ADHS – (hyper)AKTIV ja oder nein

Research output: Chapter in Book/Report/Conference proceedingConference contribution - Published abstract for conference with selection processResearchpeer-review

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ADHS – (hyper)AKTIV ja oder nein. / Graf, Christine.

13. Jahrestagung der Gesellschaft für Pädiatrische Sportmedizin: Abstracts. Deutsche Zeitschrift für Sportmedizin, 2013. p. 141-146.

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Graf, C 2013, ADHS – (hyper)AKTIV ja oder nein. in 13. Jahrestagung der Gesellschaft für Pädiatrische Sportmedizin: Abstracts. Deutsche Zeitschrift für Sportmedizin, pp. 141-146, Jahrestagung der Gesellschaft für Pädiatrische Sportmedizin, Köln, Germany, 08.03.13.

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Graf, C. (2013). ADHS – (hyper)AKTIV ja oder nein. In 13. Jahrestagung der Gesellschaft für Pädiatrische Sportmedizin: Abstracts (pp. 141-146). Deutsche Zeitschrift für Sportmedizin.

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Graf C. ADHS – (hyper)AKTIV ja oder nein. In 13. Jahrestagung der Gesellschaft für Pädiatrische Sportmedizin: Abstracts. Deutsche Zeitschrift für Sportmedizin. 2013. p. 141-146

Bibtex

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title = "ADHS – (hyper)AKTIV ja oder nein",
abstract = "Zunehmend wird auch in Deutschland die Diagnose ADS bzw. ADHS f{\"u}r das Aufmerksamkeitsdefizitsyndrombzw. Aufmerksamkeitsdefizits-Hyperaktivit{\"a}tssyndrom. Darunter wird eine Vielzahl diverserpsychischer St{\"o}rungen zusammengefasst. Aktuell geht man davon aus, dass ca. 3-10{\%} aller Kinder, h{\"a}ufigerJungen, betroffen sind. Urs{\"a}chlich scheint ein multifaktorielles, genetisch determiniertes Geschehenverantwortlich. Typische Symptome stellen eine hohe Ablenkbarkeit, eine kurze Dauer spontaner Aktivit{\"a}ten,mangelnde Ausdauer beim Spielen, st{\"a}ndige motorische Unruhe, Vergesslichkeit bei Alltagsaktivit{\"a}tenetc. aus. Zus{\"a}tzliche Komorbidit{\"a}ten wie Depressionen etc. sind h{\"a}ufig. Die Therapie erfolgt inAbh{\"a}ngigkeit vom Schweregrad multimodal mit Psychotherapie, Coaching, ggf. Pharmakologie. Die Rolleder k{\"o}rperlichen Aktivit{\"a}t r{\"u}ckt erst zunehmend in den Fokus. Trotz der motorischen Unruhe weisen betroffeneKinder nicht selten motorische Defizite, auch St{\"o}rungen der Feinmotorik auf. Sinnvoll ist eine Ergotherapieund/oder Psychomotorik, aber auch Sport selbst hat g{\"u}nstige Effekte, u.a. um die motorischenDefizite abzubauen. Die individuelle Situation der Kinder muss ber{\"u}cksichtigt werden, ggf. zun{\"a}chstmedikament{\"o}se Einstellung. Zwar l{\"a}sst die aktuelle Datenlage keine konkreten Handlungsempfehlungenzu. Grunds{\"a}tzlich sollte aber k{\"o}rperliche Aktivit{\"a}t in Erg{\"a}nzung zu den {\"u}brigen therapeutischen Ans{\"a}tze(Verhaltenstraining, Psychoedukation, Elterntraining, wenn n{\"o}tig medikament{\"o}se Einstellung etc.) eingesetztwerden. Auf der Basis der vorliegenden Untersuchungen k{\"o}nnen jedoch vorsichtige Vorschl{\"a}gegemacht werden:• Gestaltung eines bewegungsfreudigen Umfelds• Bewegung in Freizeit und Alltag - auch kurze Einheiten m{\"o}glich• Maximale Belastungen – wenn nicht anschlie{\ss}end die Konzentration schlechter wird.• Yoga, Tai Chi• Therapeutisches Reiten, Hundetraining• Teamsport• Kampfsportarten f{\"u}r Jugendliche• Eltern und Kinder gemeinsam!",
author = "Christine Graf",
year = "2013",
language = "Deutsch",
pages = "141--146",
booktitle = "13. Jahrestagung der Gesellschaft f{\"u}r P{\"a}diatrische Sportmedizin",
publisher = "Deutsche Zeitschrift f{\"u}r Sportmedizin",

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RIS

TY - CHAP

T1 - ADHS – (hyper)AKTIV ja oder nein

AU - Graf, Christine

PY - 2013

Y1 - 2013

N2 - Zunehmend wird auch in Deutschland die Diagnose ADS bzw. ADHS für das Aufmerksamkeitsdefizitsyndrombzw. Aufmerksamkeitsdefizits-Hyperaktivitätssyndrom. Darunter wird eine Vielzahl diverserpsychischer Störungen zusammengefasst. Aktuell geht man davon aus, dass ca. 3-10% aller Kinder, häufigerJungen, betroffen sind. Ursächlich scheint ein multifaktorielles, genetisch determiniertes Geschehenverantwortlich. Typische Symptome stellen eine hohe Ablenkbarkeit, eine kurze Dauer spontaner Aktivitäten,mangelnde Ausdauer beim Spielen, ständige motorische Unruhe, Vergesslichkeit bei Alltagsaktivitätenetc. aus. Zusätzliche Komorbiditäten wie Depressionen etc. sind häufig. Die Therapie erfolgt inAbhängigkeit vom Schweregrad multimodal mit Psychotherapie, Coaching, ggf. Pharmakologie. Die Rolleder körperlichen Aktivität rückt erst zunehmend in den Fokus. Trotz der motorischen Unruhe weisen betroffeneKinder nicht selten motorische Defizite, auch Störungen der Feinmotorik auf. Sinnvoll ist eine Ergotherapieund/oder Psychomotorik, aber auch Sport selbst hat günstige Effekte, u.a. um die motorischenDefizite abzubauen. Die individuelle Situation der Kinder muss berücksichtigt werden, ggf. zunächstmedikamentöse Einstellung. Zwar lässt die aktuelle Datenlage keine konkreten Handlungsempfehlungenzu. Grundsätzlich sollte aber körperliche Aktivität in Ergänzung zu den übrigen therapeutischen Ansätze(Verhaltenstraining, Psychoedukation, Elterntraining, wenn nötig medikamentöse Einstellung etc.) eingesetztwerden. Auf der Basis der vorliegenden Untersuchungen können jedoch vorsichtige Vorschlägegemacht werden:• Gestaltung eines bewegungsfreudigen Umfelds• Bewegung in Freizeit und Alltag - auch kurze Einheiten möglich• Maximale Belastungen – wenn nicht anschließend die Konzentration schlechter wird.• Yoga, Tai Chi• Therapeutisches Reiten, Hundetraining• Teamsport• Kampfsportarten für Jugendliche• Eltern und Kinder gemeinsam!

AB - Zunehmend wird auch in Deutschland die Diagnose ADS bzw. ADHS für das Aufmerksamkeitsdefizitsyndrombzw. Aufmerksamkeitsdefizits-Hyperaktivitätssyndrom. Darunter wird eine Vielzahl diverserpsychischer Störungen zusammengefasst. Aktuell geht man davon aus, dass ca. 3-10% aller Kinder, häufigerJungen, betroffen sind. Ursächlich scheint ein multifaktorielles, genetisch determiniertes Geschehenverantwortlich. Typische Symptome stellen eine hohe Ablenkbarkeit, eine kurze Dauer spontaner Aktivitäten,mangelnde Ausdauer beim Spielen, ständige motorische Unruhe, Vergesslichkeit bei Alltagsaktivitätenetc. aus. Zusätzliche Komorbiditäten wie Depressionen etc. sind häufig. Die Therapie erfolgt inAbhängigkeit vom Schweregrad multimodal mit Psychotherapie, Coaching, ggf. Pharmakologie. Die Rolleder körperlichen Aktivität rückt erst zunehmend in den Fokus. Trotz der motorischen Unruhe weisen betroffeneKinder nicht selten motorische Defizite, auch Störungen der Feinmotorik auf. Sinnvoll ist eine Ergotherapieund/oder Psychomotorik, aber auch Sport selbst hat günstige Effekte, u.a. um die motorischenDefizite abzubauen. Die individuelle Situation der Kinder muss berücksichtigt werden, ggf. zunächstmedikamentöse Einstellung. Zwar lässt die aktuelle Datenlage keine konkreten Handlungsempfehlungenzu. Grundsätzlich sollte aber körperliche Aktivität in Ergänzung zu den übrigen therapeutischen Ansätze(Verhaltenstraining, Psychoedukation, Elterntraining, wenn nötig medikamentöse Einstellung etc.) eingesetztwerden. Auf der Basis der vorliegenden Untersuchungen können jedoch vorsichtige Vorschlägegemacht werden:• Gestaltung eines bewegungsfreudigen Umfelds• Bewegung in Freizeit und Alltag - auch kurze Einheiten möglich• Maximale Belastungen – wenn nicht anschließend die Konzentration schlechter wird.• Yoga, Tai Chi• Therapeutisches Reiten, Hundetraining• Teamsport• Kampfsportarten für Jugendliche• Eltern und Kinder gemeinsam!

M3 - Konferenzbeitrag - Abstract in Konferenzband

SP - 141

EP - 146

BT - 13. Jahrestagung der Gesellschaft für Pädiatrische Sportmedizin

PB - Deutsche Zeitschrift für Sportmedizin

ER -

ID: 278403