Kein Heimvorteil in der 1.Tischtennisbundesliga der Herren

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Wenn die gastgebende Mannschaft mehr als die Hälfte ihrer Spiele unter heimischen Bedingungen gewinnt, dann spricht man von einem Heimvorteil. Für Mannschaftssportarten ist dieser Vorteil in zahlreichen Untersuchungen bereits gut belegt worden. Die vorliegende Studie widmet sich deshalb der Untersuchung des Heimvorteils im Individualsport am Beispiel der Sportart Tischtennis. Dafür wurden alle Spiele der 1. Tischtennisbundesliga der Männer (n = 406) der Saisons 2008/2009 bis 2012/2013 ausgewertet. Es ergab sich ein Heimvorteil von 51,48 %. Als differenziertes Maß des Spielausgangs (Bestof-
five-Modus) wurden die Einzelspiele betrachtet, von denen Heimmannschaften im Mittel mehr gewannen (2,01 pro Begegnung) als die Auswärtsmannschaften 1,95 pro Begegnung). Beide Ergebnisse waren statistisch nicht signifikant. Es konnte jedoch ein signifikanter Zusammenhang zwischen der Größe des Heimvorteils und der Zuschauerzahl nachgewiesen werden sowie ein regelbedingter Vorteil der Heimmannschaft im Auftaktspiel, während sich die Reisedistanzen der Auswärtsmannschaften nicht auf den Heimvorteil auswirkten. Danach ist der Heimvorteil im Individualsport weniger stark ausgeprägt als im Mannschaftssport. Die Leistung der Spieler wird allerdings durch die soziale Unterstützung heimischer Zuschauer und spezieller Spiel- und Wettkampfregeln positiv beeinflusst.
OriginalspracheDeutsch
ZeitschriftSportwissenschaft (Schorndorf)
Jahrgang44
Heft2
Seiten (von - bis)71-77
Seitenumfang7
ISSN0342-2380
DOIs
PublikationsstatusVeröffentlicht - 01.06.2014

ID: 530123

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