Zur Funktionsweise von Sportevents - eine theoretisch-empirische Analyse der Entstehung und Rolle von Images sowie deren Interdependenzen zwischen Events und Destinationen

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In zunehmend gesättigten Märkten mit homogenen Produkten und Dienstleistungen können Events als Differenzierung über ihre Emotionalisierung, ein besonderes Merkmal von Events und von Sportevents im Besonderen, beitragen. Destinationen stehen auf dem Tourismusmarkt im Wettbewerb zueinander und versuchen, Alleinstellungskriterien zu erarbeiten, um sich für Reisende attraktiv zu machen. Ein Sportevent kann eine unique selling proposition darstellen und die Marktposition der Destination verbessern. Die vorliegende Arbeit analysiert die Funktionsweise von Sportevents. Ein besonderer Fokus liegt darauf, wie Images von Sportevents in verschiedenen Sportarten und ihrer Austragungsorte konstruiert sind, ob eine Image-Passfähigkeit zwischen den Images besteht und welche Bedingungen für einen Image-Fit zwischen Sportevent und Destination förderlich. Auf Basis diverser Studien zu Sportevents allgemein und deren Funktionsweise, des Destinations- und Sportevent-Image sowie zur Image-Passfähigkeit wurde ein theoretisches Modell entwickelt, welches die Indikatoren der Images und der Image-Passfähigkeit umfasst. Im Rahmen einer standardisierten, schriftlichen Befragung wurden Teilnehmer und Zuschauer bei 24 Sportevents in zehn Sportarten in Deutschland zum Image der Veranstaltung und des Austragungsorts befragt (n = 7.331). Die faktorenanalytische Überprüfung zeigte auf, dass es sieben allgemeingültige Faktoren für das Sportevent- und das Destinationsimage gibt. Jedoch gibt es darüber hinaus auch sportartspezifische Unterschiede und Ergänzungen der Imagekomponenten. Die Images beeinflussen mögliche Folgebesuche wie die Analyse mittels Strukturgleichungsmodellen aufzeigte. Sportartübergreifend konnte dargestellt werden, dass die Image-Werte für das Sportevent höher als die der Destination sind. Die Image-Passfähigkeit ist bei allen untersuchten Events als gut bis extrem hoch einzustufen, liegt sportartspezifisch zwischen den Werten 0,69 und 0,78 und sportartübergreifend bei 0,74 auf einer Skala von 0 (kein Fit) bis 1 (perfekter Fit). Die regressionsanalytische Überprüfung konnte sportartspezifische Unterschiede von Einflüssen auf die Image-Passfähigkeit und auf mögliche Folgebesuche der Destination und des Sportevents aufdecken. Implikationen für das Marketing von Sportevents und Destination werden auf Basis der Resultate erarbeitet und kurz präsentiert.
OriginalspracheDeutsch
PublikationsstatusVeröffentlicht - 2010

ID: 397281

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