Fitts Law² - (Partner-)Interaktionen in den Sportspielen

Research output: Chapter in Book/Report/Conference proceedingConference contribution - Published abstract for conference with selection processResearchpeer-review

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Fitts Law² - (Partner-)Interaktionen in den Sportspielen. / Klein-Soetebier, Timo.

Motorische und kognitive Leistungsfähigkeit über die Lebensspanne: 13. Jahrestagung der dvs-Sektion Sportmotorik 28. Februar bis 02. März 2013 in Stuttgart. 2013. p. 33.

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Klein-Soetebier, T 2013, Fitts Law² - (Partner-)Interaktionen in den Sportspielen. in Motorische und kognitive Leistungsfähigkeit über die Lebensspanne: 13. Jahrestagung der dvs-Sektion Sportmotorik 28. Februar bis 02. März 2013 in Stuttgart. pp. 33, Jahrestagung der dvs-Sektion Sportmotorik, Stuttgart, Germany, 28.02.13.

APA

Klein-Soetebier, T. (2013). Fitts Law² - (Partner-)Interaktionen in den Sportspielen. In Motorische und kognitive Leistungsfähigkeit über die Lebensspanne: 13. Jahrestagung der dvs-Sektion Sportmotorik 28. Februar bis 02. März 2013 in Stuttgart (pp. 33)

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Klein-Soetebier T. Fitts Law² - (Partner-)Interaktionen in den Sportspielen. In Motorische und kognitive Leistungsfähigkeit über die Lebensspanne: 13. Jahrestagung der dvs-Sektion Sportmotorik 28. Februar bis 02. März 2013 in Stuttgart. 2013. p. 33

Bibtex

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abstract = "Einleitung Das Fitts{\textquoteright}sche Gesetz (Fitts, 1954) beschreibt die Abh{\"a}ngigkeit zwischen den Leis-tungsparametern Bewegungsgeschwindigkeit und -genauigkeit bei der Ausf{\"u}hrung einfacher motorischer Handlungen. Eine Erh{\"o}hung der Geschwindigkeit geht auf Kosten der Genauigkeit (d.h. Anzahl der Bewegungsfehler steigt). Zwei Experimente pr{\"u}fen, ob sich dieser - f{\"u}r einfache motorische Handlungen oft best{\"a}tigte - Zu-sammenhang auch in der komplexen Interaktion zweier Spieler in den Sportspielen Basketball und Fu{\ss}ball nachweisen l{\"a}sst. Methode Im Exp. 1 sollten 12 Versuchspaare (VP) einen Basketball durch einen Korridor (40cm, 50cm & 60cm) {\"u}ber drei Distanzen (2m, 3m & 4m) hinweg 20 Sek. lang im Wechsel hin und her passen. Auf Basis des Fitts{\textquoteright}schen Gesetzes ergab die ortho-gonale Kombination dieser beiden Faktoren (Passkorridor und Passl{\"a}nge) neun Schwierigkeitsindizes (SI{\textquoteright}s) mit Werten von 2.5 bis 4.6. Im Exp. 2 sollten sich 12 VP einen Fu{\ss}ball mittels Innenseitsto{\ss} durch einen Korridor (75cm, 100cm & 125cm) {\"u}ber drei Distanzen (2m, 3m & 4m) hin und her spielen. Es ergaben sich neun SI{\textquoteright}s mit Werten von 2.0 bis 3.9. Als abh{\"a}ngige Variablen wurde jeweils die Anzahl der P{\"a}sse und die (Pass-)Fehler (Ber{\"u}hrungen der vertikalen Begrenzungen) erfasst. Ergebnisse Lineare Regressionsanalysen best{\"a}tigen den signifikanten Zusammenhang zwischen den Passzeiten und der Aufgabenschwierigkeit f{\"u}r beide Experimente (Exp. 1: R²= .608; p< .05 / Exp. 2: R²= .884; p< .01). Mit zunehmendem SI werden im gleichen Zeitintervall weniger P{\"a}sse gespielt. Dar{\"u}ber hinaus bestimmt die Aufga-benschwierigkeit die Anzahl der (Pass-)Fehler in exponentiellem Ma{\ss}e (Exp. 1: Rexp.²= .959; p< .001 / Exp. 2: Rexp.²= .962; p< .001). Diskussion Nach den Ergebnissen beider Experimente wirken sich die Entfernung zum Mitspieler und die Gr{\"o}{\ss}e der L{\"u}cke zwischen zwei Abwehrspielern unmittelbar auf die Kontrolle von Spielp{\"a}ssen aus. P{\"a}sse werden unter Abspielbedingungen, die durch einen hohen SI gekennzeichnet sind, langsamer gespielt bzw. enden h{\"a}ufiger als Fehlpass. Aus Sicht der Informationstheorie kann dies mit einer begrenzten Kapazit{\"a}t der Informations{\"u}bertragung (Einheiten/Sekunde) erkl{\"a}rt werden. Literatur Fitts, P. M. (1954). The information capacity of the human motor system in controlling the ampli-tude of movement. Journal of Experimental Psychology, 47, 381–391. ",
author = "Timo Klein-Soetebier",
year = "2013",
month = mar,
day = "2",
language = "Deutsch",
pages = "33",
booktitle = "Motorische und kognitive Leistungsf{\"a}higkeit {\"u}ber die Lebensspanne",
note = "Jahrestagung der dvs-Sektion Sportmotorik ; Conference date: 28-02-2013 Through 02-03-2013",

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RIS

TY - CHAP

T1 - Fitts Law² - (Partner-)Interaktionen in den Sportspielen

AU - Klein-Soetebier, Timo

N1 - Conference code: 13

PY - 2013/3/2

Y1 - 2013/3/2

N2 - Einleitung Das Fitts’sche Gesetz (Fitts, 1954) beschreibt die Abhängigkeit zwischen den Leis-tungsparametern Bewegungsgeschwindigkeit und -genauigkeit bei der Ausführung einfacher motorischer Handlungen. Eine Erhöhung der Geschwindigkeit geht auf Kosten der Genauigkeit (d.h. Anzahl der Bewegungsfehler steigt). Zwei Experimente prüfen, ob sich dieser - für einfache motorische Handlungen oft bestätigte - Zu-sammenhang auch in der komplexen Interaktion zweier Spieler in den Sportspielen Basketball und Fußball nachweisen lässt. Methode Im Exp. 1 sollten 12 Versuchspaare (VP) einen Basketball durch einen Korridor (40cm, 50cm & 60cm) über drei Distanzen (2m, 3m & 4m) hinweg 20 Sek. lang im Wechsel hin und her passen. Auf Basis des Fitts’schen Gesetzes ergab die ortho-gonale Kombination dieser beiden Faktoren (Passkorridor und Passlänge) neun Schwierigkeitsindizes (SI’s) mit Werten von 2.5 bis 4.6. Im Exp. 2 sollten sich 12 VP einen Fußball mittels Innenseitstoß durch einen Korridor (75cm, 100cm & 125cm) über drei Distanzen (2m, 3m & 4m) hin und her spielen. Es ergaben sich neun SI’s mit Werten von 2.0 bis 3.9. Als abhängige Variablen wurde jeweils die Anzahl der Pässe und die (Pass-)Fehler (Berührungen der vertikalen Begrenzungen) erfasst. Ergebnisse Lineare Regressionsanalysen bestätigen den signifikanten Zusammenhang zwischen den Passzeiten und der Aufgabenschwierigkeit für beide Experimente (Exp. 1: R²= .608; p< .05 / Exp. 2: R²= .884; p< .01). Mit zunehmendem SI werden im gleichen Zeitintervall weniger Pässe gespielt. Darüber hinaus bestimmt die Aufga-benschwierigkeit die Anzahl der (Pass-)Fehler in exponentiellem Maße (Exp. 1: Rexp.²= .959; p< .001 / Exp. 2: Rexp.²= .962; p< .001). Diskussion Nach den Ergebnissen beider Experimente wirken sich die Entfernung zum Mitspieler und die Größe der Lücke zwischen zwei Abwehrspielern unmittelbar auf die Kontrolle von Spielpässen aus. Pässe werden unter Abspielbedingungen, die durch einen hohen SI gekennzeichnet sind, langsamer gespielt bzw. enden häufiger als Fehlpass. Aus Sicht der Informationstheorie kann dies mit einer begrenzten Kapazität der Informationsübertragung (Einheiten/Sekunde) erklärt werden. Literatur Fitts, P. M. (1954). The information capacity of the human motor system in controlling the ampli-tude of movement. Journal of Experimental Psychology, 47, 381–391.

AB - Einleitung Das Fitts’sche Gesetz (Fitts, 1954) beschreibt die Abhängigkeit zwischen den Leis-tungsparametern Bewegungsgeschwindigkeit und -genauigkeit bei der Ausführung einfacher motorischer Handlungen. Eine Erhöhung der Geschwindigkeit geht auf Kosten der Genauigkeit (d.h. Anzahl der Bewegungsfehler steigt). Zwei Experimente prüfen, ob sich dieser - für einfache motorische Handlungen oft bestätigte - Zu-sammenhang auch in der komplexen Interaktion zweier Spieler in den Sportspielen Basketball und Fußball nachweisen lässt. Methode Im Exp. 1 sollten 12 Versuchspaare (VP) einen Basketball durch einen Korridor (40cm, 50cm & 60cm) über drei Distanzen (2m, 3m & 4m) hinweg 20 Sek. lang im Wechsel hin und her passen. Auf Basis des Fitts’schen Gesetzes ergab die ortho-gonale Kombination dieser beiden Faktoren (Passkorridor und Passlänge) neun Schwierigkeitsindizes (SI’s) mit Werten von 2.5 bis 4.6. Im Exp. 2 sollten sich 12 VP einen Fußball mittels Innenseitstoß durch einen Korridor (75cm, 100cm & 125cm) über drei Distanzen (2m, 3m & 4m) hin und her spielen. Es ergaben sich neun SI’s mit Werten von 2.0 bis 3.9. Als abhängige Variablen wurde jeweils die Anzahl der Pässe und die (Pass-)Fehler (Berührungen der vertikalen Begrenzungen) erfasst. Ergebnisse Lineare Regressionsanalysen bestätigen den signifikanten Zusammenhang zwischen den Passzeiten und der Aufgabenschwierigkeit für beide Experimente (Exp. 1: R²= .608; p< .05 / Exp. 2: R²= .884; p< .01). Mit zunehmendem SI werden im gleichen Zeitintervall weniger Pässe gespielt. Darüber hinaus bestimmt die Aufga-benschwierigkeit die Anzahl der (Pass-)Fehler in exponentiellem Maße (Exp. 1: Rexp.²= .959; p< .001 / Exp. 2: Rexp.²= .962; p< .001). Diskussion Nach den Ergebnissen beider Experimente wirken sich die Entfernung zum Mitspieler und die Größe der Lücke zwischen zwei Abwehrspielern unmittelbar auf die Kontrolle von Spielpässen aus. Pässe werden unter Abspielbedingungen, die durch einen hohen SI gekennzeichnet sind, langsamer gespielt bzw. enden häufiger als Fehlpass. Aus Sicht der Informationstheorie kann dies mit einer begrenzten Kapazität der Informationsübertragung (Einheiten/Sekunde) erklärt werden. Literatur Fitts, P. M. (1954). The information capacity of the human motor system in controlling the ampli-tude of movement. Journal of Experimental Psychology, 47, 381–391.

M3 - Konferenzbeitrag - Abstract in Konferenzband

SP - 33

BT - Motorische und kognitive Leistungsfähigkeit über die Lebensspanne

T2 - Jahrestagung der dvs-Sektion Sportmotorik

Y2 - 28 February 2013 through 2 March 2013

ER -

ID: 540783