Vermittlung und Etablierung praxisrelevanter sportpsychologischer Fertigkeiten zur Optimierung der mentalen Trainings- und Wettkampfgestaltung im Stabhochsprung

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Der Stabhochsprung stellt höchste Anforderungen an die physischen und psychischen Leistungsvoraussetzungen des Sportlers/der Sportlerin. Auf nationalem und internationalem Spitzenniveau unterscheiden sich vor allem die Männer in ihrer physischen Konstitution nur geringfügig. Die mentalen Fertigkeiten nehmen demnach sowohl im Bereich der Wettkampfgestaltung als auch im Techniktraining einen besonderen Stellenwert ein. Ziel der sportpsycholgischen Betreuung und Beratung war folglich die Unterstützung bei der Entwicklung einer Bewegungsvorstellung und deren Optimierung durch mentales Training bis hin zur Einbindung der Bewegungsvorstellung in Training und Wettkampf. Das Coaching durch den Trainer und die Kommunikation zwischen Springer/-in und Trainer/-in, in Training, Wettkampf und Videoanalysen, werden dabei als entscheidend für die Bildung einer korrekten und detaillierten Bewegungsvorstellung betrachtet. Jeder Athlet sollte zunächst ein Video auswählen, das einen aus ihrer Sicht zufriedenstellenden, gut gelungenen Sprung zeigt. Zur Beschreibung der einzelnen Bewegungsabschnitte, welche in Zeitlupe und Dauerschleife abgespielt werden können, wählt der Athlet aus einem Pool beschreibender Adjektive die für ihn zutreffenden aus. Zunächst wird also die Leitfrage „Wie bin ich, bzw., fühle ich mich bei der Bewegung XY?“. Im Anschluss daran erfolgt ein Ist- und Sollwertvergleich durch Trainer und Athlet. Dieses Vorgehen soll die Auseinandersetzung mit einem positiv behafteten Sprung, die Bewusstmachung des Bewegungsablaufs und die Verbalisierung der Sprungabschnitt mit individuellen Gefühlsattributen ermöglichen. Zu einem späteren Zeitpunkt sollten die Athleten in einem möglichst entspannten Zustand eine vorgefertigte Tabelle ausfüllen, in der sie in der linken Spalte den Bewegungsablauf und in die rechte Spalte ihre Eindrücke während des Sprungs eintragen sollten. Insgesamt lässt sich feststellen, dass die Bewegungsvorstellungen unterschiedlich differenziert ausgeprägt waren. Viele Bewegungsbeschreibungen der Trainer und Athleten waren negativ formuliert. Trainer wurden daher zum positiven Coaching aufgefordert. Die Aussagen der Athleten wurden in positive Selbstinstruktionen umformuliert. Zimek
OriginalspracheDeutsch
TitelBISp-Jahrbuch Forschungsförderung 2006/2007
Redakteure/-innenBundesinstitut für Sportwissenschaft
Seitenumfang5
ErscheinungsortBonn
Erscheinungsdatum2007
Seiten305-309
ISBN (Print)9778-3-939390-72-5
PublikationsstatusVeröffentlicht - 2007

ID: 245926

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