Sportpsychologische Betreuung der Nationalmannschaft im Paracycling im Vorfeld der Paralympics 2016

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Von März bis September 2016 fand erstmals eine systematische sportpsychologische Maßnahme für das Topteam im Paracycling statt (finanziert durch das BISp). Hauptziel des Pro-jekts war eine sportpsychologische Unterstützung der 13 AthletInnen sowie des Betreuerteams zur Vorbereitung auf die Paralympics 2016 in Rio de Janeiro. Neben einer umfassendenOnline-Diagnostik (AMS, VKS, SOQ, WAI-T, PCQ; 62 % Rücklaufquote) mit schriftlicher detaillierter Rückmeldung, fanden im Mai Wettkampfbeobachtungen auf einem World-Cup statt. Dieser Wettkampf diente zusätzlich dem persönlichen Kennenlernen zwischen dem Topteamund den Sportpsychologinnen. Des Weiteren wurde, angelehnt an das SWISS Olympic Konzept (Wetzel, 2015), ein Vier-Stufenprogramm zur Wettkampfvorbereitung konzipiert. Einmaldie Woche wurde ein Fragenblock zu den Themen Erholungsmanagement, unkontrollierbareFaktoren, Wettkampfantizipation I und Wettkampfantizipation II per Mail zur Beantwortung verschickt. Zusätzlich fanden im Rahmen des Trainingslagers in St. Moritz, wo die Sportpsychologinnen eine Woche vor Ort waren, Einzelgespräche mit den AthletInnen sowie mit dem Betreuerteam statt. Dabei wurden unter anderem die Antworten zu den Fragenblöcken besprochen. Zudem wurden unterschiedliche Entspannungstrainings vor dem Hintergrund der verschiedenen Klassifizierungen durchgeführt und eine Gesprächsrunde zum Thema „Umgangmit Nervosität“ angeboten. Im Anschluss der Paralympics, die für das Team als sehr erfolg-reich zu bewerten sind, fand ein Debriefing statt (Kellmann, 2004). Die AthletInnen sowie dasBetreuerteam wurden gebeten, u. a. ihre Ziele und die Vorbereitungszeit vor den Paralympicszu reflektieren. Ferner wurde um ein Feedback zum Projekt gebeten. Insgesamt wurde diesesProjekt von den Befragten als erfolgreich angesehen. Hervorgehoben wurden die durchgeführten Maßnahmen sowie die Freiwilligkeit zur Teilnahme. Die Mehrheit der Befragten ist füreine Fortsetzung des Projekts und sieht den Sinn in einer weiteren Betreuungsarbeit insbesondere für AnwärterInnen des Topteams. Ferner sollten teamspezifische Fragestellungen bearbeitet werden und die Beratungsarbeit hinsichtlich des Betreuungsteams intensiviert werden,da hier hohe Stressbelastungen bei geringer Wertschätzung des Ehrenamtes festzustellensind. Im Rahmen der Posterpräsentation sollen zum einen das Vorgehen im Projekt vorgestelltwerden, zum anderen sollen aber auch die Besonderheiten der sportpsychologischen Tätigkeitim Behinderten-Leistungssport genannt sowie die wahrgenommenen vereinzelten Widerstände von Seiten der AthletInnen thematisiert werden.

OriginalspracheDeutsch
TitelGelingende Entwicklung im Lebenslauf : Abstractband der 49. Jahrestagung der Arbeitsgemeinschaft für Sportpsychologie (asp) vom 25. bis 27. Mai 2017 in Bern
Redakteure/-innenC. Zuber, J. Schmid, M. Schmidt, M. Wegner, A. Conzelmann
Seitenumfang2
Herausgeber/inUniversität Bern, Bern Open Publishing
Erscheinungsdatum2017
Seiten109-110
ISBN (elektronisch)978-3-906813-42-4
DOIs
PublikationsstatusVeröffentlicht - 2017
VeranstaltungJahrestagung der asp - Bern, Schweiz
Dauer: 25.05.201727.05.2017
Konferenznummer: 49

ID: 3006438

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