„Wie würden Sie entscheiden?“ – Fiktive berufsethische Fallbeispiele aus der Sportwissenschaft

Publikationen: Beitrag in FachzeitschriftZeitschriftenaufsätzeForschung

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„Wie würden Sie entscheiden?“ – Fiktive berufsethische Fallbeispiele aus der Sportwissenschaft. / Brach, Michael.

in: Ze-phir : Informationen für den sportwissenschaftlichen Nachwuchs, Jahrgang 10, 2003, S. 23-35.

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title = "„Wie w{\"u}rden Sie entscheiden?“ – Fiktive berufsethische Fallbeispiele aus der Sportwissenschaft",
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keywords = "Deutsche Vereinigung f{\"u}r Sportwissenschaft, Ethik, Ethikkommission, Sportwissenschaft",
author = "Michael Brach",
year = "2003",
language = "Deutsch",
volume = "10",
pages = "23--35",
journal = "Ze-phir : Informationen f{\"u}r den sportwissenschaftlichen Nachwuchs",
issn = "1438-4132",

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RIS

TY - JOUR

T1 - „Wie würden Sie entscheiden?“ – Fiktive berufsethische Fallbeispiele aus der Sportwissenschaft

AU - Brach, Michael

PY - 2003

Y1 - 2003

N2 - Nach und nach werden in der Wissenschaft die Empfehlungen der DFG-Kommission „wissenschaftliche Selbstkontrolle" umgesetzt. Auch die Deutsche Vereinigung für Sportwissenschaft hat dafür die Voraussetzungen geschaffen, indem sie zum einen berufsethische Grundsätze entwickelt hat und zum andern derzeit einen Ethik-Rat etabliert. Damit kann das Thema professioneller Ethik jedoch nicht zu den Akten gelegt werden: Es kommt für jede Sportwissenschaftlerin und jeden Sportwissenschaftler darauf an, die Grundsätze im eigenen Verantwortungsbereich zu berücksichtigen. Durch ein gutes Vorbild der Lehrenden, aber auch durch explizite Auseinandersetzung sollten schon Studierende zu einer redlichen Arbeitsweise angehalten und in den entsprechenden professionellen Standards ausgebildet werden. Um dazu anzuregen und für den Bereich der Berufsethik zu sensibilisieren, wurden Fallbeispiele konstruiert und Personen, denen das Umfeld der dargestellten Situationen bekannt ist, um einen kurzen Kommentar gebeten. Die Beschäftigung mit den ausgewählten Fällen soll zeigen, dass 1. man nicht der Mafia angehören muss, um in einen forschungsethischen Konflikt zu geraten, 2. es nicht immer den allein Schuldigen gibt. Und selbst wenn, hätte man Fehlverhalten mit entsprechender Voraussicht vermeiden oder wenigstens die Auswirkungen verringern können, 3. es auch Fehlverhalten gibt, für dessen Entstehen das Wissenschaftssystem eine wichtige Bedingung darstellt. Da es weiterhin um Ansätze zur Vermeidung von Dilemmata im Umgang mit den Regeln guter wissenschaftlicher Praxis und nicht um eine Aburteilung von Schuldigen geht, wurde auf die Darstellung echter Fälle verzichtet und die Beispiele wurden so konstruiert, dass jeweils ein ganzer Themenbereich mit ethischem Problemgehalt angesprochen wird. Die Kommentatoren wurden daher gebeten, aus ihrer Perspektive ein oder mehrere Denkanstöße mitzuteilen, beispielsweise analytische Hinweise, eigene Erfahrungen, Verweise auf Quellen, gute Beispiele, Vermeidungs- oder Lösungsmöglichkeiten. Diese konnten sich auf den konkreten Fall, aber auch auf das dahinter stehende berufsethische Thema beziehen. Die Kommentatoren durften frei auswählen, solange sie die Seitenbegrenzung einhielten. Eine systematische oder vollständige Fallbearbeitung wurde nicht angestrebt. Schiffer (unter Verwendung wörtlicher Textpassagen)

AB - Nach und nach werden in der Wissenschaft die Empfehlungen der DFG-Kommission „wissenschaftliche Selbstkontrolle" umgesetzt. Auch die Deutsche Vereinigung für Sportwissenschaft hat dafür die Voraussetzungen geschaffen, indem sie zum einen berufsethische Grundsätze entwickelt hat und zum andern derzeit einen Ethik-Rat etabliert. Damit kann das Thema professioneller Ethik jedoch nicht zu den Akten gelegt werden: Es kommt für jede Sportwissenschaftlerin und jeden Sportwissenschaftler darauf an, die Grundsätze im eigenen Verantwortungsbereich zu berücksichtigen. Durch ein gutes Vorbild der Lehrenden, aber auch durch explizite Auseinandersetzung sollten schon Studierende zu einer redlichen Arbeitsweise angehalten und in den entsprechenden professionellen Standards ausgebildet werden. Um dazu anzuregen und für den Bereich der Berufsethik zu sensibilisieren, wurden Fallbeispiele konstruiert und Personen, denen das Umfeld der dargestellten Situationen bekannt ist, um einen kurzen Kommentar gebeten. Die Beschäftigung mit den ausgewählten Fällen soll zeigen, dass 1. man nicht der Mafia angehören muss, um in einen forschungsethischen Konflikt zu geraten, 2. es nicht immer den allein Schuldigen gibt. Und selbst wenn, hätte man Fehlverhalten mit entsprechender Voraussicht vermeiden oder wenigstens die Auswirkungen verringern können, 3. es auch Fehlverhalten gibt, für dessen Entstehen das Wissenschaftssystem eine wichtige Bedingung darstellt. Da es weiterhin um Ansätze zur Vermeidung von Dilemmata im Umgang mit den Regeln guter wissenschaftlicher Praxis und nicht um eine Aburteilung von Schuldigen geht, wurde auf die Darstellung echter Fälle verzichtet und die Beispiele wurden so konstruiert, dass jeweils ein ganzer Themenbereich mit ethischem Problemgehalt angesprochen wird. Die Kommentatoren wurden daher gebeten, aus ihrer Perspektive ein oder mehrere Denkanstöße mitzuteilen, beispielsweise analytische Hinweise, eigene Erfahrungen, Verweise auf Quellen, gute Beispiele, Vermeidungs- oder Lösungsmöglichkeiten. Diese konnten sich auf den konkreten Fall, aber auch auf das dahinter stehende berufsethische Thema beziehen. Die Kommentatoren durften frei auswählen, solange sie die Seitenbegrenzung einhielten. Eine systematische oder vollständige Fallbearbeitung wurde nicht angestrebt. Schiffer (unter Verwendung wörtlicher Textpassagen)

KW - Deutsche Vereinigung für Sportwissenschaft

KW - Ethik

KW - Ethikkommission

KW - Sportwissenschaft

M3 - Zeitschriftenaufsätze

VL - 10

SP - 23

EP - 35

JO - Ze-phir : Informationen für den sportwissenschaftlichen Nachwuchs

JF - Ze-phir : Informationen für den sportwissenschaftlichen Nachwuchs

SN - 1438-4132

ER -

ID: 33186