Kein Heimvorteil in der 1.Tischtennisbundesliga der Herren

Research output: Contribution to journalJournal articlesResearchpeer-review

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Kein Heimvorteil in der 1.Tischtennisbundesliga der Herren. / Klein-Soetebier, Timo; Senff, Annabelle; Weigelt, Matthias.

In: Sportwissenschaft (Schorndorf), Vol. 44, No. 2, 01.06.2014, p. 71-77.

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title = "Kein Heimvorteil in der 1.Tischtennisbundesliga der Herren",
abstract = "Wenn die gastgebende Mannschaft mehr als die H{\"a}lfte ihrer Spiele unter heimischen Bedingungen gewinnt, dann spricht man von einem Heimvorteil. F{\"u}r Mannschaftssportarten ist dieser Vorteil in zahlreichen Untersuchungen bereits gut belegt worden. Die vorliegende Studie widmet sich deshalb der Untersuchung des Heimvorteils im Individualsport am Beispiel der Sportart Tischtennis. Daf{\"u}r wurden alle Spiele der 1. Tischtennisbundesliga der M{\"a}nner (n = 406) der Saisons 2008/2009 bis 2012/2013 ausgewertet. Es ergab sich ein Heimvorteil von 51,48 %. Als differenziertes Ma{\ss} des Spielausgangs (Bestof-five-Modus) wurden die Einzelspiele betrachtet, von denen Heimmannschaften im Mittel mehr gewannen (2,01 pro Begegnung) als die Ausw{\"a}rtsmannschaften 1,95 pro Begegnung). Beide Ergebnisse waren statistisch nicht signifikant. Es konnte jedoch ein signifikanter Zusammenhang zwischen der Gr{\"o}{\ss}e des Heimvorteils und der Zuschauerzahl nachgewiesen werden sowie ein regelbedingter Vorteil der Heimmannschaft im Auftaktspiel, w{\"a}hrend sich die Reisedistanzen der Ausw{\"a}rtsmannschaften nicht auf den Heimvorteil auswirkten. Danach ist der Heimvorteil im Individualsport weniger stark ausgepr{\"a}gt als im Mannschaftssport. Die Leistung der Spieler wird allerdings durch die soziale Unterst{\"u}tzung heimischer Zuschauer und spezieller Spiel- und Wettkampfregeln positiv beeinflusst.",
author = "Timo Klein-Soetebier and Annabelle Senff and Matthias Weigelt",
year = "2014",
month = jun,
day = "1",
doi = "10.1007/s12662-013-0315-7",
language = "Deutsch",
volume = "44",
pages = "71--77",
journal = "Sportwissenschaft (Schorndorf)",
issn = "0342-2380",
publisher = "Springer Verlag",
number = "2",

}

RIS

TY - JOUR

T1 - Kein Heimvorteil in der 1.Tischtennisbundesliga der Herren

AU - Klein-Soetebier, Timo

AU - Senff, Annabelle

AU - Weigelt, Matthias

PY - 2014/6/1

Y1 - 2014/6/1

N2 - Wenn die gastgebende Mannschaft mehr als die Hälfte ihrer Spiele unter heimischen Bedingungen gewinnt, dann spricht man von einem Heimvorteil. Für Mannschaftssportarten ist dieser Vorteil in zahlreichen Untersuchungen bereits gut belegt worden. Die vorliegende Studie widmet sich deshalb der Untersuchung des Heimvorteils im Individualsport am Beispiel der Sportart Tischtennis. Dafür wurden alle Spiele der 1. Tischtennisbundesliga der Männer (n = 406) der Saisons 2008/2009 bis 2012/2013 ausgewertet. Es ergab sich ein Heimvorteil von 51,48 %. Als differenziertes Maß des Spielausgangs (Bestof-five-Modus) wurden die Einzelspiele betrachtet, von denen Heimmannschaften im Mittel mehr gewannen (2,01 pro Begegnung) als die Auswärtsmannschaften 1,95 pro Begegnung). Beide Ergebnisse waren statistisch nicht signifikant. Es konnte jedoch ein signifikanter Zusammenhang zwischen der Größe des Heimvorteils und der Zuschauerzahl nachgewiesen werden sowie ein regelbedingter Vorteil der Heimmannschaft im Auftaktspiel, während sich die Reisedistanzen der Auswärtsmannschaften nicht auf den Heimvorteil auswirkten. Danach ist der Heimvorteil im Individualsport weniger stark ausgeprägt als im Mannschaftssport. Die Leistung der Spieler wird allerdings durch die soziale Unterstützung heimischer Zuschauer und spezieller Spiel- und Wettkampfregeln positiv beeinflusst.

AB - Wenn die gastgebende Mannschaft mehr als die Hälfte ihrer Spiele unter heimischen Bedingungen gewinnt, dann spricht man von einem Heimvorteil. Für Mannschaftssportarten ist dieser Vorteil in zahlreichen Untersuchungen bereits gut belegt worden. Die vorliegende Studie widmet sich deshalb der Untersuchung des Heimvorteils im Individualsport am Beispiel der Sportart Tischtennis. Dafür wurden alle Spiele der 1. Tischtennisbundesliga der Männer (n = 406) der Saisons 2008/2009 bis 2012/2013 ausgewertet. Es ergab sich ein Heimvorteil von 51,48 %. Als differenziertes Maß des Spielausgangs (Bestof-five-Modus) wurden die Einzelspiele betrachtet, von denen Heimmannschaften im Mittel mehr gewannen (2,01 pro Begegnung) als die Auswärtsmannschaften 1,95 pro Begegnung). Beide Ergebnisse waren statistisch nicht signifikant. Es konnte jedoch ein signifikanter Zusammenhang zwischen der Größe des Heimvorteils und der Zuschauerzahl nachgewiesen werden sowie ein regelbedingter Vorteil der Heimmannschaft im Auftaktspiel, während sich die Reisedistanzen der Auswärtsmannschaften nicht auf den Heimvorteil auswirkten. Danach ist der Heimvorteil im Individualsport weniger stark ausgeprägt als im Mannschaftssport. Die Leistung der Spieler wird allerdings durch die soziale Unterstützung heimischer Zuschauer und spezieller Spiel- und Wettkampfregeln positiv beeinflusst.

U2 - 10.1007/s12662-013-0315-7

DO - 10.1007/s12662-013-0315-7

M3 - Zeitschriftenaufsätze

VL - 44

SP - 71

EP - 77

JO - Sportwissenschaft (Schorndorf)

JF - Sportwissenschaft (Schorndorf)

SN - 0342-2380

IS - 2

ER -

ID: 530123