Kann körperliche Aktivität durch eine Verbesserung des Selbstwertes aggressive Gefühle reduzieren? Ein Quasi-Experiment zur Untersuchung des Einflusses verschiedener sozialer Aufgabenbedingungen

Publikationen: Beitrag in FachzeitschriftZeitschriftenaufsätzeTransferBegutachtung

Standard

Harvard

APA

Vancouver

Bibtex

@article{66be490ca57d4130bc6a04a1e45fb415,
title = "Kann k{\"o}rperliche Aktivit{\"a}t durch eine Verbesserung des Selbstwertes aggressive Gef{\"u}hle reduzieren?: Ein Quasi-Experiment zur Untersuchung des Einflusses verschiedener sozialer Aufgabenbedingungen",
abstract = "Studien zeigen, dass k{\"o}rperliche Aktivit{\"a}t eine Methode sein kann, um Stimmungslagen zu beeinflussen. Unklar ist jedoch, welche Form von k{\"o}rperlicher Aktivit{\"a}t tats{\"a}chlich effektiv ist und {\"u}ber welchen Mechanismus dieser Effekt erkl{\"a}rt werden kann. Das Ziel der vorliegenden Untersuchung war zu untersuchen, inwiefern verschiedene soziale Aufgabenbedingungen bei k{\"o}rperlicher Aktivit{\"a}t (kooperative Aufgabe, kompetitive Aufgabe, individuelle Aufgabe) unterschiedlich auf den Selbstwert eines Individuums wirken und infolgedessen aggressive Gef{\"u}hle ver{\"a}ndern. Vermutet wurde, dass kooperative Aktivit{\"a}ten durch eine Steigerung des Selbstwertes aggressive Gef{\"u}hle verringern und kompetitive Aktivit{\"a}ten durch eine Verringerung des Selbstwertes aggressive Gef{\"u}hle erh{\"o}hen. Die Hypothese wurde in einem quasi-experimentellen Design im Feldsetting an 133 Teilnehmenden gepr{\"u}ft. Die Ergebnisse zeigen, dass kooperative Aufgaben im Gegensatz zu kompetitiven und individuellen Aufgaben die selbst eingesch{\"a}tzte Beliebtheit (als einen Aspekt des Selbstwertes) st{\"a}rken und aggressive Gef{\"u}hle reduzieren. Zuk{\"u}nftige Studien sollten dieses Ergebnis experimentell und an spezifischen Personengruppen replizieren. F{\"u}r die Praxis wird empfohlen, (ggf. nach einer zuvor erfolgten Diagnostik der Stimmungslage) kooperative Aufgaben durchzuf{\"u}hren, wenn die sportliche Aktivit{\"a}t auf eine Reduktion von aggressiven Gef{\"u}hlen abzielen soll.",
author = "Chlo{\'e} Chermette and Fabian Pels",
year = "2020",
month = aug,
doi = "10.1055/a-1181-2150",
language = "Deutsch",
volume = "36",
pages = "154--159",
journal = "Bewegungstherapie und Gesundheitssport",
issn = "1613-0863",
publisher = "Haug Verlag",
number = "4",

}

RIS

TY - JOUR

T1 - Kann körperliche Aktivität durch eine Verbesserung des Selbstwertes aggressive Gefühle reduzieren?

T2 - Ein Quasi-Experiment zur Untersuchung des Einflusses verschiedener sozialer Aufgabenbedingungen

AU - Chermette, Chloé

AU - Pels, Fabian

PY - 2020/8

Y1 - 2020/8

N2 - Studien zeigen, dass körperliche Aktivität eine Methode sein kann, um Stimmungslagen zu beeinflussen. Unklar ist jedoch, welche Form von körperlicher Aktivität tatsächlich effektiv ist und über welchen Mechanismus dieser Effekt erklärt werden kann. Das Ziel der vorliegenden Untersuchung war zu untersuchen, inwiefern verschiedene soziale Aufgabenbedingungen bei körperlicher Aktivität (kooperative Aufgabe, kompetitive Aufgabe, individuelle Aufgabe) unterschiedlich auf den Selbstwert eines Individuums wirken und infolgedessen aggressive Gefühle verändern. Vermutet wurde, dass kooperative Aktivitäten durch eine Steigerung des Selbstwertes aggressive Gefühle verringern und kompetitive Aktivitäten durch eine Verringerung des Selbstwertes aggressive Gefühle erhöhen. Die Hypothese wurde in einem quasi-experimentellen Design im Feldsetting an 133 Teilnehmenden geprüft. Die Ergebnisse zeigen, dass kooperative Aufgaben im Gegensatz zu kompetitiven und individuellen Aufgaben die selbst eingeschätzte Beliebtheit (als einen Aspekt des Selbstwertes) stärken und aggressive Gefühle reduzieren. Zukünftige Studien sollten dieses Ergebnis experimentell und an spezifischen Personengruppen replizieren. Für die Praxis wird empfohlen, (ggf. nach einer zuvor erfolgten Diagnostik der Stimmungslage) kooperative Aufgaben durchzuführen, wenn die sportliche Aktivität auf eine Reduktion von aggressiven Gefühlen abzielen soll.

AB - Studien zeigen, dass körperliche Aktivität eine Methode sein kann, um Stimmungslagen zu beeinflussen. Unklar ist jedoch, welche Form von körperlicher Aktivität tatsächlich effektiv ist und über welchen Mechanismus dieser Effekt erklärt werden kann. Das Ziel der vorliegenden Untersuchung war zu untersuchen, inwiefern verschiedene soziale Aufgabenbedingungen bei körperlicher Aktivität (kooperative Aufgabe, kompetitive Aufgabe, individuelle Aufgabe) unterschiedlich auf den Selbstwert eines Individuums wirken und infolgedessen aggressive Gefühle verändern. Vermutet wurde, dass kooperative Aktivitäten durch eine Steigerung des Selbstwertes aggressive Gefühle verringern und kompetitive Aktivitäten durch eine Verringerung des Selbstwertes aggressive Gefühle erhöhen. Die Hypothese wurde in einem quasi-experimentellen Design im Feldsetting an 133 Teilnehmenden geprüft. Die Ergebnisse zeigen, dass kooperative Aufgaben im Gegensatz zu kompetitiven und individuellen Aufgaben die selbst eingeschätzte Beliebtheit (als einen Aspekt des Selbstwertes) stärken und aggressive Gefühle reduzieren. Zukünftige Studien sollten dieses Ergebnis experimentell und an spezifischen Personengruppen replizieren. Für die Praxis wird empfohlen, (ggf. nach einer zuvor erfolgten Diagnostik der Stimmungslage) kooperative Aufgaben durchzuführen, wenn die sportliche Aktivität auf eine Reduktion von aggressiven Gefühlen abzielen soll.

UR - https://www.mendeley.com/catalogue/81fabca5-43bb-3dcb-b360-7c1502a82449/

U2 - 10.1055/a-1181-2150

DO - 10.1055/a-1181-2150

M3 - Zeitschriftenaufsätze

VL - 36

SP - 154

EP - 159

JO - Bewegungstherapie und Gesundheitssport

JF - Bewegungstherapie und Gesundheitssport

SN - 1613-0863

IS - 4

ER -

ID: 5442679