Sportvereine in Thüringen

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Die Sportvereine in Thüringen leisten einen erheblichen Beitrag zum Gemeinwohl Ohne sie wäre eine adäquate Sportversorgung der Bevölkerung kaum denkbar. Darüber hinaus sind ca. 17.000 Personen mit Migrationshintergrund in Thüringen in den organisierten Sport integriert. Zudem bieten 28,2 Prozent der thüringischen Sportvereine Programme mit expliziten Zielsetzungen der Gesundheitsförderung, Prävention und Rehabilitation an und leisten somit einen essentiellen Beitrag zur Gesundheitsversorgung der Bevölkerung. Deutlich mehr Sportvereine in Thüringen als noch vor zwei Jahren kooperieren mit anderen Akteuren des Gemeinwohls. Mit 300 eigenen Turn- und Sporthallen sowie 400 eigenen Sportplätzen entlasten die Vereine die Kommunen und das Land in der Bereitstellung von Sportanlagen - und dies mit steigender Tendenz. Die Sportvereine in Thüringen haben größere Probleme bei der Gewinnung von ehrenamtlichen Mitarbeitern als noch vor zwei Jahren. Dennoch stellen sie nach wie vor den quantitativ bedeutsamsten Träger bürgerschaftlichen Engagements in Thüringen dar. Die arbeitsmarktpolitische Bedeutung der Sportvereine wird auch daran ersichtlich, dass 12,1 Prozent der Vereine in Thüringen bezahlte Mitarbeiter beschäftigen und ca. 1 Prozent der Vereine über bezahlte Führungskräfte verfügt. Dabei weist die Anzahl an Arbeitsplätzen im Vereinsmanagement sowie an Ausbildungsplätzen eine steigende Tendenz auf. Die Sportvereine haben zudem maßgeblich zur Repräsentation Thüringens im Ausland beigetragen. 700 thüringische Sportvereine haben regelmäßig internationale Kontakte. In der Tendenz können immer weniger Sportvereine in Thüringen kommunale Sportanlagen ohne sonstige Gegenleistungen nutzen. Neue Herausforderungen für das Finanzmanagement in den thüringischen Sportvereinen schaffen tendenziell steigende Kosten für Trainer, Übungsleiter und Sportlehrer sowie Versicherungen. Auffallend ist ebenfalls, dass nur ein Teil der Vereine von direkten öffentlichen Subventionen profitiert und auch weitere Finanzierungsmöglichkeiten häufig unerschlossen bleiben. Aus Sicht der thüringischen Sportvereine sind die Unterstützungsleistungen auf den Feldern finanzielle Unterstützung der Vereinsarbeit generell, bei Bau/Modernisierung von Sportstätten und beim Erwerb von Sportgeräten, Hilfen im Bereich Förderung ehrenamtlicher Mitarbeit und Talentsuche/-förderung, Information und Beratung in Sachen Mitgliederbindung und -gewinnung, Marketing/Sponsoring/Öffentlichkeitsarbeit und Sportstättenbau und -management sowie die Organisationsleiter- und Vereinsmanagerzuschüsse zu optimieren. Zusammenfassung (gekürzt)
OriginalspracheDeutsch
TitelSportentwicklungsbericht 2007/2008. Analyse zur Situation der Sportvereine in Deutschland
Redakteure/-innenC. Breuer
Seitenumfang26
ErscheinungsortKöln
Herausgeber/inSportverlag Strauß
Erscheinungsdatum2009
Seiten606-631
PublikationsstatusVeröffentlicht - 2009

ID: 54876

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