The relationship of cognitive functions with physical skills, game intelligence, game time and its training in elite soccer players

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Bei der Untersuchung von Hochleistungs-Umfelder wird analysiert, welche Eigenschaften die
Besten zu den Besten machen. Eines dieser Umfelder ist der Spitzensport, der eine der
größten Herausforderungen für das menschliche Gehirn darstellt, da er eine Reihe von
vielschichtigen Aspekten wie die Informationsverarbeitung der kognitiven Funktionen
erfordert. In dieser Thesis wurde der Zusammenhang zwischen diesen kognitiven Funktionen
und der Leistungsfähigkeit im Spitzensport und insbesondere im Fußball in einer Meta-
Analyse mit 18 unabhängigen Effektgrößen auf der Basis von 1410 Athleten und vier
Folgestudien mit insgesamt 388 Elite-Fußballern untersucht. Das Bestreben der vorliegenden
Arbeit wurde operationalisiert und in die fünf Domänen Kognition-Expertise, Kognition-
Motorik, Kognition-Kognition, Kognition-Erfolg und Kognition-Training eingeteilt. In
Übereinstimmung mit früheren Studien, aber auch als neuartige Erweiterung dieser Studien,
wurden mehrere wichtige Zusammenhänge zwischen den Bereichen deutlich. Die Analyse der
Kognitionsexpertise zeigte eine kleine bis mittlere Überlegenheit von Elite- und
Expertensportlern im Vergleich zu Nicht-Elite- und Nicht-Expertensportlern mit deutlichen
Einflüssen der Definition Elite versus Experte. Diese allgemeine kognitive Überlegenheit
wurde in den anderen kognitiven Bereichen weiter analysiert, wobei Fußball als Beispiel für
eine Elite-Mannschaftssportart untersucht wurde, in der bedeutsame, aber spezifische
Beziehungen zwischen bestimmten kognitiven Funktionen und motorischen Fähigkeiten
herausgestellt wurden. Insbesondere der kognitiv-motorische Bereich zeigt, dass das
Arbeitsgedächtnis die konsistenteste Verbindung zum maximalen anaeroben Parameter des
Sprints und zu fußballspezifischen Aktivitäten mit dem Ball (z. B. Dribbeln) mit kleinen bis
großen Effektstärken aufweist. In ähnlicher Weise steht die kognitive Flexibilität im kleinen
bis moderaten Zusammenhang mit den maximalen anaeroben Parametern der Sprint- und
Sprungleistung, und zwar in allen untersuchten Altersgruppen (12-34 Jahre). Diese
Assoziationen zwischen Kognition und Motorik werden von Beziehungen zwischen Kognition
(objektiv) und Kognition (subjektiv) erweitert, wie die kleine bis moderate Beziehung zwischen
Arbeitsgedächtnis, kognitiver Flexibilität und von Trainern bewerteter Spielintelligenz,
ebenfalls in allen untersuchten Altersgruppen zeigt. Darüber hinaus zeigte die Kognitions-
Erfolgs-Analyse kleine bis große Zusammenhänge zwischen allen exekutiven Funktionen mit
Ausnahme der Inhibition und der Spielzeit sowie den körperlichen Fähigkeiten Sprint und
wiederholte intensive Belastungsfähigkeit. Im Gegensatz dazu sind die Effektstärken des
vi
Zusammenhangs mit der Verletzungsinzidenz vernachlässigbar klein, abgesehen von der
Sprint- und der allgemeinen Ausdauerleistung.
Folglich zielte der Bereich Kognitions-Training darauf ab, die Trainingseffekte der kognitiven
Funktionen in Bezug auf wichtige Aspekte aller vier Bereiche zu analysieren. Hierfür wurde ein
Multiple-Object-Tracking-Tool eingesetzt, das große aufgabenspezifische und Nah-
Transfereffekte auf die trainierte Fähigkeit, aber vernachlässigbar kleine Entfernte-
Transfereffekte auf andere visuelle und exekutive Funktionen zeigte. Die Ergebnisse werden
sowohl für die Theorie als auch für die Praxis im Sport diskutiert.
Das übergeordnete Ziel dieser Arbeit ist es, Wissen über die Mechanismen zu generieren,
durch die kognitive Funktionen mit Höchstleistungen im Sport, insbesondere im Fußball,
verbunden sind. Sowohl frühere als auch die vorliegenden Studien zeigen die entscheidende
Bedeutung bestimmter kognitiver Funktionen in allen Leistungsbereichen, was insgesamt auf
eine Schlüsselrolle des zentralen Nervensystems bei der Steuerung und Kontrolle der Leistung
in allen Bereichen hindeutet.
OriginalspracheDeutsch
ErscheinungsortKöln
VerlagDeutsche Sporthochschule Köln
Seitenumfang204
PublikationsstatusVeröffentlicht - 2022

Bibliographische Notiz

Kumulative Dissertation

ID: 6761863

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