Kohäsion in Freizeit und Gesundheitssport: Diagnostik und ausgewählte Anwendungsbereiche

Research output: Book/ReportDissertationsResearch

Standard

Kohäsion in Freizeit und Gesundheitssport : Diagnostik und ausgewählte Anwendungsbereiche. / Chermette, Chloé.

Köln : Deutsche Sporthochschule Köln, 2020. 66 p.

Research output: Book/ReportDissertationsResearch

Harvard

APA

Vancouver

Bibtex

@book{669bacf1bb6747e6a30d62d3743fe17a,
title = "Koh{\"a}sion in Freizeit und Gesundheitssport: Diagnostik und ausgew{\"a}hlte Anwendungsbereiche",
abstract = "Regelm{\"a}{\ss}ige und langfristige k{\"o}rperliche Aktivit{\"a}t bildet eine effektive Strategie in der Prim{\"a}r-, Sekund{\"a}r- und Terti{\"a}rpr{\"a}vention zahlreicher chronischer Erkrankungen. Nahezu jedes Individuum profitiert davon, k{\"o}rperlich aktiver zu werden. Nichtsdestotrotz gelingt es lediglich wenig Erwachsenen, den Mindestempfehlungen zu entsprechen und an diesen auch dauerhaft festzuhalten. Demnach ist es von gro{\ss}er Bedeutung, Bewegungsangebote, deren Merkmale und Strategien zu identifizieren, die die k{\"o}rperliche Aktivit{\"a}t bei Erwachsenen wirksam f{\"o}rdern und vor allen Dingen langfristig aufrechterhalten k{\"o}nnen. Da Bewegungsangebote im Gesundheitssport zum gro{\ss}en Teil in Gruppen durchgef{\"u}hrt werden, sollte bei der Erkl{\"a}rung, Vorhersage und Beeinflussung individuellen Verhaltens die Gruppe als m{\"o}gliche Quelle der Motivation Ber{\"u}cksichtigung finden. Der Gruppenvariable Gruppenkoh{\"a}sion scheint in diesem Zusammenhang eine besondere Bedeutung zuzukommen. Die vorliegende Dissertation hatte das Ziel, die Gruppenvariable Gruppenkoh{\"a}sion im Setting Freizeit- und Gesundheitssport zu untersuchen. F{\"u}r die drei Forschungsschritte dieser Arbeit k{\"o}nnen folgende Kernergebnisse festgehalten werden: (1) In Forschungsschritt eins konnte ein deutschsprachiges Messinstrument zur Erfassung von Gruppenkoh{\"a}sion im pr{\"a}ventiv und rehabilitativ ausgerichteten Gesundheitssport entwickelt und validiert werden. (2) In Forschungsschritt zwei wurde eine theoriekonforme Weiterentwicklung eines Instruments zur Erfassung von Gruppenkoh{\"a}sion in Leistungssportgruppen vorgestellt. (3) Der dritte Forschungsschritt stellte Gruppenkoh{\"a}sion als beeinflussende Gruppenvariable in zwei Anwendungsbereichen vor. Zum einen konnte mittels zweier empirischer Studien gezeigt werden, dass Gruppenkoh{\"a}sion in Herzgruppen die Adh{\"a}renz nicht per se beeinflusst. F{\"u}r neue Herzgruppenteilnehmer*innen scheint Gruppenkoh{\"a}sion keinen pr{\"a}diktiven Wert f{\"u}r die Adh{\"a}renz zu haben. F{\"u}r Herzgruppenteilnehmer*innen mit einer langen Mitgliedsdauer kann Gruppenkoh{\"a}sion dagegen die Adh{\"a}renz vorhersagen. Unterschiedliche Identifikationsprozesse k{\"o}nnen hierf{\"u}r verantwortlich gemacht werden. Zum anderen konnten im dritten Forschungsschritt praktische Ma{\ss}nahmen zur Verbesserung der interpersonalen Stressbew{\"a}ltigung mit Hilfe der Gruppenkoh{\"a}sion abgeleitet werden. Zuk{\"u}nftige Studien sollten zum einen die Ergebnisse der Koh{\"a}sions-Adh{\"a}renzbeziehung in anderen rehabilitativ ausgerichteten Gesundheitssportgruppen mit unterschiedlichen Gruppeneigenschaften replizieren. Des Weiteren sollten Wirkmechanismen beleuchtet werden, wann und unter welchen Bedingungen Gruppenkoh{\"a}sion f{\"u}r die Adh{\"a}renz bedeutsam sind. Die Dynamik der Gruppenkoh{\"a}sion sollte in diesen Studien zwingend ber{\"u}cksichtigt werden. Zum anderen sollten aufbauend auf den erarbeitenden praktischen Ma{\ss}nahmen Studien durchgef{\"u}hrt werden, die diese theoretischen Annahmen empirisch belegen.",
author = "Chlo{\'e} Chermette",
note = "Kumulative Dissertation",
year = "2020",
month = oct,
language = "Deutsch",
publisher = "Deutsche Sporthochschule K{\"o}ln",

}

RIS

TY - BOOK

T1 - Kohäsion in Freizeit und Gesundheitssport

T2 - Diagnostik und ausgewählte Anwendungsbereiche

AU - Chermette, Chloé

N1 - Kumulative Dissertation

PY - 2020/10

Y1 - 2020/10

N2 - Regelmäßige und langfristige körperliche Aktivität bildet eine effektive Strategie in der Primär-, Sekundär- und Tertiärprävention zahlreicher chronischer Erkrankungen. Nahezu jedes Individuum profitiert davon, körperlich aktiver zu werden. Nichtsdestotrotz gelingt es lediglich wenig Erwachsenen, den Mindestempfehlungen zu entsprechen und an diesen auch dauerhaft festzuhalten. Demnach ist es von großer Bedeutung, Bewegungsangebote, deren Merkmale und Strategien zu identifizieren, die die körperliche Aktivität bei Erwachsenen wirksam fördern und vor allen Dingen langfristig aufrechterhalten können. Da Bewegungsangebote im Gesundheitssport zum großen Teil in Gruppen durchgeführt werden, sollte bei der Erklärung, Vorhersage und Beeinflussung individuellen Verhaltens die Gruppe als mögliche Quelle der Motivation Berücksichtigung finden. Der Gruppenvariable Gruppenkohäsion scheint in diesem Zusammenhang eine besondere Bedeutung zuzukommen. Die vorliegende Dissertation hatte das Ziel, die Gruppenvariable Gruppenkohäsion im Setting Freizeit- und Gesundheitssport zu untersuchen. Für die drei Forschungsschritte dieser Arbeit können folgende Kernergebnisse festgehalten werden: (1) In Forschungsschritt eins konnte ein deutschsprachiges Messinstrument zur Erfassung von Gruppenkohäsion im präventiv und rehabilitativ ausgerichteten Gesundheitssport entwickelt und validiert werden. (2) In Forschungsschritt zwei wurde eine theoriekonforme Weiterentwicklung eines Instruments zur Erfassung von Gruppenkohäsion in Leistungssportgruppen vorgestellt. (3) Der dritte Forschungsschritt stellte Gruppenkohäsion als beeinflussende Gruppenvariable in zwei Anwendungsbereichen vor. Zum einen konnte mittels zweier empirischer Studien gezeigt werden, dass Gruppenkohäsion in Herzgruppen die Adhärenz nicht per se beeinflusst. Für neue Herzgruppenteilnehmer*innen scheint Gruppenkohäsion keinen prädiktiven Wert für die Adhärenz zu haben. Für Herzgruppenteilnehmer*innen mit einer langen Mitgliedsdauer kann Gruppenkohäsion dagegen die Adhärenz vorhersagen. Unterschiedliche Identifikationsprozesse können hierfür verantwortlich gemacht werden. Zum anderen konnten im dritten Forschungsschritt praktische Maßnahmen zur Verbesserung der interpersonalen Stressbewältigung mit Hilfe der Gruppenkohäsion abgeleitet werden. Zukünftige Studien sollten zum einen die Ergebnisse der Kohäsions-Adhärenzbeziehung in anderen rehabilitativ ausgerichteten Gesundheitssportgruppen mit unterschiedlichen Gruppeneigenschaften replizieren. Des Weiteren sollten Wirkmechanismen beleuchtet werden, wann und unter welchen Bedingungen Gruppenkohäsion für die Adhärenz bedeutsam sind. Die Dynamik der Gruppenkohäsion sollte in diesen Studien zwingend berücksichtigt werden. Zum anderen sollten aufbauend auf den erarbeitenden praktischen Maßnahmen Studien durchgeführt werden, die diese theoretischen Annahmen empirisch belegen.

AB - Regelmäßige und langfristige körperliche Aktivität bildet eine effektive Strategie in der Primär-, Sekundär- und Tertiärprävention zahlreicher chronischer Erkrankungen. Nahezu jedes Individuum profitiert davon, körperlich aktiver zu werden. Nichtsdestotrotz gelingt es lediglich wenig Erwachsenen, den Mindestempfehlungen zu entsprechen und an diesen auch dauerhaft festzuhalten. Demnach ist es von großer Bedeutung, Bewegungsangebote, deren Merkmale und Strategien zu identifizieren, die die körperliche Aktivität bei Erwachsenen wirksam fördern und vor allen Dingen langfristig aufrechterhalten können. Da Bewegungsangebote im Gesundheitssport zum großen Teil in Gruppen durchgeführt werden, sollte bei der Erklärung, Vorhersage und Beeinflussung individuellen Verhaltens die Gruppe als mögliche Quelle der Motivation Berücksichtigung finden. Der Gruppenvariable Gruppenkohäsion scheint in diesem Zusammenhang eine besondere Bedeutung zuzukommen. Die vorliegende Dissertation hatte das Ziel, die Gruppenvariable Gruppenkohäsion im Setting Freizeit- und Gesundheitssport zu untersuchen. Für die drei Forschungsschritte dieser Arbeit können folgende Kernergebnisse festgehalten werden: (1) In Forschungsschritt eins konnte ein deutschsprachiges Messinstrument zur Erfassung von Gruppenkohäsion im präventiv und rehabilitativ ausgerichteten Gesundheitssport entwickelt und validiert werden. (2) In Forschungsschritt zwei wurde eine theoriekonforme Weiterentwicklung eines Instruments zur Erfassung von Gruppenkohäsion in Leistungssportgruppen vorgestellt. (3) Der dritte Forschungsschritt stellte Gruppenkohäsion als beeinflussende Gruppenvariable in zwei Anwendungsbereichen vor. Zum einen konnte mittels zweier empirischer Studien gezeigt werden, dass Gruppenkohäsion in Herzgruppen die Adhärenz nicht per se beeinflusst. Für neue Herzgruppenteilnehmer*innen scheint Gruppenkohäsion keinen prädiktiven Wert für die Adhärenz zu haben. Für Herzgruppenteilnehmer*innen mit einer langen Mitgliedsdauer kann Gruppenkohäsion dagegen die Adhärenz vorhersagen. Unterschiedliche Identifikationsprozesse können hierfür verantwortlich gemacht werden. Zum anderen konnten im dritten Forschungsschritt praktische Maßnahmen zur Verbesserung der interpersonalen Stressbewältigung mit Hilfe der Gruppenkohäsion abgeleitet werden. Zukünftige Studien sollten zum einen die Ergebnisse der Kohäsions-Adhärenzbeziehung in anderen rehabilitativ ausgerichteten Gesundheitssportgruppen mit unterschiedlichen Gruppeneigenschaften replizieren. Des Weiteren sollten Wirkmechanismen beleuchtet werden, wann und unter welchen Bedingungen Gruppenkohäsion für die Adhärenz bedeutsam sind. Die Dynamik der Gruppenkohäsion sollte in diesen Studien zwingend berücksichtigt werden. Zum anderen sollten aufbauend auf den erarbeitenden praktischen Maßnahmen Studien durchgeführt werden, die diese theoretischen Annahmen empirisch belegen.

M3 - Dissertationsschrift

BT - Kohäsion in Freizeit und Gesundheitssport

PB - Deutsche Sporthochschule Köln

CY - Köln

ER -

ID: 5462417