„Ich weiß, wie guter Sportunterricht aussieht.“ – individuelle Perspektiven darstellen, analysieren, reflektieren

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„Ich weiß, wie guter Sportunterricht aussieht.“ – individuelle Perspektiven darstellen, analysieren, reflektieren. / Guardiera, Petra.

Bewegung und Sport im Horizont von Jugend- und schulpädagogischer Forschung: 32. Jahrestagung der dvs-Sektion Sportpädagogik vom 30. Mai - 1. Juni 2019 in Heidelberg. Vol. 276 Hamburg, 2019. p. 35.

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Harvard

Guardiera, P 2019, „Ich weiß, wie guter Sportunterricht aussieht.“ – individuelle Perspektiven darstellen, analysieren, reflektieren. in Bewegung und Sport im Horizont von Jugend- und schulpädagogischer Forschung: 32. Jahrestagung der dvs-Sektion Sportpädagogik vom 30. Mai - 1. Juni 2019 in Heidelberg. vol. 276, Hamburg, pp. 35.

APA

Guardiera, P. (2019). „Ich weiß, wie guter Sportunterricht aussieht.“ – individuelle Perspektiven darstellen, analysieren, reflektieren. In Bewegung und Sport im Horizont von Jugend- und schulpädagogischer Forschung: 32. Jahrestagung der dvs-Sektion Sportpädagogik vom 30. Mai - 1. Juni 2019 in Heidelberg (Vol. 276, pp. 35). Hamburg.

Vancouver

Guardiera P. „Ich weiß, wie guter Sportunterricht aussieht.“ – individuelle Perspektiven darstellen, analysieren, reflektieren. In Bewegung und Sport im Horizont von Jugend- und schulpädagogischer Forschung: 32. Jahrestagung der dvs-Sektion Sportpädagogik vom 30. Mai - 1. Juni 2019 in Heidelberg. Vol. 276. Hamburg. 2019. p. 35

Bibtex

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title = "„Ich wei{\ss}, wie guter Sportunterricht aussieht.“ – individuelle Perspektiven darstellen, analysieren, reflektieren",
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author = "Petra Guardiera",
year = "2019",
month = "5",
language = "Deutsch",
volume = "276",
pages = "35",
booktitle = "Bewegung und Sport im Horizont von Jugend- und schulp{\"a}dagogischer Forschung",

}

RIS

TY - CHAP

T1 - „Ich weiß, wie guter Sportunterricht aussieht.“ – individuelle Perspektiven darstellen, analysieren, reflektieren

AU - Guardiera, Petra

PY - 2019/5

Y1 - 2019/5

N2 - Ein wesentliches Glied der im Tagungsthema benannten Verkettung von Jugend und Schule stellen Lehrkräfte dar. Ihnen obliegt unter anderem die Aufgabe, Jugendli-chen bestmögliche Partizipationschancen am (außer)schulischen Leben zu ermögli-chen. Aus Schülersicht ist dafür ein Unterricht günstig, in dem es Lehrkräften gelingt, Lernende ausgehend von ihren individuellen Lern- und Leistungsvoraussetzungen im Rahmen professionell gestalteter Lernsituationen bestmöglich zu fördern. Eingedenk der Erkenntnis, dass die Gestaltung unterrichtlicher Lernsituationen viel-fach an zu Unterrichtsbildern verdichteten biographischen Erfahrungen und Über-zeugungen und weniger an wissenschaftlichem Wissen orientiert ist (Lehmann-Rommel, 2014), kommt der Reflexion ebenjener subjektiven Unterrichtsbilder eine hohe Bedeutung zu. So ist die Förderung der Reflexionsfähigkeit als notwendige Kompetenz für den Professionalisierungsprozess der Studierenden zentral (vgl. Hat-ton & Smith, 1995), und ein Aufbrechen solcher Bilder Voraussetzung für die profes-sionelle Gestaltung unterrichtlicher Lernsituationen. Der Beitrag präsentiert Ergebnis-se einer Projektstudie auf Lehrveranstaltungsebene, deren Ziel darin bestand, Stu-dierende in eine reflexive Distanz zu ihren individuellen Überzeugungen bzgl. „gelun-genen“ Sportunterrichts zu bringen, um so ggf. handlungswirksame Perspektivwech-sel auszulösen, welche als Indiz für Reflexionsprozesse gelten (ebd.). Die Ergebnis-se beruhen auf einem methodisch zweidimensionalen Vorgehen: Vorgestellt wird ein qualitativer Ansatz im Rahmen einer studentischen Fallarbeit im pre-/ post-design; Gegenstand der Fallanalyse ist ein inklusives Sportunterrichtssetting. Zudem liefert der Beitrag Ergebnisse einer Visualisierungsmethode: Individuelle Sinnkonstruktionen im Rahmen internalisierter Bilder idealen Sportunterrichts werden grafisch dargestellt und re- bzw. dekonstruiert (Haas et al. 1994). Hier greift der Beitrag Hinweise von Lüsebrink (2014, S. 449) auf die Relevanz ästhetischer Erfahrungen im Zusammen-hang mit „selbstbezogenen Erkenntnisse[n] und [der] Selbstreflexivität“ für die Förde-rung von Reflexionsprozessen auf. Beide Ansätze liefern deutliche Hinweise auf Ver-änderungen der eingenommenen Perspektiven auf sog. gelungenen Sportunterricht und fördern folglich den für eine professionelle Gestaltung von unterrichtlichen Lern-situationen erforderlichen Entwicklungsprozess der Studierenden.

AB - Ein wesentliches Glied der im Tagungsthema benannten Verkettung von Jugend und Schule stellen Lehrkräfte dar. Ihnen obliegt unter anderem die Aufgabe, Jugendli-chen bestmögliche Partizipationschancen am (außer)schulischen Leben zu ermögli-chen. Aus Schülersicht ist dafür ein Unterricht günstig, in dem es Lehrkräften gelingt, Lernende ausgehend von ihren individuellen Lern- und Leistungsvoraussetzungen im Rahmen professionell gestalteter Lernsituationen bestmöglich zu fördern. Eingedenk der Erkenntnis, dass die Gestaltung unterrichtlicher Lernsituationen viel-fach an zu Unterrichtsbildern verdichteten biographischen Erfahrungen und Über-zeugungen und weniger an wissenschaftlichem Wissen orientiert ist (Lehmann-Rommel, 2014), kommt der Reflexion ebenjener subjektiven Unterrichtsbilder eine hohe Bedeutung zu. So ist die Förderung der Reflexionsfähigkeit als notwendige Kompetenz für den Professionalisierungsprozess der Studierenden zentral (vgl. Hat-ton & Smith, 1995), und ein Aufbrechen solcher Bilder Voraussetzung für die profes-sionelle Gestaltung unterrichtlicher Lernsituationen. Der Beitrag präsentiert Ergebnis-se einer Projektstudie auf Lehrveranstaltungsebene, deren Ziel darin bestand, Stu-dierende in eine reflexive Distanz zu ihren individuellen Überzeugungen bzgl. „gelun-genen“ Sportunterrichts zu bringen, um so ggf. handlungswirksame Perspektivwech-sel auszulösen, welche als Indiz für Reflexionsprozesse gelten (ebd.). Die Ergebnis-se beruhen auf einem methodisch zweidimensionalen Vorgehen: Vorgestellt wird ein qualitativer Ansatz im Rahmen einer studentischen Fallarbeit im pre-/ post-design; Gegenstand der Fallanalyse ist ein inklusives Sportunterrichtssetting. Zudem liefert der Beitrag Ergebnisse einer Visualisierungsmethode: Individuelle Sinnkonstruktionen im Rahmen internalisierter Bilder idealen Sportunterrichts werden grafisch dargestellt und re- bzw. dekonstruiert (Haas et al. 1994). Hier greift der Beitrag Hinweise von Lüsebrink (2014, S. 449) auf die Relevanz ästhetischer Erfahrungen im Zusammen-hang mit „selbstbezogenen Erkenntnisse[n] und [der] Selbstreflexivität“ für die Förde-rung von Reflexionsprozessen auf. Beide Ansätze liefern deutliche Hinweise auf Ver-änderungen der eingenommenen Perspektiven auf sog. gelungenen Sportunterricht und fördern folglich den für eine professionelle Gestaltung von unterrichtlichen Lern-situationen erforderlichen Entwicklungsprozess der Studierenden.

M3 - Konferenzbeitrag - Abstract in Konferenzband

VL - 276

SP - 35

BT - Bewegung und Sport im Horizont von Jugend- und schulpädagogischer Forschung

CY - Hamburg

ER -

ID: 4092937