Erholung, Belastung und Stress im Sportstudium - eine Längsschnittuntersuchung

Research output: Chapter in Book/Report/Conference proceedingConference contribution - Published abstract for conference with selection processResearchpeer-review

Standard

Erholung, Belastung und Stress im Sportstudium - eine Längsschnittuntersuchung. / Bastemeyer, Carolin; Zepp, Christian; Kleinert, Jens.

Zukunft der Sportpsychologie : zwischen Verstehen und Evidenz; Book of Abstracts ; virtuelle Online-Tagung ; 52. Jahrestagung der Arbeitsgemeinschaft für Sportpsychologie 21. bis 23. Mai 2020, Salzburg. ed. / Günther Amesberger; Sabine Würth; Thomas Finkenzeller. Salzburg : Universität Salzburg, 2020. p. 211.

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Harvard

Bastemeyer, C, Zepp, C & Kleinert, J 2020, Erholung, Belastung und Stress im Sportstudium - eine Längsschnittuntersuchung. in G Amesberger, S Würth & T Finkenzeller (eds), Zukunft der Sportpsychologie : zwischen Verstehen und Evidenz; Book of Abstracts ; virtuelle Online-Tagung ; 52. Jahrestagung der Arbeitsgemeinschaft für Sportpsychologie 21. bis 23. Mai 2020, Salzburg. Universität Salzburg, Salzburg, pp. 211, Jahrestagung der Arbeitsgemeinschaft für Sportpsychologie, Salzburg, Austria, 21.05.20.

APA

Bastemeyer, C., Zepp, C., & Kleinert, J. (2020). Erholung, Belastung und Stress im Sportstudium - eine Längsschnittuntersuchung. In G. Amesberger, S. Würth, & T. Finkenzeller (Eds.), Zukunft der Sportpsychologie : zwischen Verstehen und Evidenz; Book of Abstracts ; virtuelle Online-Tagung ; 52. Jahrestagung der Arbeitsgemeinschaft für Sportpsychologie 21. bis 23. Mai 2020, Salzburg (pp. 211). Universität Salzburg.

Vancouver

Bastemeyer C, Zepp C, Kleinert J. Erholung, Belastung und Stress im Sportstudium - eine Längsschnittuntersuchung. In Amesberger G, Würth S, Finkenzeller T, editors, Zukunft der Sportpsychologie : zwischen Verstehen und Evidenz; Book of Abstracts ; virtuelle Online-Tagung ; 52. Jahrestagung der Arbeitsgemeinschaft für Sportpsychologie 21. bis 23. Mai 2020, Salzburg. Salzburg: Universität Salzburg. 2020. p. 211

Bibtex

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title = "Erholung, Belastung und Stress im Sportstudium - eine L{\"a}ngsschnittuntersuchung",
abstract = "Studierende aller Studienrichtungen erleben im Studienverlauf (Holm-Hadulla, 2001) und insbesondere in Pr{\"u}fungsphasen ein hohes Ma{\ss} an Stress (vgl. Grobe, Steinmann, & Szecsenyi, 2018, Middendorff et al. 2012). Bisher haben nur vereinzelte Studien das Stresserleben bei Sportstudierenden im Studienverlauf untersucht. W{\"a}hrend des Sportstudiums m{\"u}ssen die Studierenden k{\"o}rperliche Leistungen erbringen, die einen Einfluss (Erholung/ Beanspruchung) auf das Stresserleben haben k{\"o}nnen. Daher ist das Ziel der vorliegenden Untersuchung einerseits das Stresserleben bei Sportstudierenden im Semesterverlauf zu untersuchen und andererseits m{\"o}gliche Unterschiede von Erholungs- und Beanspruchungsfaktoren im sportwissenschaftlichen Studium darzustellen. Weiterhin soll {\"u}berpr{\"u}ft werden, inwieweit Erholungsfaktoren zur Aufkl{\"a}rung des Stresserlebens einen Beitrag leisten. An der L{\"a}ngsschnittuntersuchung nahmen zu Untersuchungsbeginn (t0 = Semesteranfang) insgesamt 111 und zu Untersuchungsende (t1 = Semesterende) 45 Bachelor-Sportstudierende teil (42.2 % m{\"a}nnlich; Alter M = 20.8 Jahre, SD = 2.0 Jahre) teil. Zur Erfassung des allgemeinen Stresserlebens wurde die deutsche Version des Perceived Stress Questionnaire (PSQ-20, Fliege et al., 2001) eingesetzt. Zur Erfassung von allgemeinen Erholungs- und Beanspruchungsfaktoren wurde der Erholungs-Belastungsfragebogen (EBF-24; Kellmann, 2000) eingesetzt. Die Ergebnisse einer MANOVA mit Messwiederholung zeigen signifikante Unterschiede im Gesamt-Stresserleben der Studierenden zwischen t0 und t1 (F(1/44) = 4.96, p = .031, η² =.10), wobei das Stresserleben zu Semesterende (t1) h{\"o}her ist als zu Beginn des Semesters (t0). Besonders die Dimension Anspannung ist am Semesterende signifikant st{\"a}rker ausgepr{\"a}gt (F(1/44) = 32.08, p <.001, η² = .42). Von Semesterbeginn zu -ende erh{\"o}ht sich bei den Sportstudierenden die erlebte emotionale Beanspruchung (F(1/44) = 4.34, p = .043, η² = .09), die soziale Beanspruchung (F(1/44) = 7.06, p = .011, η² = .14), Konflikte/Leistungsdruck (F(1/44) = 8.07, p = .007, η² = .16) und es verschlechtern sich die allgemeine Erholung (F(1/44) = 8.04, p = .007, η² = .15), die soziale Erholung (F(1/44) = 4.97, p = .031, η² = .10) und der Schlaf (F(1/44) = 10.15, p = .003, η² = .19). Von den Erholungsfaktoren (t1) erweist sich lediglich die somatische Erholung als Pr{\"a}diktor des Gesamt-Stresserlebens zu t1 (β= -.76; r²korr = .19; F(3/44) = 1.33, p = .023). Die Ergebnisse belegen erg{\"a}nzend zu fr{\"u}heren Studien (Holm-Hadulla, 2001) auch f{\"u}r Sportstudierende eine Zunahme von Stress und erh{\"o}hten Belastungen im Semesterverlauf. Erkl{\"a}ren l{\"a}sst sich dieser Anstieg u.a. mit der erh{\"o}hten Anspannung aufgrund von Pr{\"u}fungen am Semesterende. Weiterhin scheinen speziell soziale Belastungen (z.B. Konflikte in Beziehungen oder in Pr{\"u}fungsgruppen) oder auch Leistungsdruck die Studierenden am Semesterende vermehrt zu beanspruchen. Dies kann auch die signifikant niedrigeren Werte in den allgemeinen und sozialen Erholungsbereichen zu t1 erkl{\"a}ren. Weitere l{\"a}ngsschnittliche Studien sind notwendig, um studiengangs- und alltagsspezifische Erholungs- und Belastungsfaktoren im Tages-, Semester- oder Studienverlauf w{\"a}hrend Pr{\"u}fungsphasen zu erfassen und m{\"o}gliche Wirkzusammenh{\"a}nge (auch in Abh{\"a}ngigkeit von Moderator-/ Mediatorvariablen wie bspw. Geschlecht) zwischen diesen zu untersuchen.",
author = "Carolin Bastemeyer and Christian Zepp and Jens Kleinert",
year = "2020",
month = may,
language = "Deutsch",
pages = "211",
editor = "G{\"u}nther Amesberger and Sabine W{\"u}rth and Thomas Finkenzeller",
booktitle = "Zukunft der Sportpsychologie",
publisher = "Universit{\"a}t Salzburg",
note = "Jahrestagung der Arbeitsgemeinschaft f{\"u}r Sportpsychologie : Zukunft der Sportpsychologie ; Conference date: 21-05-2020 Through 23-05-2020",

}

RIS

TY - CHAP

T1 - Erholung, Belastung und Stress im Sportstudium - eine Längsschnittuntersuchung

AU - Bastemeyer, Carolin

AU - Zepp, Christian

AU - Kleinert, Jens

N1 - Conference code: 52

PY - 2020/5

Y1 - 2020/5

N2 - Studierende aller Studienrichtungen erleben im Studienverlauf (Holm-Hadulla, 2001) und insbesondere in Prüfungsphasen ein hohes Maß an Stress (vgl. Grobe, Steinmann, & Szecsenyi, 2018, Middendorff et al. 2012). Bisher haben nur vereinzelte Studien das Stresserleben bei Sportstudierenden im Studienverlauf untersucht. Während des Sportstudiums müssen die Studierenden körperliche Leistungen erbringen, die einen Einfluss (Erholung/ Beanspruchung) auf das Stresserleben haben können. Daher ist das Ziel der vorliegenden Untersuchung einerseits das Stresserleben bei Sportstudierenden im Semesterverlauf zu untersuchen und andererseits mögliche Unterschiede von Erholungs- und Beanspruchungsfaktoren im sportwissenschaftlichen Studium darzustellen. Weiterhin soll überprüft werden, inwieweit Erholungsfaktoren zur Aufklärung des Stresserlebens einen Beitrag leisten. An der Längsschnittuntersuchung nahmen zu Untersuchungsbeginn (t0 = Semesteranfang) insgesamt 111 und zu Untersuchungsende (t1 = Semesterende) 45 Bachelor-Sportstudierende teil (42.2 % männlich; Alter M = 20.8 Jahre, SD = 2.0 Jahre) teil. Zur Erfassung des allgemeinen Stresserlebens wurde die deutsche Version des Perceived Stress Questionnaire (PSQ-20, Fliege et al., 2001) eingesetzt. Zur Erfassung von allgemeinen Erholungs- und Beanspruchungsfaktoren wurde der Erholungs-Belastungsfragebogen (EBF-24; Kellmann, 2000) eingesetzt. Die Ergebnisse einer MANOVA mit Messwiederholung zeigen signifikante Unterschiede im Gesamt-Stresserleben der Studierenden zwischen t0 und t1 (F(1/44) = 4.96, p = .031, η² =.10), wobei das Stresserleben zu Semesterende (t1) höher ist als zu Beginn des Semesters (t0). Besonders die Dimension Anspannung ist am Semesterende signifikant stärker ausgeprägt (F(1/44) = 32.08, p <.001, η² = .42). Von Semesterbeginn zu -ende erhöht sich bei den Sportstudierenden die erlebte emotionale Beanspruchung (F(1/44) = 4.34, p = .043, η² = .09), die soziale Beanspruchung (F(1/44) = 7.06, p = .011, η² = .14), Konflikte/Leistungsdruck (F(1/44) = 8.07, p = .007, η² = .16) und es verschlechtern sich die allgemeine Erholung (F(1/44) = 8.04, p = .007, η² = .15), die soziale Erholung (F(1/44) = 4.97, p = .031, η² = .10) und der Schlaf (F(1/44) = 10.15, p = .003, η² = .19). Von den Erholungsfaktoren (t1) erweist sich lediglich die somatische Erholung als Prädiktor des Gesamt-Stresserlebens zu t1 (β= -.76; r²korr = .19; F(3/44) = 1.33, p = .023). Die Ergebnisse belegen ergänzend zu früheren Studien (Holm-Hadulla, 2001) auch für Sportstudierende eine Zunahme von Stress und erhöhten Belastungen im Semesterverlauf. Erklären lässt sich dieser Anstieg u.a. mit der erhöhten Anspannung aufgrund von Prüfungen am Semesterende. Weiterhin scheinen speziell soziale Belastungen (z.B. Konflikte in Beziehungen oder in Prüfungsgruppen) oder auch Leistungsdruck die Studierenden am Semesterende vermehrt zu beanspruchen. Dies kann auch die signifikant niedrigeren Werte in den allgemeinen und sozialen Erholungsbereichen zu t1 erklären. Weitere längsschnittliche Studien sind notwendig, um studiengangs- und alltagsspezifische Erholungs- und Belastungsfaktoren im Tages-, Semester- oder Studienverlauf während Prüfungsphasen zu erfassen und mögliche Wirkzusammenhänge (auch in Abhängigkeit von Moderator-/ Mediatorvariablen wie bspw. Geschlecht) zwischen diesen zu untersuchen.

AB - Studierende aller Studienrichtungen erleben im Studienverlauf (Holm-Hadulla, 2001) und insbesondere in Prüfungsphasen ein hohes Maß an Stress (vgl. Grobe, Steinmann, & Szecsenyi, 2018, Middendorff et al. 2012). Bisher haben nur vereinzelte Studien das Stresserleben bei Sportstudierenden im Studienverlauf untersucht. Während des Sportstudiums müssen die Studierenden körperliche Leistungen erbringen, die einen Einfluss (Erholung/ Beanspruchung) auf das Stresserleben haben können. Daher ist das Ziel der vorliegenden Untersuchung einerseits das Stresserleben bei Sportstudierenden im Semesterverlauf zu untersuchen und andererseits mögliche Unterschiede von Erholungs- und Beanspruchungsfaktoren im sportwissenschaftlichen Studium darzustellen. Weiterhin soll überprüft werden, inwieweit Erholungsfaktoren zur Aufklärung des Stresserlebens einen Beitrag leisten. An der Längsschnittuntersuchung nahmen zu Untersuchungsbeginn (t0 = Semesteranfang) insgesamt 111 und zu Untersuchungsende (t1 = Semesterende) 45 Bachelor-Sportstudierende teil (42.2 % männlich; Alter M = 20.8 Jahre, SD = 2.0 Jahre) teil. Zur Erfassung des allgemeinen Stresserlebens wurde die deutsche Version des Perceived Stress Questionnaire (PSQ-20, Fliege et al., 2001) eingesetzt. Zur Erfassung von allgemeinen Erholungs- und Beanspruchungsfaktoren wurde der Erholungs-Belastungsfragebogen (EBF-24; Kellmann, 2000) eingesetzt. Die Ergebnisse einer MANOVA mit Messwiederholung zeigen signifikante Unterschiede im Gesamt-Stresserleben der Studierenden zwischen t0 und t1 (F(1/44) = 4.96, p = .031, η² =.10), wobei das Stresserleben zu Semesterende (t1) höher ist als zu Beginn des Semesters (t0). Besonders die Dimension Anspannung ist am Semesterende signifikant stärker ausgeprägt (F(1/44) = 32.08, p <.001, η² = .42). Von Semesterbeginn zu -ende erhöht sich bei den Sportstudierenden die erlebte emotionale Beanspruchung (F(1/44) = 4.34, p = .043, η² = .09), die soziale Beanspruchung (F(1/44) = 7.06, p = .011, η² = .14), Konflikte/Leistungsdruck (F(1/44) = 8.07, p = .007, η² = .16) und es verschlechtern sich die allgemeine Erholung (F(1/44) = 8.04, p = .007, η² = .15), die soziale Erholung (F(1/44) = 4.97, p = .031, η² = .10) und der Schlaf (F(1/44) = 10.15, p = .003, η² = .19). Von den Erholungsfaktoren (t1) erweist sich lediglich die somatische Erholung als Prädiktor des Gesamt-Stresserlebens zu t1 (β= -.76; r²korr = .19; F(3/44) = 1.33, p = .023). Die Ergebnisse belegen ergänzend zu früheren Studien (Holm-Hadulla, 2001) auch für Sportstudierende eine Zunahme von Stress und erhöhten Belastungen im Semesterverlauf. Erklären lässt sich dieser Anstieg u.a. mit der erhöhten Anspannung aufgrund von Prüfungen am Semesterende. Weiterhin scheinen speziell soziale Belastungen (z.B. Konflikte in Beziehungen oder in Prüfungsgruppen) oder auch Leistungsdruck die Studierenden am Semesterende vermehrt zu beanspruchen. Dies kann auch die signifikant niedrigeren Werte in den allgemeinen und sozialen Erholungsbereichen zu t1 erklären. Weitere längsschnittliche Studien sind notwendig, um studiengangs- und alltagsspezifische Erholungs- und Belastungsfaktoren im Tages-, Semester- oder Studienverlauf während Prüfungsphasen zu erfassen und mögliche Wirkzusammenhänge (auch in Abhängigkeit von Moderator-/ Mediatorvariablen wie bspw. Geschlecht) zwischen diesen zu untersuchen.

M3 - Konferenzbeitrag - Abstract in Konferenzband

SP - 211

BT - Zukunft der Sportpsychologie

A2 - Amesberger, Günther

A2 - Würth, Sabine

A2 - Finkenzeller, Thomas

PB - Universität Salzburg

CY - Salzburg

T2 - Jahrestagung der Arbeitsgemeinschaft für Sportpsychologie

Y2 - 21 May 2020 through 23 May 2020

ER -

ID: 5594479