Ein modifizierter Laktat-Minimum-Test als alternatives Verfahren in der Ausdauerleistungsdiagnostik

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Ein modifizierter Laktat-Minimum-Test als alternatives Verfahren in der Ausdauerleistungsdiagnostik. / Zwingmann, Lukas; Manunzio, Christian Puni; Bloch, Wilhelm; Wahl, Patrick.

Training im Sport : Jahrestagung dvs-Sektion Trainingswissenschaft. ed. / Robert Collette; Stefan Endler; Thiemo Pelzer; Christian Rasche; Christian Winter; Mark Pfeiffer. Deutsche Vereinigung für Sportwissenschaft (dvs), 2017. p. 75-76.

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Zwingmann, L, Manunzio, CP, Bloch, W & Wahl, P 2017, Ein modifizierter Laktat-Minimum-Test als alternatives Verfahren in der Ausdauerleistungsdiagnostik. in R Collette, S Endler, T Pelzer, C Rasche, C Winter & M Pfeiffer (eds), Training im Sport : Jahrestagung dvs-Sektion Trainingswissenschaft. Deutsche Vereinigung für Sportwissenschaft (dvs), pp. 75-76, Mainz, Germany, 20.09.17. https://doi.org/10.13140/RG.2.2.21531.98089

APA

Zwingmann, L., Manunzio, C. P., Bloch, W., & Wahl, P. (2017). Ein modifizierter Laktat-Minimum-Test als alternatives Verfahren in der Ausdauerleistungsdiagnostik. In R. Collette, S. Endler, T. Pelzer, C. Rasche, C. Winter, & M. Pfeiffer (Eds.), Training im Sport : Jahrestagung dvs-Sektion Trainingswissenschaft (pp. 75-76). Deutsche Vereinigung für Sportwissenschaft (dvs). https://doi.org/10.13140/RG.2.2.21531.98089

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Zwingmann L, Manunzio CP, Bloch W, Wahl P. Ein modifizierter Laktat-Minimum-Test als alternatives Verfahren in der Ausdauerleistungsdiagnostik. In Collette R, Endler S, Pelzer T, Rasche C, Winter C, Pfeiffer M, editors, Training im Sport : Jahrestagung dvs-Sektion Trainingswissenschaft. Deutsche Vereinigung für Sportwissenschaft (dvs). 2017. p. 75-76 https://doi.org/10.13140/RG.2.2.21531.98089

Bibtex

@inbook{c9fcef3b6ee54bcf9d8466e371d7cd2b,
title = "Ein modifizierter Laktat-Minimum-Test als alternatives Verfahren in der Ausdauerleistungsdiagnostik",
abstract = "Einleitung: Anl{\"a}sslich einer ad{\"a}quaten Trainingssteuerung in vor allem konditionell determinierten Sportarten hat die Diagnostik der Ausdauerleistungsf{\"a}higkeit heute massiv an Bedeutung gewonnen. Das g{\"a}ngigste Testverfahren im Laufen und Radfahren stellt der sogenannte Stufentest dar, anhand dessen laktatbasierte Schwellen sowie, zumeist im Labor, die maximal erreichte Sauerstoffaufnahme (VO2max) und Herzfrequenz (HFmax) erfasst werden. Und obwohl die Komplexit{\"a}t der Laktatkinetik unter Belastung keine direkten Aussagen {\"u}ber die anaerobe Schwelle bzw. das Maximale Laktat-Steady-State (MLSS) anhand einfacher Laktatleistungskurven zul{\"a}sst, sind dennoch Konzepte, wie das „onset of blood lactate accumulation“ (OBLA) oder das Dmax, die bevorzugten Methoden zu dessen Bestimmung. Der Laktat-Minimum-Test (LMT) ist zwar ein physiologisch begr{\"u}ndbares Verfahren und zeigte bereits vielfach eine hohe {\"U}bereinstimmung mit dem MLSS, die meisten Testprotokolle entsprechen aber bislang nicht den Anforderungen einer komplexen Ausdauerleistungsdiagnostik.Ziel: Absicht dieser Studie war deshalb die Evaluation eines modifizierten LMT auf dem Laufband, der sowohl die Bestimmung des MLSS, als auch weiterer metabolischer Kenngr{\"o}{\ss}en ohne Vorkenntnisse {\"u}ber die Leistungsf{\"a}higkeit des Athleten erm{\"o}glicht.Methodik: 21 erfahrene L{\"a}ufer absolvierten einen Stufentest (Start bei 2,4 m/s, +0,4 m/s alle 5 min) zur Erfassung von OBLA und Dmax sowie der VO2max und HFmax. Der LMT startete mit einem Rampentest (Start 2,4 m/s, + 0,2 m/s je 1 min) zur Anhebung der Blutlaktatkonzentration und zur Bestimmung von VO2max und HFmax. Eine daran anschlie{\ss}ende zweite Belastungsphase (Start individuell, +0,1 m/s alle 2 min) diente der Erfassung des Laktat-Minimums einerseits anhand des absolut niedrigsten Messwertes (LMabs) und andererseits anhand eines Polynoms dritten Grades (LMpol). Zwei oder mehr 30-min{\"u}tige Dauertests sollten das MLSS als Validierungskriterium herausstellen.Ergebnisse: Die mittleren Differenzen zum MLSS lagen bei 0,01 ± 0,14 m/s (LMabs), 0,04 ± 0,15 m/s (LMpol), -0,06 ± 0,31 m/s (OBLA) und -0,08 m/s (Dmax). LMabs zeigte somit die gr{\"o}{\ss}te {\"U}bereinstimmung. Die Intraklassen Korrelationen (ICC) zwischen MLSS und den Schwellen zeigen mit 0,964 (LMabs), 0,956 (LMpol), 0,916 (Dmax) und 0,885 (OBLA) vergleichbare Ergebnisse. Die VO2max im Stufentest war mit durchschnittlich 4,42 ± 0,44 L/min zudem signifikant niedriger (p = 0,013) als im Rampentest (4,58 ± 0,58 L/min).Diskussion: Der angewandte LMT eignet sich sowohl zur Erfassung des MLSS, als auch zur umfassenden Bestimmung kardiorespiratorischer Maximalwerte. Die geringe interindividuelle Variabilit{\"a}t der Differenzen zum MLSS legt dar{\"u}ber hinaus den Vorteil gegen{\"u}ber etablierten Schwellenmodellen nahe. Anforderungen an k{\"u}nftige Studien sind vor allem die {\"U}berpr{\"u}fung der Test-Retest-Reliabilit{\"a}t und der Sensitivit{\"a}t im Hinblick auf trainingsbedingte Ver{\"a}nderungen des MLSS.",
author = "Lukas Zwingmann and Manunzio, {Christian Puni} and Wilhelm Bloch and Patrick Wahl",
year = "2017",
month = "9",
doi = "10.13140/RG.2.2.21531.98089",
language = "Deutsch",
pages = "75--76",
editor = "Collette, {Robert } and Stefan Endler and Pelzer, {Thiemo } and Christian Rasche and Christian Winter and Mark Pfeiffer",
booktitle = "Training im Sport",
publisher = "Deutsche Vereinigung f{\"u}r Sportwissenschaft (dvs)",

}

RIS

TY - CHAP

T1 - Ein modifizierter Laktat-Minimum-Test als alternatives Verfahren in der Ausdauerleistungsdiagnostik

AU - Zwingmann, Lukas

AU - Manunzio, Christian Puni

AU - Bloch, Wilhelm

AU - Wahl, Patrick

PY - 2017/9

Y1 - 2017/9

N2 - Einleitung: Anlässlich einer adäquaten Trainingssteuerung in vor allem konditionell determinierten Sportarten hat die Diagnostik der Ausdauerleistungsfähigkeit heute massiv an Bedeutung gewonnen. Das gängigste Testverfahren im Laufen und Radfahren stellt der sogenannte Stufentest dar, anhand dessen laktatbasierte Schwellen sowie, zumeist im Labor, die maximal erreichte Sauerstoffaufnahme (VO2max) und Herzfrequenz (HFmax) erfasst werden. Und obwohl die Komplexität der Laktatkinetik unter Belastung keine direkten Aussagen über die anaerobe Schwelle bzw. das Maximale Laktat-Steady-State (MLSS) anhand einfacher Laktatleistungskurven zulässt, sind dennoch Konzepte, wie das „onset of blood lactate accumulation“ (OBLA) oder das Dmax, die bevorzugten Methoden zu dessen Bestimmung. Der Laktat-Minimum-Test (LMT) ist zwar ein physiologisch begründbares Verfahren und zeigte bereits vielfach eine hohe Übereinstimmung mit dem MLSS, die meisten Testprotokolle entsprechen aber bislang nicht den Anforderungen einer komplexen Ausdauerleistungsdiagnostik.Ziel: Absicht dieser Studie war deshalb die Evaluation eines modifizierten LMT auf dem Laufband, der sowohl die Bestimmung des MLSS, als auch weiterer metabolischer Kenngrößen ohne Vorkenntnisse über die Leistungsfähigkeit des Athleten ermöglicht.Methodik: 21 erfahrene Läufer absolvierten einen Stufentest (Start bei 2,4 m/s, +0,4 m/s alle 5 min) zur Erfassung von OBLA und Dmax sowie der VO2max und HFmax. Der LMT startete mit einem Rampentest (Start 2,4 m/s, + 0,2 m/s je 1 min) zur Anhebung der Blutlaktatkonzentration und zur Bestimmung von VO2max und HFmax. Eine daran anschließende zweite Belastungsphase (Start individuell, +0,1 m/s alle 2 min) diente der Erfassung des Laktat-Minimums einerseits anhand des absolut niedrigsten Messwertes (LMabs) und andererseits anhand eines Polynoms dritten Grades (LMpol). Zwei oder mehr 30-minütige Dauertests sollten das MLSS als Validierungskriterium herausstellen.Ergebnisse: Die mittleren Differenzen zum MLSS lagen bei 0,01 ± 0,14 m/s (LMabs), 0,04 ± 0,15 m/s (LMpol), -0,06 ± 0,31 m/s (OBLA) und -0,08 m/s (Dmax). LMabs zeigte somit die größte Übereinstimmung. Die Intraklassen Korrelationen (ICC) zwischen MLSS und den Schwellen zeigen mit 0,964 (LMabs), 0,956 (LMpol), 0,916 (Dmax) und 0,885 (OBLA) vergleichbare Ergebnisse. Die VO2max im Stufentest war mit durchschnittlich 4,42 ± 0,44 L/min zudem signifikant niedriger (p = 0,013) als im Rampentest (4,58 ± 0,58 L/min).Diskussion: Der angewandte LMT eignet sich sowohl zur Erfassung des MLSS, als auch zur umfassenden Bestimmung kardiorespiratorischer Maximalwerte. Die geringe interindividuelle Variabilität der Differenzen zum MLSS legt darüber hinaus den Vorteil gegenüber etablierten Schwellenmodellen nahe. Anforderungen an künftige Studien sind vor allem die Überprüfung der Test-Retest-Reliabilität und der Sensitivität im Hinblick auf trainingsbedingte Veränderungen des MLSS.

AB - Einleitung: Anlässlich einer adäquaten Trainingssteuerung in vor allem konditionell determinierten Sportarten hat die Diagnostik der Ausdauerleistungsfähigkeit heute massiv an Bedeutung gewonnen. Das gängigste Testverfahren im Laufen und Radfahren stellt der sogenannte Stufentest dar, anhand dessen laktatbasierte Schwellen sowie, zumeist im Labor, die maximal erreichte Sauerstoffaufnahme (VO2max) und Herzfrequenz (HFmax) erfasst werden. Und obwohl die Komplexität der Laktatkinetik unter Belastung keine direkten Aussagen über die anaerobe Schwelle bzw. das Maximale Laktat-Steady-State (MLSS) anhand einfacher Laktatleistungskurven zulässt, sind dennoch Konzepte, wie das „onset of blood lactate accumulation“ (OBLA) oder das Dmax, die bevorzugten Methoden zu dessen Bestimmung. Der Laktat-Minimum-Test (LMT) ist zwar ein physiologisch begründbares Verfahren und zeigte bereits vielfach eine hohe Übereinstimmung mit dem MLSS, die meisten Testprotokolle entsprechen aber bislang nicht den Anforderungen einer komplexen Ausdauerleistungsdiagnostik.Ziel: Absicht dieser Studie war deshalb die Evaluation eines modifizierten LMT auf dem Laufband, der sowohl die Bestimmung des MLSS, als auch weiterer metabolischer Kenngrößen ohne Vorkenntnisse über die Leistungsfähigkeit des Athleten ermöglicht.Methodik: 21 erfahrene Läufer absolvierten einen Stufentest (Start bei 2,4 m/s, +0,4 m/s alle 5 min) zur Erfassung von OBLA und Dmax sowie der VO2max und HFmax. Der LMT startete mit einem Rampentest (Start 2,4 m/s, + 0,2 m/s je 1 min) zur Anhebung der Blutlaktatkonzentration und zur Bestimmung von VO2max und HFmax. Eine daran anschließende zweite Belastungsphase (Start individuell, +0,1 m/s alle 2 min) diente der Erfassung des Laktat-Minimums einerseits anhand des absolut niedrigsten Messwertes (LMabs) und andererseits anhand eines Polynoms dritten Grades (LMpol). Zwei oder mehr 30-minütige Dauertests sollten das MLSS als Validierungskriterium herausstellen.Ergebnisse: Die mittleren Differenzen zum MLSS lagen bei 0,01 ± 0,14 m/s (LMabs), 0,04 ± 0,15 m/s (LMpol), -0,06 ± 0,31 m/s (OBLA) und -0,08 m/s (Dmax). LMabs zeigte somit die größte Übereinstimmung. Die Intraklassen Korrelationen (ICC) zwischen MLSS und den Schwellen zeigen mit 0,964 (LMabs), 0,956 (LMpol), 0,916 (Dmax) und 0,885 (OBLA) vergleichbare Ergebnisse. Die VO2max im Stufentest war mit durchschnittlich 4,42 ± 0,44 L/min zudem signifikant niedriger (p = 0,013) als im Rampentest (4,58 ± 0,58 L/min).Diskussion: Der angewandte LMT eignet sich sowohl zur Erfassung des MLSS, als auch zur umfassenden Bestimmung kardiorespiratorischer Maximalwerte. Die geringe interindividuelle Variabilität der Differenzen zum MLSS legt darüber hinaus den Vorteil gegenüber etablierten Schwellenmodellen nahe. Anforderungen an künftige Studien sind vor allem die Überprüfung der Test-Retest-Reliabilität und der Sensitivität im Hinblick auf trainingsbedingte Veränderungen des MLSS.

U2 - 10.13140/RG.2.2.21531.98089

DO - 10.13140/RG.2.2.21531.98089

M3 - Konferenzbeitrag - Abstract in Konferenzband

SP - 75

EP - 76

BT - Training im Sport

A2 - Collette, Robert

A2 - Endler, Stefan

A2 - Pelzer, Thiemo

A2 - Rasche, Christian

A2 - Winter, Christian

A2 - Pfeiffer, Mark

PB - Deutsche Vereinigung für Sportwissenschaft (dvs)

ER -

ID: 3116731