischer Verhaltenstherapie und medizinischer
Betreuung wie das CHILT III-Projekt (Children’s Health InterventionaL
Trial) der Deutschen Sporthochschule Köln, das von September 2003 bis
Juli 2004 durchgeführt wurde. Zur Eingangs- (T1) und Abschlussuntersuchung
(T2) wurden die anthropometrischen Daten der Kinder erfasst,
der BMI und BMI-SDS berechnet. Spiroergometrisch wurden die maximal
erreichte Wattleistung sowie die maximale Sauerstoffaufnahme erfasst.
23 Kinder (IK) nahmen teil, 10 weitere dienten als Kontrollkinder
(KK). Die Interventionskinder waren zu Beginn der Studie 12,0 ± 2,2 J.
alt, 1,58 ± 0,1 m groß, 73,2 ± 16,7 kg schwer. Der BMI betrug 29,2 ± 3,9
kg/m2, der BMI-SDS 2,4 ± 0,4. Die Kontrollkinder unterschieden sich
nicht von den Interventionskindern.
Nach etwa 11 Monaten Intervention nahm der alters- und geschlechtskorrigierte
BMI-SDS bei den IK 0,19 ± 0,27 ab, bei den KK 0,05 ± 0,13
zu (Gruppenunterschied p=0,023). Die absolute und relative Leistung der
IK in Watt bzw. VO2max nahm jeweils signifikant zu, adjustiert nach Alter
und Geschlecht (je p=<0,05).
Ein interdisziplinäres Interventionsprogramm für adipöse Kinder kann
die Ausdauerleistungsfähigkeit gegenüber Kontrollkindern verbessern.
Der langfristige Effekt wird weiter überprüft.
OriginalspracheDeutsch
ZeitschriftDeutsche Zeitschrift für Sportmedizin
Heft10
Seiten (von - bis)353-357
Seitenumfang5
ISSN0344-5925
PublikationsstatusVeröffentlicht - 2005

ID: 244198

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