"Sarcopenic Obesity" im Foschungsschwerpunkt "Modulation of Metabolic Fluxes by Physical Activity Patterns"

Project: University Funding Programs

Research Objective

Während des Alterungsprozesses kann ein zunehmender Verlust an Muskelmasse und Muskelkraft beobachtet werden, der als Sarkopenie definiert wird. Ein weiteres Phänomen ist die metabolische Veränderung von Muskelgewebe, die mit einer Reduzierung von fettfreier Masse und einer Erhöhung des Fettgewebes einhergeht. Dieses pathophysiologische Phänomen wird als sarcopenic obesity bezeichnet. Die muskuläre Situation wurde in bisherigen Studien zu wenig berücksichtigt. Daher ist es in diesem Teil der Studie das Ziel, die Auswirkungen eines viermonatigen Krafttrainings auf verschiedene physische Leistungsparameter sowie die Körperzusammensetzung bei älteren, übergewichtigen Personen mit und ohne Sarkopenie zu untersuchen.

Method

Stichprobe:
52 Männer und Frauen, ≥ 65 Jahre, BMI ≥ 30 kg/m2; unterteilt in: mit und ohne Sarkopenie.
Messinstrumente:
Bestimmung Sarkopenie nach Cruz-Jentoft et al., 2010: Bioelektrische Impedanzanalyse (Muskelmasse); Handdynamometer (Handgriffkraft); Short Physical Performance Battery (SPPB) (funktionelle Leistungsfähigkeit); 6-m Strecke gehen (Ganggeschwindigkeit). Maximalkraft an Bein- und Brustpresse.
Intervention:
progressives Krafttraining an Geräten; 2x/ Woche über 16 Wochen; Trainingsbelastung: bis zur 3. Woche intramuskuläre Koordination, danach Hypertrophietraining.

Key Findings

1. Entwicklung eines Konzeptes zur Prävention und Therapie sowie Identifikation von quantitativen Vorgaben für körperliche Aktivität bzw. Trainingsprogramme:
Zu Beginn des Forschungsschwerpunktes lagen keine konkreten Richtlinien für die Gestaltung von Trainingsprogrammen bei älteren, adipösen Personen mit Sarkopenie vor. Als Grundlage für die Gestaltung der Intervention dienten die internationalen Richtlinien für gesunde, ältere Personen sowie die für Diabetiker. Die dort empfohlenen Trainingsparameter konnten durch die Probanden gut umgesetzt werden. Im Blickpunkt stand insbesondere die Trainingsprogression. Bei dieser besonderen Zielgruppe ist eine behutsamere und langsamere Progression als bei gesunden, älteren Personen zu empfehlen.
2. Physiologische Effekte:
Trotzdem sich die die Muskelmasse kaum verändert hat, konnten Verbesserungen der Maximalkraft an Bein- und Brustpresse, der funktionalen Leistungsfähigkeit und der Ganggeschwindigkeit festgestellt werden.
AcronymFLUX
StatusFinished
Life span15.03.1214.03.15

ID: 703506

View graph of relations