Truly Freely Guilty: Exercise behaviour change in the light of self-determination theory

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Auf der Selbstbestimmungstheorie (Self-determination theory, SDT)
basierende Forschung ermöglicht Einblicken in die Gründe, warum
Menschen sich bewegen und bietet dadurch vielseitige Einsichten in
die motivationalen Prozesse des Bewegungsverhaltens von
Erwachsenen. Neben der Identifizierung der Ursachen von
selbstbestimmter Motivation erscheint es jedoch sinnvoll temporale
und multidimensionale Prozesse, die der motivationalen Veränderung
in Richtung selbstbestimmter Motivation unterliegen, näher zu
beleuchten. Beide Aspekte fanden bislang wenig Beachtung, stellen
sich jedoch als unerlässlich heraus, um verstehen zu können, wie
Bewegungsverhalten über die Zeit verinnerlicht wird. Das
übergreifende Ziel der These bestand darin, die dynamischen und
multidimensionalen Aspekte der Bewegungsmotivation von
Erwachsenen zu untersuchen. Als weiteres Ziel galt es die
gewonnenen Forschungserkenntnisse für Fachkräfte des Gesundheitssports
aufzubereiten und zugänglich zu machen. Die folgenden
Kernergebnisse ließen sich wie folgt zusammenfassen: (1) Die
systematische Literaturrecherche zeigte, dass autonome
Verhaltensregulationen nach Bewegungsbeginn stetig anstiegen, mit
Anstiegen von der ersten Woche bis zu einem Jahr. Die meisten
Studien zeigten dahingegen keine Veränderungen in den kontrollierten
Verhaltensregulationen und in den wenigen Fällen, in denen
Veränderungen zu beobachten waren, zeigten sich diese erst sechs
Woche nach Beginn. (2) Die Profilanalyse ergab drei
Bewegungsmotivationsprofile: ein moderat-kontrolliertes, ein
moderat-autonomes und ein hoch-autonomes Profil und zeigte, dass
das hoch-autonome Profil am vielversprechendsten hinsichtlich
langfristiger Bewegungsaufrechterhaltung war, wohingegen die
beiden anderen Profile ähnliche Bewegungsverhalten vermuten ließen,
trotz unterschiedlicher motivationaler Qualität. (3) Im theoretisch
angewandten Artikel wurden Fachkräfte im Bereich Gesundheitssport
ermutigt ihre Klienten zu unterstützen eine sinnvolle Verbindung
zwischen Bewegung und dem, was sie erreichen wollen, aufzubauen,
um dadurch eine persönlichere Bindung zur Verhaltensänderung zu
erzielen. Die These bietet eine erweiterte SDT Perspektive auf
temporäre und multidimensionale Aspekte im Bereich der Forschung
zu Bewegungsmotivation bei Erwachsenen. Desweiteren wird auf die
Notwenigkeit von präziseren Konzeptualisierungen und
Operationalisierungen von SDT-bezogenen Konstrukten aufmerksam
gemacht, um die Forschung in diesem Bereich noch weiter zu
vertiefen.
OriginalspracheEnglisch
ErscheinungsortKöln
VerlagDeutsche Sporthochschule Köln
Seitenumfang330
PublikationsstatusVeröffentlicht - 2018

ID: 3436904

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