Interessenvertretung im Sport zwischen Kooperation und Konflikt -das Verhältnis von Staat und Sport in Deutschland und Frankreich

Publikationen: Buch/BerichtDissertationsschrift

AutorInnen

Forschungseinrichtungen

Details

„Interessensvertretung im Sport zwischen Kooperation und Konflikt – das Verhältnis von Staat und Sport in Deutschland und Frankreich“ Die Vertretung von gesellschaftlichen Interessen kann zwischen den staatlichen Institutionen und den selbstorganisierten Sportverbänden in der Form von Zusammenarbeit oder stärker als Auseinandersetzung durchgeführt werden. Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich u.a. mit den Fragen:  Wie und wann sind die Strategien und Strukturen des Zusammenspiels zwischen Staat und Sport in den untersuchten Ländern entstanden?  Wie laufen die Abstimmungsprozesse heute ab?  Wie lassen sich die beiden Systeme vergleichen? Um sich dieser Fragestellung anzunähern wird auf Basis der Theorien der Interessensvermittlung – Pluralismus und Neo‐Korporatismus – eine Vergleichsmethodik entwickelt. In Anlehnung an die Ausführungen von Schmitter (1974), Czada (1994) und Siaroff (1999), werden Indikatoren abgeleitet mit denen eine Gegenüberstellung vorgenommen wird. Neben der Abstimmung auf nationaler Ebene wird mit dem deutschen Bundesland Nordrhein‐ Westfalen und der französischen Region Nord‐Pas‐de‐Calais auch die regionale Ebene in die Untersuchung mit einbezogen, da insbesondere in Deutschland die Kompetenzzuordnung für den Sport weitgehend auf Länderebene liegt. Ausgehend von den geschichtlichen Entwicklungen der Sportpolitik in Deutschland und Frankreich untersucht und vergleicht die Arbeit zunächst mit den Satzungen der betreffenden Verbände sowie Gesetzen und Zielvereinbarungen die rechtlichen Rahmenbedingungen. Nach einer schematischen Gegenüberstellung der Strukturen, die die Vorarbeiten von Miège (1993) und Tokarski et al. (2001) weiterführt und aktualisiert sowie einer näheren Betrachtung der institutionellen Akteure werden formelle und informelle Entscheidungsfindung und Konfliktbearbeitung anhand umfangreicher qualitativer Interviewergebnisse vorgestellt und verglichen. Im Rahmen der Interviews wurden je 5 hochrangige Experten aus Deutschland und Frankreich befragt. Anschließend wird eine ausführliche Diskussion der Untersuchungsergebnisse durchgeführt, die eine Differenzierung der beiden Systeme anhand der gewählten Indikatoren vornimmt. Zum Abschluss wird ein Überblick der wesentlichen Erkenntnisse und der Anschlussmöglichkeiten der Arbeit gegeben. Czada, Roland (1994): Konjunkturen des Korporatismus. Zur Geschichte eines Paradigmenwechsels in der Verbändeforschung. In: Politische Vierteljahresschrift 35 (25/1994), S. 37–64. Miège, Colin (1993): Les institutions sportives. Paris: Presses universitaires de France (Que sais‐je ?, 2729). Schmitter, Philippe C. (1974): Still the Century of Corporatism? In: Review of Politics 36 (1), S. 85–132. Siaroff, Alan (1999): Corporatism in 24 industrial democracies: Meaning and meas‐urement. In: European Journal of Political Research 36 (2), S. 175–205. Tokarski, Walter; Steinbach, Dirk (2001): Spuren ‐ Sportpolitik und Sportstrukturen in der Europäischen Union. Aachen [u.a.]: Meyer & Meyer (Edition Sport & Freizeit, 6).
OriginalspracheDeutsch
ErscheinungsortKöln
Herausgeber/inDeutsche Sporthochschule Köln
Seitenumfang234
PublikationsstatusVeröffentlicht - 2016

Bibliographische Notiz

Tag der mündlichen Prüfung: 11.05.2017

Anmerkung

1 Band Anhang zur Dissertation (217 Seiten)

ID: 3033176

Beziehungsdiagramm anzeigen