Verbesserung der Kraft- und Leistungsfähigkeit der Kniebeugemuskulatur sowie der Hamstring/Quadriceps-Ratio durch dynamisches Elektromyostimulationstraining

Publikationen: Beitrag in Buch/Bericht/KonferenzbandKonferenzbeitrag - Abstract in KonferenzbandForschungBegutachtung

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Verbesserung der Kraft- und Leistungsfähigkeit der Kniebeugemuskulatur sowie der Hamstring/Quadriceps-Ratio durch dynamisches Elektromyostimulationstraining. / Micke, Florian; Kleinöder, Heinz; Dörmann, Ulrike; Wirtz, Nicolas; Donath, Lars.

10th Conference of the Swiss Society of Sport Science: Performance in Sports. Sportwissenschaftliche Gesellschaft der Schweiz, 2018. S. 94-95.

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Micke, F, Kleinöder, H, Dörmann, U, Wirtz, N & Donath, L 2018, Verbesserung der Kraft- und Leistungsfähigkeit der Kniebeugemuskulatur sowie der Hamstring/Quadriceps-Ratio durch dynamisches Elektromyostimulationstraining. in 10th Conference of the Swiss Society of Sport Science: Performance in Sports. Sportwissenschaftliche Gesellschaft der Schweiz, S. 94-95, Jahrestagung der Sportwissenschaftlichen Gesellschaft der Schweiz (SGS), Magglingen, Schweiz, 08.02.18. <http://www.sportwissenschaft.ch/PDF/Tagungen/2018%20Magglingen/book%20of%20abstracts%202018.pdf>

APA

Vancouver

Micke F, Kleinöder H, Dörmann U, Wirtz N, Donath L. Verbesserung der Kraft- und Leistungsfähigkeit der Kniebeugemuskulatur sowie der Hamstring/Quadriceps-Ratio durch dynamisches Elektromyostimulationstraining. in 10th Conference of the Swiss Society of Sport Science: Performance in Sports. Sportwissenschaftliche Gesellschaft der Schweiz. 2018. S. 94-95

Bibtex

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title = "Verbesserung der Kraft- und Leistungsf{\"a}higkeit der Kniebeugemuskulatur sowie der Hamstring/Quadriceps-Ratio durch dynamisches Elektromyostimulationstraining",
abstract = "Theoretischer Hintergrund: Ganzk{\"o}rper-Elektromyostimulationstraining (GK-EMS) gewinnt im Leistungssport zunehmend an Bedeutung. Im Gegensatz zu willk{\"u}rlichen Muskelkontraktionen und mechanischen Stimulationsformen werden durch EMS motorische Einheiten zus{\"a}tzlich perkutan aktiviert (Paillard, 2008). Trotz heterogenen Einsatzes EMS-spezifischer Stimulationsparameter in der Praxis, wird zur Verbesserung der Kraft- und Leistungsf{\"a}higkeit eine Stimulationsfrequenz von ≥60 Hz, eine Impulsbreite von 200-400 μs und ein Duty Cycle von 50% empfohlen (Filipovic et al., 2012). Trainingsstudien sind in diesem Kontext bislang kaum durchgef{\"u}hrt worden. Der aktuelle Beitrag fasst alle aktuellen Untersuchungen der Arbeitsgruppe zum dynamischen GK-EMS-Training im Hinblick auf Kraft- und Leistungsverbesserungen der Beinmuskulatur zusammen. Aufgef{\"u}hrt werden ausschlie{\ss}lich Daten von randomisiert-kontrollierten Trainingsstudien mit einer Mindestinterventionsdauer von 6 Wochen bzw. 12 EMS-Trainingseinheiten. Fragestellungen: 1. Verbessert ein submaximales und dynamisches GK-EMS-Training Kraft- und Leistungsparameter der Beinmuskulatur? 2. Treten Verbesserungen der Beinmuskulatur infolge eines dynamischen GK-EMS-Trainings muskelspezifisch auf? Methode: An 5 verschiedenen Interventionsstudien nahmen insgesamt 50 Probanden teil, 12 weibliche Probandinnen und 38 m{\"a}nnliche Probanden (21 LeistungssportlerInnen mit Kaderstatus verschiedener Sportarten, 29 Sportstudierende). Die Probanden wurden in jeder einzelnen Studie randomisiert einer EMS-Gruppe (EMS) bzw. einer Kontrollgruppe (KON) zugewiesen und f{\"u}r eine gemeinsame Auswertung zusammengefasst (EMS; n=30; Alter: 21,0 ± 4,2 Jahre; Gewicht: 73,9 ± 9,5 kg; Gr{\"o}{\ss}e: 1,77 ± 0,1 m) (KON; n=20, Alter: 19,7 ± 4,0 Jahre; Gewicht: 72,3 ± 9,9 kg; Gr{\"o}{\ss}e: 1,80 ± 0,1 m). Beide Gruppen f{\"u}hrten {\"u}ber mindestens 6 Wochen (12 Sessions) ein identisches dynamisches Trainingsprogramm mit kraft- und sportartspezifischen Utilisations{\"u}bungen durch. Im Unterschied zur Kontrollgruppe erhielt die EMS-Gruppe bei allen Interventions{\"u}bungen zus{\"a}tzliches GK-EMS. Vor (Pr{\"a}) und nach (Post) der jeweiligen Trainingsintervention wurden Daten isometrischer und dynamischer leistungsdiagnostischer Testverfahren (Leg Extension (LE), Leg Curl (LC), Leg Press (LP)) erhoben. Ergebnisse: Signifikante Gruppen (EMS vs. KON) × Zeit (Pr{\"a} zu Post) Interaktionseffekte konnten sowohl f{\"u}r die isometrische Maximalkraft (Fmax) [N] am Testger{\"a}t Leg Curl (p=0,01; ηp²=0,38) als auch f{\"u}r die dynamische Hamstring/Quadriceps-Ratio (LC/LE) (p=0,02; ηp²=0,15) gezeigt werden. Mittels Post-Hoc-Tests zeigt sich bei der EMS-Gruppe eine signifikante isometrische Maximalkraftzunahme beim Testger{\"a}t LC (Pr{\"a} zu Post) von +12% (ηp²=0,38). Keine signifikanten Gruppen x Zeit Interaktionseffekte konnten hingegen f{\"u}r die Fmax bei den Testger{\"a}ten LE (p=0,07; ηp²=0,09) und LP (p=0,96; ηp²=0,01) sowie f{\"u}r die dynamische Leistung bei allen Testger{\"a}ten (p>0,05; 0,01<ηp²<0,06) gefunden werden. Diskussion: Die Ergebnisse dieser Arbeit weisen darauf hin, dass sich die isometrische Maximalkraft in Folge eines GK-EMS-Trainings insbesondere muskelspezifisch zugunsten derKniebeugemuskulatur verbessert. Desweiteren konnte die dynamische Hamstring/Quadriceps-Ratio durch EMS verbessert werden. Diese EMS-bedingten Verbesserungen scheinen von Bedeutung, da der Kniebeugemuskulatur insbesondere bei Verletzungen in Spiel- und Sprintsportarten eine besondere Rolle zukommt. Weiterf{\"u}hrend sollte untersucht werden, inwieweit ein Transfer dieser erworbenen Kraftverbesserungen in sportartspezifische Bewegungsanforderungen erm{\"o}glicht werden kann.",
author = "Florian Micke and Heinz Klein{\"o}der and Ulrike D{\"o}rmann and Nicolas Wirtz and Lars Donath",
year = "2018",
month = feb,
language = "Deutsch",
pages = "94--95",
booktitle = "10th Conference of the Swiss Society of Sport Science",
publisher = "Sportwissenschaftliche Gesellschaft der Schweiz",
note = "Jahrestagung der Sportwissenschaftlichen Gesellschaft der Schweiz (SGS) ; Conference date: 08-02-2018 Through 09-02-2018",

}

RIS

TY - CHAP

T1 - Verbesserung der Kraft- und Leistungsfähigkeit der Kniebeugemuskulatur sowie der Hamstring/Quadriceps-Ratio durch dynamisches Elektromyostimulationstraining

AU - Micke, Florian

AU - Kleinöder, Heinz

AU - Dörmann, Ulrike

AU - Wirtz, Nicolas

AU - Donath, Lars

N1 - Conference code: 10

PY - 2018/2

Y1 - 2018/2

N2 - Theoretischer Hintergrund: Ganzkörper-Elektromyostimulationstraining (GK-EMS) gewinnt im Leistungssport zunehmend an Bedeutung. Im Gegensatz zu willkürlichen Muskelkontraktionen und mechanischen Stimulationsformen werden durch EMS motorische Einheiten zusätzlich perkutan aktiviert (Paillard, 2008). Trotz heterogenen Einsatzes EMS-spezifischer Stimulationsparameter in der Praxis, wird zur Verbesserung der Kraft- und Leistungsfähigkeit eine Stimulationsfrequenz von ≥60 Hz, eine Impulsbreite von 200-400 μs und ein Duty Cycle von 50% empfohlen (Filipovic et al., 2012). Trainingsstudien sind in diesem Kontext bislang kaum durchgeführt worden. Der aktuelle Beitrag fasst alle aktuellen Untersuchungen der Arbeitsgruppe zum dynamischen GK-EMS-Training im Hinblick auf Kraft- und Leistungsverbesserungen der Beinmuskulatur zusammen. Aufgeführt werden ausschließlich Daten von randomisiert-kontrollierten Trainingsstudien mit einer Mindestinterventionsdauer von 6 Wochen bzw. 12 EMS-Trainingseinheiten. Fragestellungen: 1. Verbessert ein submaximales und dynamisches GK-EMS-Training Kraft- und Leistungsparameter der Beinmuskulatur? 2. Treten Verbesserungen der Beinmuskulatur infolge eines dynamischen GK-EMS-Trainings muskelspezifisch auf? Methode: An 5 verschiedenen Interventionsstudien nahmen insgesamt 50 Probanden teil, 12 weibliche Probandinnen und 38 männliche Probanden (21 LeistungssportlerInnen mit Kaderstatus verschiedener Sportarten, 29 Sportstudierende). Die Probanden wurden in jeder einzelnen Studie randomisiert einer EMS-Gruppe (EMS) bzw. einer Kontrollgruppe (KON) zugewiesen und für eine gemeinsame Auswertung zusammengefasst (EMS; n=30; Alter: 21,0 ± 4,2 Jahre; Gewicht: 73,9 ± 9,5 kg; Größe: 1,77 ± 0,1 m) (KON; n=20, Alter: 19,7 ± 4,0 Jahre; Gewicht: 72,3 ± 9,9 kg; Größe: 1,80 ± 0,1 m). Beide Gruppen führten über mindestens 6 Wochen (12 Sessions) ein identisches dynamisches Trainingsprogramm mit kraft- und sportartspezifischen Utilisationsübungen durch. Im Unterschied zur Kontrollgruppe erhielt die EMS-Gruppe bei allen Interventionsübungen zusätzliches GK-EMS. Vor (Prä) und nach (Post) der jeweiligen Trainingsintervention wurden Daten isometrischer und dynamischer leistungsdiagnostischer Testverfahren (Leg Extension (LE), Leg Curl (LC), Leg Press (LP)) erhoben. Ergebnisse: Signifikante Gruppen (EMS vs. KON) × Zeit (Prä zu Post) Interaktionseffekte konnten sowohl für die isometrische Maximalkraft (Fmax) [N] am Testgerät Leg Curl (p=0,01; ηp²=0,38) als auch für die dynamische Hamstring/Quadriceps-Ratio (LC/LE) (p=0,02; ηp²=0,15) gezeigt werden. Mittels Post-Hoc-Tests zeigt sich bei der EMS-Gruppe eine signifikante isometrische Maximalkraftzunahme beim Testgerät LC (Prä zu Post) von +12% (ηp²=0,38). Keine signifikanten Gruppen x Zeit Interaktionseffekte konnten hingegen für die Fmax bei den Testgeräten LE (p=0,07; ηp²=0,09) und LP (p=0,96; ηp²=0,01) sowie für die dynamische Leistung bei allen Testgeräten (p>0,05; 0,01<ηp²<0,06) gefunden werden. Diskussion: Die Ergebnisse dieser Arbeit weisen darauf hin, dass sich die isometrische Maximalkraft in Folge eines GK-EMS-Trainings insbesondere muskelspezifisch zugunsten derKniebeugemuskulatur verbessert. Desweiteren konnte die dynamische Hamstring/Quadriceps-Ratio durch EMS verbessert werden. Diese EMS-bedingten Verbesserungen scheinen von Bedeutung, da der Kniebeugemuskulatur insbesondere bei Verletzungen in Spiel- und Sprintsportarten eine besondere Rolle zukommt. Weiterführend sollte untersucht werden, inwieweit ein Transfer dieser erworbenen Kraftverbesserungen in sportartspezifische Bewegungsanforderungen ermöglicht werden kann.

AB - Theoretischer Hintergrund: Ganzkörper-Elektromyostimulationstraining (GK-EMS) gewinnt im Leistungssport zunehmend an Bedeutung. Im Gegensatz zu willkürlichen Muskelkontraktionen und mechanischen Stimulationsformen werden durch EMS motorische Einheiten zusätzlich perkutan aktiviert (Paillard, 2008). Trotz heterogenen Einsatzes EMS-spezifischer Stimulationsparameter in der Praxis, wird zur Verbesserung der Kraft- und Leistungsfähigkeit eine Stimulationsfrequenz von ≥60 Hz, eine Impulsbreite von 200-400 μs und ein Duty Cycle von 50% empfohlen (Filipovic et al., 2012). Trainingsstudien sind in diesem Kontext bislang kaum durchgeführt worden. Der aktuelle Beitrag fasst alle aktuellen Untersuchungen der Arbeitsgruppe zum dynamischen GK-EMS-Training im Hinblick auf Kraft- und Leistungsverbesserungen der Beinmuskulatur zusammen. Aufgeführt werden ausschließlich Daten von randomisiert-kontrollierten Trainingsstudien mit einer Mindestinterventionsdauer von 6 Wochen bzw. 12 EMS-Trainingseinheiten. Fragestellungen: 1. Verbessert ein submaximales und dynamisches GK-EMS-Training Kraft- und Leistungsparameter der Beinmuskulatur? 2. Treten Verbesserungen der Beinmuskulatur infolge eines dynamischen GK-EMS-Trainings muskelspezifisch auf? Methode: An 5 verschiedenen Interventionsstudien nahmen insgesamt 50 Probanden teil, 12 weibliche Probandinnen und 38 männliche Probanden (21 LeistungssportlerInnen mit Kaderstatus verschiedener Sportarten, 29 Sportstudierende). Die Probanden wurden in jeder einzelnen Studie randomisiert einer EMS-Gruppe (EMS) bzw. einer Kontrollgruppe (KON) zugewiesen und für eine gemeinsame Auswertung zusammengefasst (EMS; n=30; Alter: 21,0 ± 4,2 Jahre; Gewicht: 73,9 ± 9,5 kg; Größe: 1,77 ± 0,1 m) (KON; n=20, Alter: 19,7 ± 4,0 Jahre; Gewicht: 72,3 ± 9,9 kg; Größe: 1,80 ± 0,1 m). Beide Gruppen führten über mindestens 6 Wochen (12 Sessions) ein identisches dynamisches Trainingsprogramm mit kraft- und sportartspezifischen Utilisationsübungen durch. Im Unterschied zur Kontrollgruppe erhielt die EMS-Gruppe bei allen Interventionsübungen zusätzliches GK-EMS. Vor (Prä) und nach (Post) der jeweiligen Trainingsintervention wurden Daten isometrischer und dynamischer leistungsdiagnostischer Testverfahren (Leg Extension (LE), Leg Curl (LC), Leg Press (LP)) erhoben. Ergebnisse: Signifikante Gruppen (EMS vs. KON) × Zeit (Prä zu Post) Interaktionseffekte konnten sowohl für die isometrische Maximalkraft (Fmax) [N] am Testgerät Leg Curl (p=0,01; ηp²=0,38) als auch für die dynamische Hamstring/Quadriceps-Ratio (LC/LE) (p=0,02; ηp²=0,15) gezeigt werden. Mittels Post-Hoc-Tests zeigt sich bei der EMS-Gruppe eine signifikante isometrische Maximalkraftzunahme beim Testgerät LC (Prä zu Post) von +12% (ηp²=0,38). Keine signifikanten Gruppen x Zeit Interaktionseffekte konnten hingegen für die Fmax bei den Testgeräten LE (p=0,07; ηp²=0,09) und LP (p=0,96; ηp²=0,01) sowie für die dynamische Leistung bei allen Testgeräten (p>0,05; 0,01<ηp²<0,06) gefunden werden. Diskussion: Die Ergebnisse dieser Arbeit weisen darauf hin, dass sich die isometrische Maximalkraft in Folge eines GK-EMS-Trainings insbesondere muskelspezifisch zugunsten derKniebeugemuskulatur verbessert. Desweiteren konnte die dynamische Hamstring/Quadriceps-Ratio durch EMS verbessert werden. Diese EMS-bedingten Verbesserungen scheinen von Bedeutung, da der Kniebeugemuskulatur insbesondere bei Verletzungen in Spiel- und Sprintsportarten eine besondere Rolle zukommt. Weiterführend sollte untersucht werden, inwieweit ein Transfer dieser erworbenen Kraftverbesserungen in sportartspezifische Bewegungsanforderungen ermöglicht werden kann.

M3 - Konferenzbeitrag - Abstract in Konferenzband

SP - 94

EP - 95

BT - 10th Conference of the Swiss Society of Sport Science

PB - Sportwissenschaftliche Gesellschaft der Schweiz

T2 - Jahrestagung der Sportwissenschaftlichen Gesellschaft der Schweiz (SGS)

Y2 - 8 February 2018 through 9 February 2018

ER -

ID: 3407458